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»Strecke wurde uns weggebaggert«

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(mw) Für die Streckenvermessung nach Richtlinien des Leichtathletik-Verbandes hat es für den Ausrichter KSV Klein-Karben zwar nicht mehr gereicht – dieser Makel konnte jedoch verschmerzt werden. Dass in Karben gleich drei große Baustellen für Verkehrsbehinderungen sorgen, wird zumindest von den Einheimischen positiv gesehen.

Beeinträchtigungen beim 24. Karbener Stadtlauf – dies erschwerte zwar die Arbeit der Organisatoren, zumal sie noch mit Sturmschäden zu kämpfen hatten; das routinierte Team um Chefin Ute Birkmeyer und den selbst mitlaufenden KSV-Vorsitzenden Jörg K. Wulf hinderte dies jedoch nicht daran, 415 Teilnehmern einen reibungslosen Ablauf zu bieten. »Unsere Strecke wurde weggebaggert. Aber wir haben alles gemeistert«, sagte Birkmeyer am Sonntagmorgen zufrieden. Die Teilnehmer störte es sowieso wenig, sie bekamen eine gewohnt schnelle Strecke geboten – und dies bei idealen Witterungsbedingungen.

Im Halbmarathon (156 Finisher) absolvierte Simon Bertsch vom SSC Hanau-Rodenbach einen Sololauf an der Spitze des Feldes. In 1:19:21 Stunden setzte er sich zwar nur um 44 Sekunden gegen Thomas Olt vom SV Fun-Ball Dortelweil durch, Bertsch hatte allerdings mit einer flotteren ersten Hälfte früh den Grundstein gelegt. Olt gewann damit die M45 sicher. Gesamtdritter wurde M35-Sieger Ralf Deckenbach vom LT Hanau-Bruchköbel in 1:22:17 Stunden. Bei den Frauen lief Haimanot Haile von Spiridon Frankfurt ebenso ein einsames Rennen an der Spitze und konnte sich nur an den Männern in ihrem Bereich orientieren.

In 1:26:13 Stunden spulte die frühere Siegerin einiger Oberhessencup-Läufe die flachen vier Runden durch das Karbener Industriegebiet fast im Vier-Minuten-Schnitt ab. Zweite wurde Sevim Haaß (Antigua/Hanau-Rodenbach), die mit einem ganz besonderen Handicap lief. Denn die national erfolgreiche Altersklassenathletin schob einen Babyjogger mit drei Kindern durch die Stadt. In 1:34:49 Stunden verteidigte sie dennoch Rang zwei im Gesamteinlauf vor Kim Mess vom TV Gladenbach (1:35:23 Stunden).

Über zehn Kilometer setzte sich unter den 146 Finishern Williams Bonaud von Skills Frankfurt in 35:06 Minuten vor Justino da Costa (TuS Lindenholzhausen/36:06) und dem Jugendsieger Daniel Noschitzka (TSG Kleinostheim/38:58) durch. Nur fünf Männer blieben unter 40 Minuten. Die ersten drei Frauen erreichten unterdessen binnen 48 Sekunden das Ziel am KSV-Vereinsheim. Stella Wagner benötigte 42:20 Minuten und verwies Petra Seibert von Spiridon Frankfurt (42:58) und Anja Wessels aus Bad Vilbel (43:08) auf die Plätze zwei und drei im Gesamteinlauf.

Zahlreiche heimische Altersklassensiege gab es unterdessen in den Läufen über drei und 1,5 Kilometer. Nicht zu schlagen über die längere Distanz war Marc Tortell, der auf hessischer Ebene sehr erfolgreiche U18-Athlet des TV Rendel (11:23). Seine Vereinskollegin Klara Hufer war die schnellste Jugendliche in 12:53 Minuten. Eine Rendelerin düpierte unterdessen alle Konkurrenten und Konkurrentinnen über 1,5 Kilometer: Lisa Schäfer siegte in 6:36 Minuten.

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