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Wer steigt auf, wer steigt ab?

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Restart in den Kreisligen. Am Wochenende setzen fast alle Amateurteams im Fußballkreis die Runde fort. Bis Ende Mai sind alle Platzierungen in den Ligen ermittelt. Danach geht es für einige Teams noch in die Aufstiegs- oder Relegationsspiele. Die WZ wagt eine Prognose in den Kreisligen.

Kreisoberliga: Der Türkische SV Bad Nauheim und der FC Ober-Rosbach haben je 42 Punkte auf dem Konto, die Kurstädter haben zwei Spiele weniger absolviert. Acht Siege in Folge haben die Mannen von Yilmaz Dural vor Weihnachten eingefahren, sich dazu im Winter noch verstärkt (unter anderem Ivan Pejic und Firat Can). Beienheim (38), Karben (37) und Ober-Wöllstadt (35) liegen in Lauerstellung. In der Breite ist es die stärkste Kreisoberliga seit vielen Jahren. Nieder-Weisels Spielertrainer Sebastian Volp, vor einigen Tagen 30 Jahre alt geworden, sagt: »Ich spiele seit zwölf Jahren fast ausschließlich in der Kreisoberliga. So eine breite Spitze gab es aber noch nie.« Am unteren Tabellenende sind Heilsberg (0) und Rodheim (7) abgeschlagen, davor kämpfen Ockstadt (20), Massenheim (21), Nieder-Florstadt (21) und Groß-Karben (22) wohl um zwei weitere Abstiegsränge und den Relegationsplatz. Bruchenbrücken (26), Nieder-Weisel (26) und Staden (27) sind noch nicht ganz raus. – Prognose: Bad Nauheim wird nicht aufzuhalten sein und in die Gruppenliga marschieren. Ober-Rosbach mit viel Spieler-Erfahrung (Cues, Paetzold, Pioch, Karpuz) und Beienheim mit viel Team-Erfahrung (Gruppenliga vorvergangene Saison, KOL-Titelkampf letzte Saison) sind Top-Kandidaten für Rang zwei.

Der FCO bestreitet vier der ersten fünf Partien ab Sonntag auswärts, ist aber auf fremdem Platz die beste Mannschaft der Liga. Spannung ist in beiden Grenzbereichen (Platz zwei und 14) garantiert, denn im Abstiegskampf sind namhafte Teams vertreten. Der FC Nieder-Florstadt befindet sich im 20. Kreisoberliga-Jahr.

A-Liga: Die SG Dorn-Assenheim/Weckesheim (40) hat sich um acht Punkte abgesetzt. Rockenberg und Kaichen (beide 32/der FCK hat ein Spiel weniger ausgetragen) folgen, Trais (30) und Rendel (29) sind noch nicht geschlagen. Unten geht es in Ilbenstadt (8) primär darum, den Spielbetrieb für die kommende Saison in der B-Liga zu sichern. Karben II (15), Melbach (16), Ostheim (18), Inter Reichelsheim (18), Dortelweil II (19), Schwalheim (21) und Ober-Hörgern (21) ermitteln zwei weitere Absteiger und einen Releganten. – Prognose: Dorn-Assenheim/Weckesheim schafft mit Spielertrainer Marc-Oliver Schütz den Durchmarsch aus der B-Liga in die KOL. Rockenberg mit Trainer Volker Heerdt nimmt den Schwung aus einer starken Futsal-Kreismeisterschaft (Halbfinale) mit und steigt ebenso auf. Kaichen bleibt auf Relegationsrang drei und wehrt die Angriffe aus dem hohen Norden (Trais) sowie dem tiefen Süden (Rendel mit neuem Trainer Alexander Jörg) ab.

Am unteren Ende verlässt die SG Melbach mit Torjäger Lars Kunkel noch den Abstiegsplatz.

