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Steven Müller von der LG Ovag Friedberg-Fauerbach kann bei der Hallen-DM in Dortmund nicht über seine Paradedisziplin an den Start gehen. Die 200 Meter stehen nicht im Wettkampfprogramm. Müller startet stattdessen über die 60 m.

Steven Müller startet über 60 m

  • Wolfgang Gärtner
    vonWolfgang Gärtner
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(gae/gäd). Die ersten nationalen Titel in der Leichtathletik werden im neuen Jahr vergeben. Am Wochenende kämpfen viele der deutschen Spitzenathleten um den Hallen-Titel 2021. Zudem ist das Kräftemessen der Besten in der Dortmunder Helmut-Körnig-Halle eine weitere Vorbereitung auf die Anfang März im polnischen Torun anstehenden Hallen-Europameisterschaften.

Für die LG Ovag Friedberg-Fauerbach geht Steven Müller über die 60 m an den Start. Der deutschen Freiluft-Meister über 200 m hat sich über seine 100-Meter-Zeit von 10,49 Sekunden aus 2020 qualifiziert. Auch wenn es für Müller wohl schwer werden wird, bis ins Finale vorzudringen, ist er dankbar, in diesem schwierigen Zeiten einen Wettkampf absolvieren zu dürfen. Seine Paradedisziplin, die 200 Meter, sind in diesem Jahr nicht Teil des Meisterschaftsprogramms. Fernziel für Müller bleibt die Qualifikation für die Olympischen Spiele über seine Lieblingsstrecke. Für das Sprintteam Wetzlar gehen in Dortmund Kevin Kranz, Michael Pohl und Elias Goer an den Start.

Ebenfalls in Dortmund dabei ist der Dauernheimer Lukas Abele (SSC Hanau-Rodenbach), der über die 1500 Meter an den Start geht. Der Deutsche Vizemeister im Freien hat hier eine persönliche Bestleistung von 3:40,77 Minuten zu Buche stehen. Diese Zeit lief er im August 2020. Der Deutsche Hallenrekord von Homiyu Tesfaye liegt bei 3:34,13. Der Läufer vom TSV Pfungstadt zählt auch am Wochenende in Dortmund zum Favoritenkreis.

Lisa Mayer hat die Quali-Norm für die EM schon in der Tasche. Die 24-jährige Niederkleenerin des Sprintteams Wetzlar unterbot die Zeit beim Meeting in Karlsruhe: Nach ihrem 60-m-Sprint stoppte die Uhr bei 7,21 Sekunden (ihre Bestzeit über die 60 m lieferte sie an gleicher Stelle 2018 in 7,12 ab). Vor zwei Wochen lief die gebürtige Gießenerin beim ISTAF Indoor in Berlin 7,26 Sekunden, was ihr in dem international erlesenen Feld Rang zwei - und weitere enorme mediale Beachtung - einbrachte. Mayer zählt in Dortmund zum Favoritenkreis. Da macht sie selbst keinen Hehl daraus. »Ich gehöre formal zu den Medaillen- und Titelkandidatinnen. Es wird ein sehr enges Rennen, da drei vier Mädels auf ähnlichem Niveau sind. Wir werden sehen, was am Wochenende passiert«, ist sich die 24-Jährige der Schwere der Aufgabe bewusst.

Aus dem eigenen Sprintteam zählt Rebekka Haase zu den härtesten Konkurrentinnen für Mayer. Sie knackte ebenfalls mit 7,24 die EM-Norm. Die schnellste Zeit von allen lief in diesem Jahr Ende Januar aber Tatjana Pinto (LC Paderborn) mit 7,18. Da sie sich aber in diesem Rennen eine Verletzung zuzog, weiß man nicht genau, in welcher Form sie sich in nun in Dortmund befindet.

Noch nicht richtig in Tritt ist indes Lisa Marie Kwayie (Neuköllner Sportfreunde) gekommen. Die Titelträgerin aus dem vergangenen Jahr in der Halle wie auch über 100 m im Freien erzielte kürzlich bei einem Trainingswettkampf in Leipzig 7,31. Zu beachten ist zudem Jennifer Montag vom TSV Bayer Leverkusen. Antonia Dellert und Lara Tornow (beide Sprintteam Wetzlar) werden sich ebenfalls der Herausforderung über die Kurzdistanz stellen.

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