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Starkes Teilnehmerfeld beim Silvesterturnier

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(hep) Zurück am angestammten Termin unmittelbar nach Silvester, gibt die TG Friedberg für alle Handballfreunde der Umgebung mit ihrem Turnier um den von der Fahrschule Kipp gestifteten Pokal den Startschuss ins neue Jahr. Das Turnier wird am morgigen Freitag und am Samstag (8./9. Januar) in der Halle am Seebach ausgetragen. Wir stellen die acht Turnierteilnehmer vor.

Anpfiff des ersten Spiels ist am Freitag um 17.30 Uhr, am Samstag geht es um 14.15 Uhr los. Der Handball-Abteilungsleiter der TG, Peter Schubert, blickt mit Stolz auf die Tatsache, dass das Silvesterturnier bereits seine 47. Auflage erfährt. Ulrich Kaffenberger, Klaus Heuser, Peter Spörl, Christian Kammel, Steffen Rosenschon und Claus Peter Reinhard bilden gemeinsam mit Schubert den Kern des Organisationsteams. Gespielt wird zunächst in zwei Vierergruppen, danach geht’s in die Halbfinals. Die Spielzeit beträgt bei allen Spielen zweimal 15 Minuten. Nach der Siegerehrung steht die beliebte Players Night auf dem Programm.

In der Vergangenheit bot das Turnier den Friedberger Handballern, die auf Bezirksebene am Start waren, eine willkommene Gelegenheit, höherklassige Mannschaften als Gäste zu begrüßen. Dies hat sich geändert. Die TG zählt mittlerweile auch zu den ersten Adressen der Region und stellt jetzt selbst eine der sportlichen Attraktionen der Veranstaltung dar. Schaut man sich das zusammengestellte Teilnehmerfeld an, kann man nur den Hut ziehen. Das bunt gemischte Feld serviert den Zuschauern einen Querschnitt der hessischen Handballszene.

Zwei Oberligisten aus der ersten Tabellenhälfte, vier Teilnehmer aus allen drei hessischen Landesligen mit den heimischen Aushängeschildern TG Friedberg und TV Petterweil sowie zwei Bezirksoberliga-Teams aus der Wetterau sorgen für ein reizvolles Silvesterturnier.

Gruppeneinteilung und Zeitplan

Gruppe A: HSG VfR/Eintracht Wiesbaden (6. Oberliga), TV Alsfeld (12. Landesliga Nord), TG Friedberg (5. Landesliga Mitte), MSG Florstadt/Gettenau (5. Bezirksoberliga Gießen). – Gruppe B: HSG Kleenheim (5. Oberliga), TSG Offenbach-Bürgel (1. Landesliga Süd), TV Petterweil (9. Landesliga Mitte), HSG Münzenberg/Gambach (8. Bezirksoberliga Gießen).

Zeitplan – Freitag: Friedberg – Florstadt/Gettenau (17.30 Uhr), Petterweil – Münzenberg/Gambach (18.15), Alsfeld – Florstadt/Gettenau (19.00), Münzenberg/Gambach – Kleenheim (19.45), Friedberg – Alsfeld (20.30), Kleenheim – Petterweil (21.15). – Samstag: Florstadt/Gettenau – Wiesbaden (14.15), Offenbach-Bürgel – Münzenberg/Gambach (15.00), Alsfeld – Wiesbaden (15.45), Petterweil – Offenbach-Bürgel (16.30), Friedberg – Wiesbaden (17.15), Offenbach-Bürgel – Kleenheim (18.00), Halbfinals (18.45/19.30), Siebenmeterwerfen um Platz drei (20.15), Finale (20.30).

Gruppe A wird angeführt vom Oberligist HSG VfR/Eintracht Wiesbaden. Der Drittliga-Absteiger zählte vor Beginn der Runde zum Kreis der Meisterschaftsfavoriten, zumal mit Axel Spandau ein renommierter A-Schein-Inhaber verpflichtet wurde. Der in Wetzlar geborene Spandau war bis Anfang des Jahres beim TV Hüttenberg Trainer der Zweitligamannschaft. Beim THV arbeitete er lange Jahre als Spieler, Trainer und Leiter der Nachwuchsabteilung. Bundesligaluft schnupperte er als Co-Trainer bei der HSG Wetzlar. Aktuell stehen die Handballer aus der Landeshauptstadt mit 15:11 Punkten auf dem sechsten Tabellenplatz. Große Personalsorgen mit verletzungsbedingten Ausfällen zahlreicher Leistungsträger ziehen sich wie ein roter Faden durch die Saison. Ein Wiederaufstieg ist kaum mehr zu realisieren, umso mehr, als der HSG am Ende der Runde noch vier Punkte wegen Nichterfüllung des Schiedsrichtersolls abgezogen werden. Wiesbaden ist bekannt für eine herausragende Jugendarbeit. In der laufenden Runde spielt die A-Jugend bereits zum dritten Mal in Folge in der Bundesliga. Mit dem TV Alsfeld stellt sich ein Vertreter der Landesliga Nord vor.

