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Stab-Artisten und ein deutscher Rekord

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500 Athleten, fast durchgehend gutes Wetter: Die Leichtathleten haben in Bad Nauheim auf der frisch gereinigten Bahn zumeist beste Bedingungen.	(Fotos auf dieser Seite: Chuc)
500 Athleten, fast durchgehend gutes Wetter: Die Leichtathleten haben in Bad Nauheim auf der frisch gereinigten Bahn zumeist beste Bedingungen. (Fotos auf dieser Seite: Chuc) © Andreas Chuc

(mw) Bei den Regionalmeisterschaften der Leichtathleten hatten die Wetterauer in diesem Jahr Heimspiel, denn Austragungsort war das Waldstadion Bad Nauheim.

Unter der Regie des LSC Bad Nauheim mit dem Kampfgericht Espen und Torben Wick sowie Julius Faust (alle Rendel) gingen 14 Stunden Leichtathletik reibungslos über die Bühne; der LSC erhielt später viel Lob für die liebevolle und zeitplangetreue Ausrichtung. Höhepunkte gab es dabei jede Menge, wobei aus heimischer Sicht die LG/TSV Ovag Friedberg-Fauerbach mit 18 Titeln der erfolgreichste Verein war und auch für die hochwertigsten Leistungen verantwortlich zeigte. Der TV Rendel holte vier Titel, es folgten in der Wetterauer Rangliste der TV Assenheim, die TG Groß-Karben, der LSC Bad Nauheim (je 2), Fun-Ball Dortelweil, die LG Altenstadt und der TV Bad Vilbel (je 1).

Auf der Bahn war insbesondere Double-Sieger Steven Müller (Friedberg-Fauerbach) flott unterwegs, aber auch Vereinskollege Lars Hieronymi zeigte mit 10,75 und 21,75 Sekunden seine starke Form. »Es läuft im Moment richtig rund«, sagt Hieronymi, der die Einzel-Normen über diese Distanzen für die Deutschen Meisterschaften der U23 bereits erfüllt hat. In sehr guter Verfassung zeigten sich auch weitere Kreisstädter.

Gesa Kratzsch siegte im Weitsprung und über die Hürden, Abike Tabel war über 400 Meter in der U20 nicht zu schlagen und führte die Staffel zum Sieg, Robin Flach verpasste in der U20 nur knapp die 60-Sekunden-Marke über 400 Meter Hürden, Manuel Christof steigerte sich in der U18 über 400 Meter auf 50,66 Sekunden und fährt damit wieder zu den »Deutschen«. Schnell waren auch zwei Assenheimer, Tobias Trupp und Michelle Macker (siehe Interview unten).

Auf der Stabhochsprunganlage duellierten sich mal wieder Vater und Sohn Thomas aus Friedberg. Andreas Diegel-Thomas (3,60 m) musste dabei seinem Sohn Teetje Thomas (3,80 m/U18) den Vortritt lassen, beide waren jedoch von der Konkurrenz nicht zu schlagen – ebenso wie Karolin Leiacker in der W15 mit guten 3,20 Meter.

Rendels Espen Wick nahm sich eine kurze Auszeit vom Wettkampf-Büro und startete über 110 Meter Hürden, hier siegte er unangefochten in 15,48 Sekunden. Das Ticket für die DM der U23 in Wattenscheid ist ihm bereits sicher. Vereinskollege Florian Jadatz stieg beim Hochsprung erst ein, als die Konkurrenz schon ausgeschieden war. 1,90 Meter waren in Ordnung, seine Bestleistung liegt bei 1,97 Meter. Tim Berberich erzielte einen Hausrekord im Hürdenlauf der U18 mit 15,58 Sekunden und wurde ebenso Zweiter im Speerwurf. Hier ärgerten ihn die nur 32 Zentimeter Rückstand auf den Regionalmeister bei erzielten 45,85 Meter, seine Bestleistung ist fünf Meter weiter.

Zwei hochwertige Leistungen des Tages gingen auf das Konto von Antonia Dellert und Klemens Grießmer. Die W14-Sprinterin aus Seligenstadt erzielte über 100 Meter starke 12,21 Sekunden, während der M65-Dreispringer von der TSG Oberursel einen deutschen Rekord in seiner Altersklasse aufstellte. 12,03 Meter waren der Höhepunkt einer starken Serie des 65-Jährigen.

Die Meisterschaften der Hammerwerfer waren aus Platzgründen nach Gelnhausen ausgelagert worden. In der U18 war Timo Langstrof vom LSC Bad Nauheim der einzige Athlet. Mit 32,66 Meter erzielte er eine Bestleistung und steigerte den Kreisrekord.

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