Stanley-Gala beim Pflichtsieg

(mn) Chris-Stanley-Gala im Colonel-Knight-Stadion: Der Kapitän der Roten Teufel führte seine Mannschaft am Sonntagabend mit vier Treffern zum 9:1 (4:0, 3:1, 2:0)-Erfolg gegen die Rostock Piranhas.

Mit der maximalen Ausbeute von sechs Zählern aus dem ersten Endrunden-Wochenende der Eishockey-Oberliga stapfen die Wetterauer zielstrebig in Richtung Playoff-Viertelfinale.

"Wir sollen öfter gegen solche Mannschaften spielen. Dann sehen wir auch, was Eishockey ist", sagte Piranhas-Trainer Wolfgang Wünsche, der bereits nach fünf Minuten das taktische Mittel einer Auszeit bemühte und nur weitere fünf Minuten später die Zeit für einen Torwartwechsel gekommen sah. Wie schon am Freitag in Halle hatten die Roten Teufel frühzeitig die Weichen gestellt. Bad Nauheim führte bereits mit 4:0, ehe Torwart Thomas Ower zum ersten Eingreifen gezwungen wurde (12.). Die Gastgeber gewannen durchweg die wenigen Zweikämpfe, die ihnen von den Ostseestädter aufgedrängt wurden und nutzten vor allem in der Anfangsphase konsequent die großen Lücken und Nachschusschancen, die ihnen gewährt worden waren. Das Schussverhältnis des Auftaktdrittels: 29:2. Einzig im zweiten Abschnitt ließen die Roten Teufel die Piranhas ein wenig Durchatmen, ehe die grau-rot gekleideten Gästespieler im Schlussdrittel nicht über den Status von Trainingsdummys hinauskamen.

"Das Schaulaufen ist vorbei. Ich hoffe, dass die Zuschauer jetzt auf unseren Zug aufspringen", sagte RT-Trainer Frank Carnevale, stellte das Comeback von Eddy Rinke und Daniel Huhn für die kommende Woche in Aussicht. Janne Kujala werde sicherlich noch zehn Tage pausieren müssen, meinte der Coach.

Gleichermaßen im Fokus stand unter den 1213 Zuschauern die Diskussion um Zukunft der Spielbetriebs GmbH von Wolfgang Kurz. Das Gerücht, der Nachwuchsverein habe dem Alleingesellschafter in der vergangenen Woche während eines Treffens deutlich gemacht, die Kooperation für die kommende Spielzeit nicht erneuern zu wollen (bereits im November war der Vertrag vorsorglich gekündigt worden), machte die Runde. Eine "neue" GmbH, die die Lizenz der Nachwuchsabteilung übernehmen wolle, habe sich bereits formiert. "Es gibt nichts für die Öffentlichkeit Berichtenswertes", versuchte Uwe Gericke als Vorsitzender des Nachwuchs auf WZ-Nachfrage glaubhaft zu machen. Kurz selbst kündigte an, in den kommenden Tagen Stellung zu beziehen.

EC Bad Nauheim : Ower - Baum, Ketter, Schreiber, Miller, Pöpel, Pietsch, Reckers - Oppolzer, Stanley, Schlicht, Maaßen, Lange, Strauch, Baldys, May, Anderson, Wex.

Rostock Piranhas : Fücker (ab 10. John) - Frank, Blank, Wegner, Niedermeyer, Gall, Kohlstrunk - Bartanus, Labuhn, Stratmann, Sulcik, Stramkowski, Marsall, Schmidt, Haiduk, Kablau.

Tore : 1:0 (3.) Lange (Strauch), 2:0 (5.) Stanley (Oppolzer, Schreiber), 3:0 (9.) Oppolzer (Schlicht), 4:0 (10.) Miller (Strauch, Stanley - 5-4), 5:0 (25.) Stanley (Oppolzer, Ketter), 6:0 (30.) Maaßen (Strauch, Lange), 6:1 (30.) Stratmann (Gall), 7:1 (38.) Stanley (Strauch, Miller - 5-4), 8:1 (45.) Oppolzer (Schreiber, Lange), 9:1 (57.) Stanley (Lange, Baum - 5-4). - Strafminuten: Bad Nauheim 6, Rostock 12. - Zuschauer. : 1213.

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