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Großer Wille: Johanna Bormann (am Ball) zeigt mit der HSG Mörlen gegen die HSG Fernwald eine gute Leistung, lässt die Punkte aber in der Offensive liegen.

Handball

Steigerung ohne Ertrag

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(mna). In der Handball-Bezirksoberliga der Frauen haben fast alle heimischen Vertreter am vergangenen Wochenende einen Sieg bejubeln können. Die HSG K/P/G Butzbach besiegte die HSG Herborn/Seelbach mit 20:19 (9:11). Ebenso knapp ging es bei der HSG Wettertal zu, die bei der HSG Hungen/Lich mit 23:22 (9:12) die Oberhand behielt. Die FSG Gettenau/Florstadt gewann bei TUS Vollnkirchen mit 24:22 (13:10). Einzig die HSG Mörlen unterlag der HSG Fernwald mit 22:25 (10:12).

HSG Mörlen - HSG Fernwald 22:25 (10:12):Das 4:4 in der elften Minute sollte erstmal der letzte Ausgleich der Gastgeberinnen gewesen sein. In der Folge stellte Fernwald auf 4:7 (14.) und Mörlens Trainer Frank Weidenauer reagierte mit einer Auszeit. Diese verfehlte ihre Wirkung aber zunächst, denn Fernwald hatte noch eine Weile weiterhin die Nase vorn (7:9, 20.). In der 22. Minute traf Pauline Bühler aber dann zum 10:10 - dem zweiten und letzten Ausgleich. Zur Pausensirene lag die Heim-HSG wieder mit 10:12 zurück und rannte nach dem Seitenwechsel dem Rückstand vergeblich hinterher. Zwar war Fernwald stets in Reichweite (15:17, 44.), aber zu mehr als dem Anschluss zum 17:18 in der 47. Minute sollte es nicht reichen. Über die Stationen 18:22 (51.) und 21:24 (58.) sicherten sich die Gäste den Sieg. "Unsere Chancen haben wir nicht konsequent genug verwertet. Dennoch war eine deutliche Leistungssteigerung zu erkennen. Die kämpferische Einstellung und die Moral haben gestimmt", bilanzierte Weidenauer.

HSG Mörlen: Hahn, Kieninger; Bormann (2), Bühler (1), Strube, Fritz (1), Schnoor, Schneider (4), Vetter (5), Kloppenburg, Dietz (9/4), Güzelkücük.

HSG Hungen/Lich - HSG Wettertal 22:23 (12:9):Nach ausgeglichenen Anfangsminuten (2:2, 8.) war es das favorisierte Heimteam, dass das Kommando übernahm und sich bis zur 15. Minute auf 8:4 absetzte. Erst als Sophie Kerschner das 7:9 aus Sicht der Gäste erzielte, schien das Team von Holger Weisel in der Partie angekommen zu sein (23.). Bis zur Pause ließ man die Heim-HSG nun nicht mehr davonziehen, sodass beim 12:9 die Seiten getauscht wurden. Nach dem Wiederanpfiff rannte die Weisel-Sieben noch eine Weile dem Rückstand hinterher, doch in der 44. Minute war der Ausgleich geschafft (15:15). Bis zur ersten Führung der Gäste dauerte es jedoch noch, denn erst zehn Minuten vor Schluss traf Charlotte Brückel zum 19:18. In einer turbulenten und spannenden Schlussphase behielten die Wettertalerinnen trotz Unterzahl einen kühlen Kopf und sicherten sich am Ende den vierten Sieg in Folge. "Dieses Spiel haben wir aufgrund einer deutlich besseren Abwehrleistung in der zweiten Hälfte gewonnen. Zudem hat unser Torhütergespann vier der sieben Strafwürfe vereiteln können", bilanzierte Weisel.

HSG Wettertal: Haub, Marsteller; Weil (3), Brückel (3), Müll (1), Rettig (1), Kielich (1), E. Kerschner (5), Wolfner (3), Wolf (1), Reif (1), S. Kerschner (4/2).

