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Steinfurth und Schwalheim behalten die Nerven

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Der SV Steinfurth hat den Bad Nauheimer Stadtpokal gewonnen. Die Rosendörfler setzten sich im Elfmeterschießen gegen den Türkischen SV Bad Nauheim durch. Dritter wurde der SV Schwalheim.

(sto/mw) Aufgrund der tropischen Temperaturen wurden am Samstag die beiden Platzierungsspiele der Bad Nauheimer Stadtmeisterschaft kurzfristig um zwei Stunden nach hinten verlegt. Des weiteren einigten sich die Spvgg. 08 Bad Nauheim und der SV Schwalheim darauf, die Partie um Platz drei auf zwei Mal 30 Minuten zu verkürzen. Dabei stand ebenso wenig ein Sieger fest wie im Endspiel zwischen dem Ausrichter Türkischer SV Bad Nauheim und dem SV Steinfurth. Beide Duelle mussten in Elfmeterschießen entschieden werden, und die Erste Stadträtin Bad Nauheims, Brigitta Nell-Düvel, konnte um 22 Uhr den Pott wieder an die Rosendörfler überreichen. Zuvor hatte der Schiedsrichter zunächst zur Verlängerung angepfiffen, ehe sich die Steinfurther auf die Turnierbestimmungen beriefen. Nach heftigen Diskussionen ging es schließlich direkt ins Elfmeterschießen.

Spiel um Platz 3

Spvgg. 08 Bad Nauheim – SV Schwalheim 7:8 nach Elfmeterschießen (2:0/2:2): Die ersten 30 Minuten standen ganz im Zeichen der Nullachter. Sie vergaben nicht nur gute Möglichkeiten, sondern hatten bis zur Halbzeit auch ein 2:0 vorgelegt. Felix Wichmann (16.) und André Werner (27.) hatten eingenetzt. Nach dem Seitenwechsel machte sich eine Schwalheimer Umstellung positiv bemerkbar. Der bisherige Libero Michael Eckhardt zog nun im Mittelfeld die Fäden. Zudem gelang ihm acht Minuten nach Wiederbeginn der Anschluss. Und drei Minuten später verwertete Markus Rost seinen Pass zum 2:2. Im Elfmeterschießen stand nach jeweils sieben Schüssen der SV Schwalheim mit 6:5 Toren als 8:7-Gesamtsieger fest.

Endspiel

Türkischer SV Bad Nauheim – SV Steinfurth 5:6 nach Elfmeterschießen (1:0/2:2): Wie im Spiel um Platz drei stand es beim Abpfiff von Schiedsrichter Steffen Braun 2:2 unentschieden. Im Elfmeterschießen hatte der SV Steinfurth mit 4:3 nach jeweils fünf Schüssen die Nase vorne, und Spielführer Dominik Reichardt konnte den Siegerpokal in Empfang nehmen. Zunächst sah es lange nach einem Sieg des Türkischen SV aus. Leonit Hasani war in der achten Minute die 1:0-Führung gelungen.

Nach dem Platzverweis gegen den Steinfurther Hendrik Schaupp (48./»Gelb-Rot« wegen wiederholten Foulspiels) baute Murat Akbulut sieben Minuten nach dem Seitenwechsel die Führung des Türkischen SV auf 2:0 aus. Und mehr war für den Gastgeber gegen den Favoriten möglich, zumal sich die Steinfurther durch eine weitere Gelb-Rote Karte gegen Philipp Landvogt (60.) auf neun Mann dezimierten. In der Schlussphase bewiesen die Rosendörfler jedoch das bessere Stehvermögen. Nach Dominik Reichardts 2:1-Anschluss durch einen verwandelten Strafstoß (68.) verpasste der Türkische SV mehrmals den Sieg, und Marcel Müllers Treffer fünf Minuten vor dem Abpfiff führte zum Remis nach 90 Minuten und damit zum Elfmeterschießen.

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