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Steven Müller ist für die Leichtathletik-Weltmeisterschaft nominiert. (Foto: dpa)

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Steven Müller für Leichtathletik-WM nominiert

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Steven Müller von der LG ovag Friedberg-Fauerbach darf nun doch zur Leichtathletik-Weltmeisterschaft nach Doha/Katar. Der 200-Meter-Sprinter wurde nachträglich vom Weltverband eingeladen.

Der deutsche Meister über 200 Meter darf nun doch zur Leichtathletik-Weltmeisterschaft nach Doha/Katar (ab Freitag) reisen. Der Internationale Leichtathletik-Verband (IAAF) hat Steven Müller von der LG ovag Friedberg-Fauerbach nachträglich zu den Titelkämpfen eingeladen. Der 29-Jährige hatte bei den deutschen Meisterschaften im August in Berlin den Titel gewonnen, aber die WM-Norm von 20,40 Sekunden mit 20,42 Sekunden verfehlt. Bis zuletzt sollte es mit der Normerfüllung nicht klappen, dennoch war er eigentlich über seine Position in der Weltrangliste qualifiziert. "Trotzdem kam überraschenderweise keine Einladung vom Weltverband", sagt Müllers Trainer Ottmar Velte. 

Die IAAF hatte kurzfristig noch 130 Startplätze für die WM zusätzlich zur Verfügung gestellt. Davon profitiert nun auch Müller. Für den Sprinter reiht sich die Teilnahme an der Weltmeisterschaft in ein bislang herausragendes Jahr ein. Nach dem DM-Titel holte Müller bei den Team-Europameisterschaften in Polen mit der deutschen Nationalmannschaft Silber. Nun kommt die Teilnahme an den Weltmeisterschaften als Zugabe obendrauf. Bei einem Wettkampf am Friedberger Burgfeld vor wenigen Wochen sagte er noch, dass er es unbedingt aus eigener Kraft schaffen wolle. "Falls es nicht klappt und ich trotzdem nominiert werde, würde ich mich natürlich auch riesig freuen. Dafür mache ich das alles ja", fuhr er fort. So ist es nun gekommen.

Unvorbereitet ist Müller trotz der späten Nominierung auf keinen Fall: "Wir haben unsere Planung komplett auf eine WM-Teilnahme ausgerichtet. Wir trainieren nun weiter auf die Wettkämpfe hin", sagt Trainer Velte. Ende der Woche geht der Flieger in den Wüstenstaat. Die sieben Vorläufe über die 200 Meter sind am kommenden Sonntag zwischen 19.05 Uhr und 19.53 angesetzt. Sollte Müller sich für das Halbfinale qualifizieren, darf er am Montag in einer Woche nochmal auf die Laufbahn. Das Finale steigt am 1. Oktober um 21.40 Uhr. Titelverteidiger ist der Türke Ramil Guliyev. Der Großteil des deutschen Aufgebots bereitet sich derzeit in Belek/Türkei auf die WM vor.

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