Fußball-Regionalliga Südwest

Stimmung beim OFC trotz Sawada-Abgang gut

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(cd). In dieser Woche ist Ko Sawada mal wieder nach Japan geflogen. Diesmal kehrt er aber nicht zu den Offenbacher Kickers zurück. Der Fußball-Regionalligist hat den ursprünglich noch bis 2020 gültigen Vertrag mit dem Leistungsträger aufgelöst, um ihm den Wechsel in die höchste Spielklasse seines Heimatlande zu ermöglichen. Dort wird der Offensivmann künftig unter anderem gegen Alt-Stars wie Lukas Podolski oder die spanischen Weltmeister Andres Iniesta und David Villa antreten.

"Es war immer sein Traum, dort zu spielen. Den Traum kann er nun mit 27 Jahren leben. Wir wollten ihm diese Chance nicht nehmen", sagte OFC-Sportdirektor Sead Mehic. Und: "Wir lassen ihn ja nicht umsonst gehen." In der Pressemitteilung des OFC liest sich das so: Für den Wechsel zu Shonan Bellmare (liegt nach 17 von 34 Spielen nur einen Punkt vor dem Abstiegsrelegationsplatz), wo Sawada für zwei Jahre unterschrieb, erhält der OFC "eine ansehnliche Ablöse". Über die Höhe dieser Summe wurde Stillschweigen vereinbart. Angeblich soll es sich um eine niedrige sechsstellige Summe handeln. Seine Position soll nun Nejmeddin Daghfous einnehmen. Der Zugang vom Zweitligisten SV Sandhausen kann wie Sawada außen sowie hinter den Spitzen spielen. "Wir sind davon überzeugt, dass wir in der Offensive genug Qualität haben. Wir haben dort viele Leute, die flexibel einsetzbar sein. Im Moment sehen wir daher nicht die Notwendigkeit, Ersatz zu verpflichten", sagte Mehic.

"Die Euphorie und Vorfreude auf die neue Saison wächst", sagt unterdessen Christopher Fiori, Geschäftsführer der Offenbacher Kickers, und untermauert die Aussage mit Zahlen: Man habe drei weitere Unternehmen als Partner gewonnen und somit bereits alle zehn VIP-Logen im Stadion für kommende Saison verkauft. Dass dies zu diesem frühen Zeitpunkt der Fall ist, sei "ein großartiges Zeichen" und zeige, "dass rund um den OFC gerade sehr viel passiert". Auch beim Verkauf der Dauerkarten: Mehr als 1500 Saisontickets wurden bereits veräußert.

Außerdem hat sich die Mannschaft auch im Hintergrund weiter für die Zukunft aufgestellt. Zwei Leistungsträger der gerade erst in die U 19-Bundesliga aufgestiegenen A-Jugend-Mannschaft, Denis Huseinbasic und Marco Boras, sind offenbar davon abgehalten worden, zu wechseln. Stattdessen erhalten sie nicht nur einen neuen Vertrag für die A-Jugend, sondern auch einen Anschlussvertrag bei den Profis ab 2020. Verlängert haben auch U 19-Coach Steven Kessler und sein Assistent Alfonso Todisco.

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