Nachdem Alsfeld in den zurückliegenden Spielzeiten jeweils im Spitzenfeld der Liga zu finden war, steht die Mannschaft von Spielertrainer Michael Storck aktuell mit 5:19 Punkten auf dem zwölften Tabellenplatz und befindet sich damit in Abstiegsgefahr. Verantwortlich dafür ist der Abgang etlicher Leistungsträger vor Beginn der Runde. Erschwerend kommt hinzu, dass die Heimhalle in Alsfeld mittlerweile Flüchtlinge beherbergt. Die Heimspiele werden im 20 Kilometer entfernten Treysa ausgetragen. Herausragende Spieler der Mannschaft sind neben Storck, noch Daniel Czaja und der reaktivierte Jochen Stradal, der seit seinem Comeback nicht nur im Angriff glänzt, sondern auch der Abwehr wieder mehr Stabilität verleiht. Gastgeber TG Friedberg ist die dritte Mannschaft der Gruppe. In der Landesliga Mitte spielt die Mannschaft von Trainer Gert Eiffert bisher eine herausragende Runde und belegt mit 16:10 Punkten den fünften Platz. Dies ist umso beachtenswerter, wenn man weiß, dass die Vorbereitung auf die Runde aufgrund großer Personalprobleme durch Improvisationen geprägt war. Großen Anteil am Erfolg hat der Last-Minute-Zugang Elvin Petrosanec, der sich schnell integriert hat und neben Avemann, Balazs und Zinnel einer der Leistungsträger ist.

Dass sich die TG aber auch auf die hervorragende Jugendarbeit stützt, zeigen die Leistungen von Benedikt Ploner, der den Genannten um nichts nachsteht und trotz seiner Jugend bärenstarke Auftritte zeigt. Vervollständigt wird die Gruppe durch die neue gegründete MSG Florstadt/Gettenau. Den Wechsel auf der Trainerbank von Sven Tauber zu Zoran Miljkovic hat die Mannschaft gut verkraftet, ebenso wie die Integration der Gettenauer Spieler in das Florstädter Gefüge. Mit 14:10 Punkten befindet sich die MSG auf dem fünften Tabellenplatz. Ein guter Rundenauftakt zeigt sich dafür verantwortlich. Obwohl es in der letzten Spielen nicht mehr ganz so rund lief, darf man in Florstadt mit dem Erreichten zufrieden sein. Die MSG befindet sich in Regionen, die der Mannschaft so eigentlich nicht zugetraut waren. Hervorstechend ist eine sehr gute Abwehr, die von Trainer Miljkovic variabel eingestellt wird. Daneben besitzt man mit Kim Lehr einen Spielmacher der gehobenen Klasse.

Auch in Gruppe B führt ein Oberligist das Teilnehmerfeld an. Die HSG Kleenheim ist sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern eines der Aushängeschilder des Bezirks. Mit 16:10 Punkten belegt man aktuell den fünften Platz. Der familiäre Verein aus dem Kleebachtal hat in der Vergangenheit für beachtenswerte Erfolge gesorgt. So spielte man in der Saison 2011/2012 in der 3. Liga. Herausragend war in der letzten Spielzeit die Teilnahme am Endspiel um den deutschen Amateur Pokal. Im Vorspiel zum Final-Four der Profis unterlag man vor 4000 Zuschauern in der O2-World in Hamburg der DHK Flensborg mit 29:33. In der laufendenden Spielzeit schied man in der ersten Runde des DHB-Pokals gegen den Bundesligisten HSG Wetzlar aus. Die Kleenheimer Spieler haben also schon allerhand erlebt. Die Mannschaft von Trainer Johannes Wohlrab besticht durch mannschaftliche Geschlossenheit. Mit der TSG Offenbach-Bürgel aus der Landesliga Süd stellt sich der letztjährige Finalteilnehmer vor. Schon im Vorjahr wusste die Mannschaft von Trainer Tom Grunwald mit tollem Handball zu gefallen. In der laufenden Runde liefert sich die TSG mit Babenhausen ein Kopf-an-Kopf-Rennen um die Meisterschaft. Beide liegen mit nur zwei Verlustpunkten weit vor der Konkurrenz.

Mit jetzt 469 Toren besitzt man die torgefährlichste Angriffsreihe der Liga. Herausragende Spieler sind Nils Lenort, Lukas Kaiser und Chris Hofmann. Immer wieder gerne gesehen und praktisch eine Art Stammgast ist der TV Petterweil. Die Mannschaft von Trainer Heiko Trinczek befindet sich in einer Umbruchphase. Bereits zum Ende der letzten Spielzeit wurde damit begonnen, jungen Talenten aus dem eigenen Nachwuchs eine Chance zu geben. Dieser Weg wird bei den Schwarz-Gelben konsequent weiter verfolgt. Mit großem Teamgeist und familiärem Umfeld sollen die Abstiegsplätze auf Distanz gehalten werden. Bisher gelingt dies recht gut. Mit 11:15 Punkten belegt man den neunten Tabellenplatz und hat derzeit ein Polster von vier Punkten auf den ersten Abstiegsrang. Leitwolf der jungen Truppe ist Martin Peschke, der auch das Amt des Co-Trainers innehat. Von den jungen Spielern wusste bisher Jonas Koffler am nachhaltigsten auf sich aufmerksam zu machen. Das Teilnehmerfeld vervollständigt die HSG Münzenberg/Gambach. Die Mannschaft des sympathischen Trainers Claus Well belegt in der Bezirksoberliga derzeit den achten Platz und verfügt über 13:11 Punkte. Die HSG macht es gerne spannend.

Nicht weniger als sieben Spiele gingen mit zwei oder weniger Toren Unterschied über die Bühne. Das Problem ist die mangelnde Konstanz. Guten Spielen folgten oft weniger gute. Bisher gelang es nicht, zwei Mal in Serie zu gewinnen. Die Mannschaft ist in der Breite gut aufgestellt und besitzt eine gute Mischung aus Jung und Alt. Nach wie vor ist Spielmacher Florian Großmann der Dreh- und Angelpunkt des HSG-Spiels.

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