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Matthias Ott feiert mit seiner zukünftigen Frau Rebekka Schuldes das Finish bei der Challenge Roth.

Starke Premierenzeit

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(web). 9:44:02 Stunden zeigte die Uhr im Ziel bei der Challenge Roth für Matthias Ott vom Team Triathlon Wetterau. Damit blieb der Münzenberger auf seiner ersten Triathlon-Langdistanz auf Anhieb deutlich unter der Zehn-Stunden-Marke.

Der Wecker klingelte für den ehemaligen Fitness-Couch des EC Bad Nauheim am Sonntagmorgen bereits um 4 Uhr. Nach dem letzten Check des Rades in der Wechselzone I an der Lände Roth startete Ott um 7 Uhr über 3,8 Kilometer Schwimmen im Main-Donau-Kanal. Bis zum Vortag hatten die Athleten gebangt: Ist der Neoprenanzug erlaubt oder nicht? Denn eine Schleuse war kaputt, sodass der Kanal deutlich wärmer als üblich war. Am Samstag gab es dann Entwarnung, die Wassertemperatur lag unter 25 Grad, der Neoprenanzug war erlaubt.

Nach 500 Metern im Wasser setzte sich Ott im vorderen Teil der 200-köpfigen Gruppe fest. Nach schnellen 1:01 Stunden lief er zu seinem Zeitfahrrad. Konstant nach geplanten Wattwerten trat er über die 180 welligen Kilometer in die Pedale. Den Berg nach Greding ging es hinauf, später genoss Ott die Stimmung am Solarer Berg bei Hilpoltstein. "Ein Berg, Menschen in Fünferreihen, eine Gasse so breit, dass gerade noch ein Rad durchpasst", erzählt Ott hinterher. "Die Zuschauer peitschen dich den Berg hoch, ich hatte Gänsehaut." 5:12 Stunden benötigte der 37-Jährige für die profilierte Strecke.

Beim abschließenden Marathon wurde Ott durch seine zukünftige Frau Rebekka Schuldes und die mitgereisten Freunde vorwärtsgetrieben. "Ab Kilometer 30 wurde es hart, meine Beine taten weh", sagt Ott. "Ich habe dennoch meinen Rhythmus gehalten und nach soliden 3:25 Stunden im Stadion gefinisht. Es war einfach unbeschreiblich und sicher nicht meine letzte Langdistanz."

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