_3aSPOLSPORT221-B_065552_4c
+
Steven Müller (r.) scheitert bei seinen ersten olympischen Spielen bereits im Vorlauf - es gewinnt das US-Talent Erriyon Knighton (Mitte), der Belgier Robin Vanderbemden qualifiziert sich als Dritter ebenfalls für das Halbfinale des 200-Meter-Wettbewerbs.

Steven Müllers Olympia-Aus kommt bereits im Vorlauf

  • Philipp Keßler
    VonPhilipp Keßler
    schließen

(phk). Steven Müller ist um eine weitere internationale Erfahrung reicher: Der Sprinter der LG ovag Friedberg-Fauerbach ist bei den Olympischen Spielen in Tokio über 200 Meter am frühen Dienstagmorgen (MESZ) im Vorlauf ausgeschieden.

Der Kasseler kam beim lockeren Sieg des US-Talents Erriyon Knighton (20,55 Sekunden) in 21,08 Sekunden weder an seine persönliche Bestzeit (20,40 Sekunden) noch an seine Saisonbestleistung (20,75 Sekunden) heran und wurde letztlich Sechster und Letzter des vierten von sieben Vorläufen. »Technisch war das alles okay, aber es fehlt ihm in diesem Jahr einfach der Punch, der letzte Kick, den er 2019 noch hatte«, sagte Müllers Trainer Otmar Velte, der den Lauf am Fernseher verfolgte. »Insgesamt hat es seiner Weltranglistenplatzierung entsprochen, auch wenn die Zeit nicht berauschend war - aber er kommt aktuell einfach nicht in die Nähe seiner Bestzeit.« Diese hätte - je nach Losglück - zumindest für den Halbfinaleinzug gereicht.

Velte betonte aber, dass Müllers Leistung »insgesamt schon okay« gewesen sei. »Es ist von der Leistung her einfach nicht sein Jahr, aber er hat trotzdem viel gelernt. Jetzt hat er Erfahrungen bei allen internationalen Großereignissen und kann darauf aufbauend weitermachen.« Müller selbst hatte seinem Coach im Anschluss an das Rennen seine Eindrücke per Mail mitgeteilt, sprach darin davon, sein Bestes gegeben zu haben und sich nicht vom Prunk des größten Wettkampfs der Welt ablenken ließ, über das Ausscheiden aber natürlich traurig gewesen sei.

Müller war der letzte Athlet mit Bezug zur Wetterau, der in der japanischen Hauptstadt noch im Wettbewerb war. Bereits in der ersten Wettkampfwoche war Badminton-Ass Kai Schäfer vom SV Fun-Ball Dortelweil in der Vorrunde des Herren-Einzel-Turniers gescheitert, der Butzbacher Ruderer Marc Weber hatte es mit seinem Partner Stephan Krüger (Frankfurt) nach dem Aus im Halbfinale immerhin ins B-Finale geschafft. Die Niederkleener Sprinterin Lisa Mayer war verletzungsbedingt erst gar nicht über die 100 Meter und bei der 4x100-Meter-Staffel angetreten.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare