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Wer steigt auf, wer steigt ab?

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(hep/mw) Nach den Osterfeiertagen wird in den verschiedenen Handball-Spielklassen der Endspurt eingeleitet. Für die Wetterauer Vereine im Bezirk Gießen sind bei den Frauen noch drei und bei den Männern fünf Spieltage zu absolvieren. Für viele Vereine ist bei einem ersten Blick auf die Tabelle schnell klar, wohin die Reise in der nächsten Spielzeit gehen wird. Bei einigen steht hinter der sportlichen Zukunft allerdings noch ein Fragezeichen.

Gewohnheitsmäßig stellen sich die Handballfreunde die jährlich wiederkehrende Frage nach der genauen Regelung des Auf- und Abstiegs, die im Handballsport nicht immer einfach zu beantworten ist. Oftmals müssen Vereine in unteren Klassen darauf warten, bis auch der Spielbetrieb in den höheren Klassen beendet ist. Erst dann kann sich das Puzzle zusammenfügen. Dies alles kann sich bis in den Juni hinziehen. Für den Bezirk Gießen ist insbesondere interessant, welche Vereine aus der Landesliga herunterkommen. Aus heimischer Sicht von Bedeutung: Schafft die TG Friedberg den Klassenerhalt? Bei drei Absteigern steht die TG aktuell über dem Strich, es könnte aber auch ein Verein mehr runter müssen.

Landesliga Frauen: Der TSV Griedel (31:7 Punkte) steht auf dem zweiten Tabellenplatz. Möglich sind für den TSV noch der Direktaufstieg (1. Oberursel 32:6) oder die Ränge drei und vier, denn Kleenheim II (31:7) und Lumdatal (30:8) lauern. Oberursel ist das einzige Team, das in kein direktes Duell unter diesen Teams muss; Gettenau hat noch eins, am 26. April gegen Lumdatal. Als einer von drei Absteigern steht der TV Gettenau definitiv fest.

Bezirksoberliga Frauen: Die HSG Mörlen (8.) und die HSG K/P/G/Butzbach (9.) den Klassenerhalt sicher. Der WSV Oppershofen (31:7) hat noch theoretische Chancen auf die Meisterschaft. Sicher sind den Schützlingen von David Siegel bereits die Playoff-Spiele der Tabellenzweiten gegen den Vertreter des Bezirks Wiesbaden/Frankfurt. Diese sind für den 23. und 25. Mai terminiert, wobei der Gießener Verein im ersten Spiel Heimrecht genießt. Aktuell wäre die HSG/VfR Eintracht Wiesbaden der Gegner. Oppershofen schielt aber noch auf den Titel. Am 18. April kommt es in Hungen zum Spitzenspiel beim Tabellenführer Hungen/Lich (33:5).

Männer, 3. Liga und Oberliga: In der 3. Liga West geht mit der HSG VfR/Eintracht Wiesbaden ein Verein zurück in die Oberliga Hessen. Das Zünglein an der Waage ist der in der 3. Liga Ost beheimatete TV Groß-Umstadt, der aktuell auf dem ersten offiziellen Nichtabstiegsplatz steht. Welche Faktoren den Abstieg der Odenwälder beeinflussen könnten, sprengt hier den Rahmen. Selbst umfangreiche WZ-Recherchen im Dschungel der Durchführungsbestimmungen sowie Anfragen bei betroffenen Vereinen haben zu keiner nagelfesten Aussage geführt. Möglich erscheint dieses Szenario jedoch allemal.

Bleibt es bei einem Absteiger aus der 3. Liga in die Oberliga Hessen, steht jetzt bereits praktisch fest, dass dort ein Verein (TuS Holzheim oder TV Hüttenberg II) als dritter Absteiger in die Landesliga Mitte geht. Werden in der Oberliga allerdings zwei Vertreter von oben aufgenommen, kämpfen Holzheim, Hüttenberg und Griesheim aus dem Süden um die Abstiegsränge drei und vier neben den (leicht) abgeschlagenen Nord-Vertretern Vellmar und Kassel.

Landesliga Männer: Der TSV Griedel steht als Absteiger fest und kommt in die Bezirksoberliga Gießen. Neben Hochheim/Wicker wird noch ein dritter oder gar vierter Absteiger gesucht. Gefährdet ist die TG Friedberg, derzeit Elfter im 14er-Feld. Ab dem siebten Platz kämpfen noch sechs Vereine um den Klassenerhalt. Nur wenn lediglich eine Mannschaft von oben in die Landesliga kommt, wird der elfte Platz zum Klassenerhalt reichen. Ansonsten trifft es vier Vereine. (Anm. d. Redaktion: Die genaue Situation im Abstiegskampf der Landesliga mit der Analyse der Restprogramme haben wir in unserer Ausgabe vom Ostersamstag beleuchtet).

Bezirksoberliga Männer: Mit dem TSV Södel steht der erste Absteiger fest. Sollte es zu einem weiteren Absteiger kommen, sind bei fünf noch ausstehenden Spielen alle Mannschaften ab Platz sieben noch gefährdet. Die 22 Pluspunkte der HSG Mörlen – somit sieben Zähler Vorsprung auf den Rangvorletzten SG Rechtenbach (15:27) – sollten für den Klassenerhalt reichen. Gefährdet sind drei weitere Wetterauer Vereine – die SU Nieder-Florstadt (7./19:21), der WSV Oppershofen (9./18:24) und die HSG Münzenberg/Gambach (11./17:25). Vollnkirchen, Grünberg/Mücke (beide 18:24) und Dilltal (16:26) sind die weiteren Bewerber. Sollte Friedberg die Klasse halten, bleibt es bei einem Absteiger. Das gleiche gilt auch, wenn die TG absteigt und sich der Tabellenzweite (Langgöns oder Heuchelheim) in den Playoffs durchsetzt.

Bezirksliga A Männer: Hier haben alle drei Wetterauer Vereine – Münzenberg/Gamb. II (7.), Butzbach (8.) und Gettenau (9.) – den Klassenerhalt praktisch sicher.

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