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Der Türkische SV Bad Nauheim (unten Kapitän Firat Can mit der Trophäe) hat als Gastgeber das Finale um den Stadtpokal gewonnen.

Stadtpokal Bad Nauheim

Stadtpokal Bad Nauheim: Murat Pekin Doppeltorschütze beim Finalsieg des Türkischen SV Bad Nauheim

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Der Türkische SV Bad Nauheim ist Stadtpokal-Sieger. Getrübt wird der Finaltag auf dem Rödgener Kunstrasenplatz durch die schwere Verletzung eines Torwarts.

Das Finale 2017 war nach einer Rudelbildung abgebrochen worden. Das Turnier 2018 hatte aufgrund eines Verstoßes gegen die Durchführungsbestimmungen einen Beigeschmack. Jetzt, im Juli 2019, konnte beim vorsaisonalen Wettstreit um den Pokal der Stadt Bad Nauheim endlich wieder auf sportlichem Weg ein Sieger ermittelt werden: Der Türkische SV Bad Nauheim wurde als klassenhöchster der sechs Teilnehmer seiner Favoritenrolle gerecht. In der x-ten Final-Auflage mit dem Dauerrivalen SV Steinfurth konnte sich der Gruppenligist mit 2:0 durchsetzen. 250 Zuschauer kamen am Samstag zu den Platzierungsspielen nach Rödgen, wo sich der Stadtpokal-Gewinner als Ausrichter mit einem kleinen Rahmenprogramm alle Mühe gegeben hatte, die Attraktivität zu erhöhen. Die drei Spiele selbst konnten fußballerisch weniger überzeugen; immerhin gab’s im kleinen Finale aber ein Elfmeterschießen zu sehen. Armin Kreuter, der im Namen der Stadt Bad Nauheim die Siegerehrung vornahm, dankte den Türken für die Ausrichtung, sprach von "schönen Turniertagen" und überreichte neben Pokal auch Geldpreise an die besten Mannschaften.

Spiel um Platz fünf / TSV Rödgen - FSG Wisselsheim 1:5:Stefan Hiecke, der Trainer des TSV Rödgen, hatte seine zweite Garnitur ins Spiel geschickt; und diese war dem deutlich beweglicheren, engagierten Nachbarn aus Wisselsheim am Ende klar unterlegen. Patryk Reslinski (20./55.), Dennis Gorlik (49./57.) und Max Stark (9.) trafen für die FSG. Für den TSV hatte Manuel Simon den zwischenzeitlichen 1:2-Anschlusstreffer erzielt (25.).

Spiel um Platz drei / Spvgg. 08 Bad Nauheim - SV Germania Schwalheim 6:5 (2:2) nach Elfmeterschießen:Die Partie litt unter dem Eindruck der schweren Knöchelverletzung von Germanen-Keeper Florian Winkler, der Mitte der zweiten Hälfte ausgetauscht werden musste. An seiner Stelle rückte Feldspieler Erik Kuhn zwischen die Pfosten. Die "Nullachter" hatten mehr vom Spiel und führten durch Treffer von Ember Hausner (21./Strafstoß nach Foul an Asmir Emrovic) und Haris Hodovic (22.) mit 2:0. Im zweiten Abschnitt konnte die Kernstädter den Faden aus der ersten Hälfte nicht aufnehmen. Marcel Lechner (46./16-Meter-Schuss) sowie Artur Lieder (60./im Nachschuss) trafen zum Ausgleich. Unmittelbar vor dem Schlusspfiff traf Tom Hachenberger - alleine vor dem Tor der Spvgg. - nur den Pfosten. Im Elfmeterschießen verwandelten die "Nullachter" viermal sicher, während George Meynioglu zwei Strafstöße parierte.

Finale / Türkischer SV Bad Nauheim - SV Steinfurth 2:0:"Jetzt ist der Pokal wieder dort, wo er hingehört", sagt Co-Trainer Sinan Can augenzwinkernd, nachdem sich sein Klub in den vergangenen beiden Jahren gleich zweimal um den möglichen Erfolg betrogen gefühlt hatte. Der Gruppenligist, der sein Sturmduo Salih Yasaroglu/Noah Pölitz zu ersetzen hatte, bestimmte das letztlich recht zähe Finalspiel gegen den Kreisoberligisten und ging verdientermaßen als Sieger vom Feld. "Steinfurth hat das richtig gut gemacht. Wir haben aber keine echte Torchance zugelassen, und letztlich hat sich die individuelle Klasse durchgesetzt", meint Tufan Tosunoglu, der Spielertrainer des Türkischen SV. Matchwinner auf dem Kunstrasenplatz war Murat Pekin als Doppeltorschütze. Gleich nach zwei Minuten traf er zur Führung, nachdem sich Ex-Profi Ugur Albayrak auf der linken Seite im Zweikampf energisch durchgesetzt und den Ball in den Strafraum gebracht hatte. Kurz vor der Pause erhöhte Pekin nach einer Tosunoglu-Ecke auf 2:0. Die größte Chance, das Resultat zu erhöhen, vergab Albayrak, dessen Ball Lennart Kopf im Tor der Rosendörfler stark parierte. Auf der anderen Seite war Tom Elliot Hebbering frei vor Yüksel Deliktas aufgetaucht, konnte den Ball aber nicht im Tor unterbringen.

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