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Geschafft. Als Zweiter der Relegationsrunde steigt die SG Oppershofen aus der Kreisliga B Friedberg, Gruppe 1, als letzter Verein der Saison in die A-Liga auf.

Aufsteiger

Stetige Verbesserung zum Ziel: SG Oppershofen ist zurück in der Kreisliga A Friedberg

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Die SG Oppershofen belohnte sich für den Aufstieg in die Kreisliga A Friedberg mit einem wahren Partymarathon. Zuvor hatte es für den Zweiten der Fußball-Kreisliga B Friedberg, Gruppe 2, in der Relegation noch viel Arbeit gegeben - mit einem entsprechenden Happy-End.

Eine spontane Party bis in die frühen Morgenstunden im Anschluss an den entscheidenden 5:1-Sieg gegen den FC Olympia Fauerbach II, ein Besuch der Mallorca-Party in Gießen am Tag darauf, ein offizieller Saisonabschluss im Sportheim und schließlich vier Tage Abschlussfahrt zum Goldstrand nach Bulgarien: Die SG Oppershofen hat es nach ihrem Sprung von der Fußball-Kreisliga B Friedberg, Gruppe 1, in die A-Liga so richtig krachen lassen. Trainer Christian Ehnert sprach von einer "durchweg positiven" Saison - nach dem ihm "gar nichts anderes übrig geblieben ist", als einfach mitzufeiern.

SG Oppershofen: Nach der Relegation ist vor der A-Liga - Trainingsauftakt bereits Anfang Juli

Emotionen nach dem 5:1-Sieg gegen den FC Olympia Fauerbach II: Oppershofens Kapitän Tobias Schwarz (l.) drückt seinen Trainer Christian Ehnert.

Der Achte der Vorjahressaison hatte sich eigentlich "nur" vorgekommen, die Platzierung zu verbessern. Am Ende eines spannenden Titelkampfes wurde es Platz zwei und damit die Teilnahme an der Relegation, wo es allerdings im ersten Spiel bei Mitaufsteiger 1. FC Rendel eine derbe 2:5-Schlappe gegeben hatte, nachdem das Team bereits vor der Pause 0:4 hinten gelegen hatte. Doch die Oppershofener rissen das Steuer herum, setzten sich deutlich gegen den A-Liga-Releganten aus Fauerbach durch und durften zum Abschluss der Dreierrunde feiern, auch wenn das von Blitz, Donner, Hagel, Sturm und Starkregen geprägte Match zwischenzeitlich vor dem Abbruch gestanden hatte. "Ich habe fast genau so viel auf den Himmel wie auf das Feld geschaut", sagte Coach Ehnert hinterher. "Letztlich war es richtig, weiterzuspielen, denn es waren keine unfairen Bedingungen, wir haben verdient gewonnen, und es wurde auch Zeit, dass die Saison vorbei ist." 35 Pflichtspiele hatte sein "auf Kante genähter" 18er-Kader in Liga, Pokal und Relegation absolviert. Nach drei Wochen Pause ist der Trainingsauftakt bereits für den 2. Juli angesetzt.

Dann will Ehnert mit seinem "mannschaftlich geschlossenen" Team weiterarbeiten. Das "Gerüst" umfasse den 45-jährigen Keeper Markus Kalkbrenner vor einer gut organisierten Defensive um Jürgen Bellersheim (51 Jahre), hinter der Schaltzentrale im Mittelfeld um Kapitän Tobias Schwarz und dem Prunkstück Offensive um Konstantin Schreiner, Mike Schmidt und Florian Weil. Damit wären die Oppershofener sogar fast Meister geworden, denn nach einer Schwächephase vor der Winterpause kam das Team mit zehn Siegen aus zehn Spielen wieder auf Tuchfühlung zum späteren Meister SV Schwalheim, hatte im direkten Duell zwei Spieltage vor Schluss gar die Chance, selbst auf den "Platz an der Sonne" zu springen. Doch nach dem 0:2 war auch der Relegationsplatz in der engen Liga mit den starken Teams aus Ober-Mörlen und Nieder-Weisel II wieder in Gefahr. Es folgte ein 2:1-Sieg gegen die Mörler - und damit die Qualifikation für zwei weitere Matches. "Es war uns nach der Niederlage in Schwalheim bewusst, dass es noch einmal ganz schwer wird. Beim 0:4 in der Halbzeit in der Relegation Rendel wussten wir, dass wir uns zusammenreißen und etwas ändern müssen", sagt Ehnert. "Die zweite Halbzeit hat uns dann die Gewissheit gegeben, mithalten zu können. Es wär wichtig für das Fauerbach-Spiel, dass wir eine Reaktion gezeigt haben."

SG Oppershofen: Familienzusammenführung im Hause Bellersheim vor dem Abschluss

Nun geht Ehnert in seine fünfte Spielzeit im Rockenberger Stadtteil. "Ich war schon als Spieler hier, das war meine schönste Zeit. Ich weiß daher den Verein und das Umfeld zu schätzen. Hier ist es klein, aber fein." Das freut Spielausschussmitglied Gerhard Edelbauer, der das Lob sogleich zurückgibt: "Wir sind mit seiner Arbeit sehr zufrieden. Er ist ein Mann, der sich um alles Mögliche kümmert und es darüber hinaus immer wieder schafft, interessante Neuzugänge in den Verein zu holen." Mit den Rückkehrern Pierre Pfeil (SV Nieder-Wöllstadt) und Steffen Mosch (SVP Fauerbach) sowie den beiden Torleuten Christian Haas (SVP Fauerbach) und Marcel Hebich (FSG Wisselsheim) stehen bereits vier Neuzugänge für die erste A-Liga-Saison seit 2014 fest. Ömer Yigit (FC Inter Reichelsheim) und Rajarackshan Marianayagam (berufliche Veränderung) werden die Mannschaft dagegen verlassen. "Wir müssen den Kader verbreiten. Doch auch so kann das primäre Ziel nur der Klassenerhalt sein", sagt Ehnert. Er war 2015 gemeinsam mit Kapitän Schwarz gekommen, hatte den Klub vor dem Fall in die C-Klasse bewahrt und Saison für Saison nach oben geführt. Nicht unwichtig war für den kleinen Verein ohne eigene Jugendarbeit dabei die Verstärkung durch junge Spieler von auswärts, wie etwa Dennis Bellersheim (früher VfR Butzbach), der in das Team seines Vaters Jürgen gewechselt war. In der neuen Saison wird die Familienzusammenführung im Hause Bellersheim komplettiert, wenn Dennis’ Bruder Dominik auch zur SG Oppershofen stößt.

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