TuS Vollnkirchen - FSG Gettenau/Florstadt 22:24 (10:13):Die FSG erwischte einen guten Start und lag nach knapp vier Minuten bereits mit 3:0 in Führung. Selbst als nach der 5:1-Führung der FSG die Gastgeber die erste Auszeit nahmen, änderte sich nichts an den Kräfteverhältnissen. In der zwölften Minute lagen die Gäste noch immer recht deutlich in Führung (7:2, Borst), ehe sich der TuS langsam bis zum 6:8 (12.) heranarbeitete. Die Mannschaft von Trainer Marco Boller zog die Zügel aber wieder an und war kurze Zeit später wieder enteilt (11:7, 23.). Beim Stand von 13:10 für die FSG wurden die Seiten getauscht. Die FSG hielt eine ganze Weile diesen Vorsprung (18:15,43.), ehe eine unnötig spannende Schlussphase bevorstand. Innerhalb von fünf Minuten verspielte Gettenau/Florstadt den Vorsprung, beim 19:19 (48.) war die Partie wieder offen. Doch die FSG ließ das Spiel nicht kippen. In einer torarmen Schlussphase erhöhte die Heim-Sieben wieder auf 22:20 (53.) und brachte diesen Vorsprung über die Zeit. "Wir konnten uns auf unsere stabile Abwehr und unsere gute Torfrau Maire Brockhoven verlassen. Unser Vorsprung hätte allerdings noch deutlicher ausfallen müssen. Durch unnötige Zeitstrafen kam Vollnkirchen zurück ins Spiel. Aber wir haben super gekämpft", sagte Boller.

FSG Gettenau/Florstadt: Kappes, Brockhoven; Bienek, Doll, Schmeißer (1), La. Müller (5/5), Le. Müller (1), Utzig, Glaub, Bölke (4), Schmidt (1/1), Stiefel (3), Borst (7), Ende (2).

HSG K/P/G Butzbach - HSG Herborn/Seelbach 20:19 (9:11):Die Gastgeberinnen lagen nach nicht mal einer Minute mit 2:0 in Führung und konnten diesen Vorsprung auch einige Zeit verteidigen, ehe die Gäste in der neunten Minute den Ausgleichstreffer zum 4:4 erzielten. Kurze Zeit später hatte sich Herborn/Seelbach sogar ein kleines Polster erspielt (4:7, 16.) und die Heim-HSG schaffte es bis zum Halbzeitpfiff nicht, die Führung zurückzuerobern (9:11). Nach dem Seitenwechsel gelang jedoch der Ausgleich (11:11, 34.), aber zur Führung sollte es zunächst nicht reichen. Bis zur 46. Minute (16:17) legten die Gäste vor und die Mannschaft von Trainer Rainer Pfaff glich aus. Allen voran Nina Luh brachte die Abwehr der Gäste zum verzweifeln. In der 49. Minute trafen die Gäste zum 16:18 und Pfaff reagierte mit einer Auszeit. Nur zwei Minuten später hatte seine Mannschaft das 18:18 erzielt. In der 53. Minute erzielte Luh die erste Führung seit der 9. Minute, doch Herborn schaffte nach fünf torlosen Minuten den Ausgleich (58.). Alles sah nach einer Punkteteilung aus, ehe Luh Sekunden vor dem Ende einen Strafwurf nervenstark verwandelte. "Es war ein glücklicher Sieg in einem zerfahrenen Spiel. Unsere schwache Angriffsleistung wurde heute nicht bestraft", sagte Pfaff erleichtert.

HSG K/P/G Butzbach: Blum, Kammel; Jürgens (2), Schepp, Spata, Ketter (2), Althaus, Ivenz, L. Geretschläger, Weiskopf (2), Luh (14/6), C. Geretschläger.

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