Statistik spricht eine klare Sprache

  • vonRedaktion
    schließen

(ra). Wenn es eine Mannschaft in der Handball-Bundesliga gibt, gegen die die Bilanz der HSG Wetzlar noch negativer ausfällt als die gegen den TBV Lemgo Lippe, dann ist es die gegen die SG Flensburg/Handewitt.

Gegen den seit 50 Spielen in eigener Halle unbesiegten Titelanwärter und Champions League-Viertelfinalisten haben die Grün-Weißen seit ihrem Erstliga-Aufstieg 1998 bei 38 Niederlagen und fünf Unentschieden erst zweimal überhaupt gewinnen können. Am Samstag (20.30 Uhr/live auf Sky) erscheint es in Anbetracht der Wetzlarer Personalsituation vermessen, an eine Besserung dieser Statistik auch nur einen Gedanken zu verschwenden.

Denn bereits am Mittwoch beim Heim-21:27 gegen den TBV Lemgo Lippe bekam das Team von Trainer Kai Wandschneider den Verlust an Wurf- und Durchschlagskraft zu spüren. 20 Minuten lang hatte man die mit voller Kapelle angetretenen Lipperländer noch in Schach halten können, dann wurde »zu früh und zu schlecht auf das Tor geworfen«, wie Wandschneider befand. Aber ohne Vorwurf an seine »tolle Mannschaft«, für die er gerne »den Ermutigungsbeauftragten« für den Rest der Saison spielt. Aber eben mit der Erkenntnis, dass die personelle Dezimierung und die Erschöpfung der Nationalspieler letztlich auch zu einer mentalen Schwächung führen.

Kampf um den Meistertitel

In jedem Falle müssen Leistungsträger wie Torhüter Till Klimpke, Spielmacher Magnus Fredriksen, Lenny Rubin auf der Königsposition sowie Anton Lindskog beim Vorspielen bei seinem kommenden Arbeitgeber am Kreis ihre Qualität abrufen, um es in der Flens-Arena ergebnismäßig nicht aus dem Ruder laufen zu lassen. Denn: Die SG Flensburg/Handewitt ist seit 22 Spielen in Folge in der Handball-Bundesliga ungeschlagen.

Das 28:28 bei Frisch Auf Göppingen am Mittwochabend kostete zwar die Tabellenspitze, war aber erstens nach einem 18:23-Rückstand nach 45 Minuten vom Spielverlauf her eher ein Punktgewinn und zweitens bei einem der Top-Teams der Rückrunde ohnehin kein schlechter Spielausgang. Im Titel-Zweikampf mit dem Nordrivalen THW Kiel (beide 47:5 Punkte) wird sich das Team von Trainer Maik Machulla im Samstag-Heimspiel keine Blöße geben wollen. Ganz sicher.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare