Jubel beim SV Steinfurth: Philipp Landvogt kehrt mit dem Klub aus dem Rosendorf in die Gruppenliga zurück. FOTO: CHUC
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Jubel beim SV Steinfurth: Philipp Landvogt kehrt mit dem Klub aus dem Rosendorf in die Gruppenliga zurück. FOTO: CHUC

Fußball

SV Steinfurth: Mit beiden Mannschaften ungeschlagen

  • vonThomas Brannekämper
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Meister der Kreisoberliga und der Kreisliga B 1: Die Fußballer des SV Steinfurth haben gleich doppelten Grund zur Freude nach dem Abbruch der Saison 2019/20. Allerdings: Zur Gruppenliga-Rückkehr nach acht Jahren müssen die Rosendörfler einen neuen Trainer finden.

Doppel-Aufstieg im Rosendorf: Der SV Steinfurth hat das Kunststück fertig gebracht, mit seinen Mannschaften die Klassements der Kreisoberliga wie auch der Kreisliga B, Gruppe 1 anzuführen. Somit müsste eigentlich im Bad Nauheimer Vorort die Sonne mit den blühenden Rosen um die Wette leuchten. Doch weit gefehlt. Nach der dem Abschied von Urgestein Maximilian Esposito auf der Trainerposition haben die Verantwortlichen im Rosendorf noch einige Klippen zu umschiffen, bevor nach acht Jahren wieder der Ball in der Gruppenliga rollt.

"Die Nachricht vom Ausstieg von Maxi Esposito kam nicht gänzlich überraschend. Unser Trainer hatte seine Arbeit und sich nicht richtig wertgeschätzt gefühlt, und so kam es zu Differenzen zum Vorstand. Zwar hat man sich weiterhin ausgetauscht, doch so richtig zu kitten war der Bruch dann wohl nicht mehr", sagt Torben Müller, der Spielausschussvorsitzende. Dabei war es sportlich rund gelaufen im Rosendorf: Elf Siege und zwei Unentschieden bei 61:16 Toren waren die imposante Ausbeute der KOL-Mannschaft.

"Unsere Neuzugänge hatten sich super integriert, alle hatten die Spielphilosophie von Maxi mit viel Ballbesitz verinnerlicht. Und auch die vorhandene individuelle Klasse jedes einzelnen wurde durch das Trainerteam gefördert", zeigt sich Müller mit dem Rundenverlauf sehr zufrieden. Mit Denis Ehrlicher, Pascal Marx und Philipp Landvogt hatte der SV Steinfurth in vorderster Front drei Spieler mit eingebauter Torgarantie zur Verfügung. Die zweite Mannschaft dominierte die B-Liga 1 mit 15 Siegen und zwei Unentschieden. Unter der Direktive von Sebastian Staisch gab’s ebenfalls keine Niederlage. Lediglich zwei Unentschieden gegen den härtesten Verfolger, den SV Ober-Mörlen, standen bei einer Torausbeute von 85:15 Treffern zu Buche. "Es ist natürlich sehr schade, die Meisterschaften nicht richtig zu feiern. Es fühlt sich schon komisch an, eine solche Runde nicht gebührend mit beiden Teams beschließen zu können. Doch ist der Doppelaufstieg der verdiente Lohn für unsere Mühen", zieht Müller ein Fazit der am Samstag abgebrochenen Runde.

Nun aber laufen die Planungen für die neue Runde im Rosendorf. Die Entscheidung vom Verbandstag gibt Planungssicherheit. Sebastian Staisch steht als Trainer für die A-Liga Mannschaft fest. Ein neuer Trainer für die Gruppenliga soll laut Müller in den kommenden zwei bis drei Wochen gefunden sein. "Hier werden wir eine externe Lösung präsentieren. Die ersten Gespräche sind am Laufen, spruchreif ist noch nichts."

Müller betont in diesem Zusammenhang, dass es bedingt durch die Corona-Pause nicht leicht sei, sich mit der Kaderplanung zu beschäftigen. "Es haben alle unsere Spieler auch nach dem Abgang von Esposito für die kommende Runde zugesagt. Doch mit aktuell 38 Spielern in unserem Kader müssen wir noch was in Sachen Neuzugänge tun. Qualitativ sind wir zwar gut aufgestellt mit beiden Teams, doch aufgrund der zu erwartenden Ligagröße müssen wir quantitativ noch was tun", weiß Müller um die Aufgaben.

Bis jetzt steht Pascal Sosmann aus der eigenen Jugend als Neuzugang fest. Doch es verbleibt laut Müller ja noch genug Zeit. Und diese will man im Rosendorf nutzen, um zwei schlagkräftige Teams ins Rennen schicken zu können. Zwar seien die Brötchen etwas kleiner, die man künftig rund um den Steinfurther Rasen backen wolle, doch die schnelle Akklimatisierung in neuer Umgebung, gepaart mit dem Klassenerhalt beider Mannschaften, solle dann doch die Zielsetzung sein.

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