B-Liga Nord: Hoch-Weisel (44) und die Spvgg. 08 Bad Nauheim (43) stehen auf dem direkten Aufstiegsplatz bzw. dem Relegationsrang. Beienheim II (38) und der VfR Butzbach (36/bis zu drei Spiele weniger) haben noch Chancen. Schwalheim II (4) und Ockstadt II (6) sind so gut wie abgestiegen. Ein weiterer Absteiger sowie ein Relegant werden noch gesucht. Bruchenbrücken II (19), Wisselsheim (19), Dorn-Assenheim/Weckesheim II (20), Nieder-Weisel II (20) und der SVP Fauerbach (22) stehen unmittelbar am Strich. – Prognose: Hoch-Weisel und Bad Nauheim machen Rang eins und zwei unter sich aus, hier sind zudem die Ansprüche am höchsten. Aber aufgepasst: Der VfR Butzbach drückt mit aller Macht und hat noch nicht aufgegeben. Die ersten drei VfR-Spiele mit Duellen in Beienheim, gegen den Fünften Türk Gücü Friedberg II und in Hoch-Weisel werden entscheidend sein. Der SV Bruchenbrücken II und der SV Nieder-Weisel II werden die Klasse halten – sollte nicht das Verletzungspech in den Kreisoberliga-Teams übermäßig zuschlagen.

B-Liga Süd: Dorheim (17 Spiele, 36 Punkte), Gronau II (19/35), Ober-Wöllstadt II (18/34) und Kloppenheim (17/32) bilden das Führungsquartett. Hieraus werden sich aller Voraussicht nach der Aufsteiger und Relegant rekrutieren. Leidhecken (12) und Groß-Karben II (13) liegen am Tabellenende etwas zurück. Davor ist es sehr eng. Rendel II (18), der SV Rosbach (20/Sebastian Haas hat nach einer privat bedingten Auszeit das Training kürzlich wieder übernommen), Burg-Gräfenrode (20) mit Neu-Coach Frank Ziegler, Rodheim II (20), Assenheim (21) und Kaichen II (22) sind die Kandidaten für einen weiteren Abstiegsplatz und den Relegationsrang. – Prognose: Dorheim will zum Abschied von Spielertrainer Benjamin Bindewald die Meisterschaft holen und verteidigt Rang eins. Bei Gronau II muss man abwarten, wie sich die starke Fluktuation bei der Ersten (neun Zugänge, fünf Abgänge) inklusive Gruppenliga-Abstiegskampf auf den Kader der Zweiten auswirkt. Das Gipfeltreffen am Sonntag ist jedoch abgesagt. Die ersten Mannschaften im Abstiegskampf retten sich.

C-Liga Nord: Hoch-Weisel II (18 Spiele, 44 Punkte) liegt vorne. Butzbach II (16/37), Ober-Hörgern II (17/36), Rockenberg/Oppershofen II (17/36) und Espa (17/34) lauern. Am 13. März empfängt Hoch-Weisel II den Stadtrivalen Butzbach II. – Prognose: Hoch-Weisel II hat erst sieben Heimspiele (sechs Siege, ein Remis) absolviert und macht mit diesem Vorteil den Aufstieg perfekt. Dahinter ist zwischen den vier Teams alles offen.

C-Liga Süd: Nieder-Florstadt II (19 Spiele, 47 Punkte) und Staden II (17/46) belegen die zwei Aufstiegsplätze. Rödgen (18/41) dürfte aktuell in die Relegation. Petterweil II (17/38) ist ärgster Verfolger. – Prognose: Routinier Ali Yüceler (im Schnitt ein Tor pro Einsatz/wird im April 50 Jahre alt) führt den SV Staden II zur Meisterschaft. Nieder-Florstadt II, im Vorjahr ebenso in der stärksten B-Liga-Gruppe knapp am Klassenerhalt gescheitert, holt sich Rang zwei – zumal beide Spiele gegen die Teutonen schon absolviert sind (1:5/2:2). Der TSV Rödgen, die mit Abstand beste erste Mannschaft, schafft über die Relegation als einzige von sechs Ersten den Sprung aus der C-Liga.

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