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Kristin Amos, hier in einem Spiel im Jahr 2019, wird der HSG Gedern/Nidda erhalten bleiben.

»Spüre viel Vertrauen«

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(tj). Kristin Amos wird auch in der kommenden Saison für die Drittliga-Handballerinnen der HSG Gedern/Nidda spielen. Die 22-Jährige verlängerte ihren Vertrag bei den Wetterauern.

»Das fiel mir sehr leicht, da ich mich einfach pudelwohl fühle«, sagte Amos im Gespräch mit dieser Zeitung. »Wir haben ein sehr familiäres Verhältnis im ganzen Verein. Die Corona-Pandemie hat uns in der Mannschaft noch näher zusammengebracht.« Als Drittligist durfte die HSG in den vergangenen Monaten trainieren, viermal die Woche kam die Mannschaft zum Üben zusammen.

Voller Rückhalt

»In der Corona-Pandemie hat man ja niemand anderen als Familie, Partner und Mannschaft gesehen, da wächst man als Team noch mal enger zusammen«, so die frühere Spielerin der SG Bruchköbel und des TSV Klein-Auheim.

Bei der HSG Gedern/Nidda verspüre sie enorm viel Vertrauen. Nach einem komplizierten Kahnbeinbruch an der rechten Wurfhand musste sie fast ein Jahr pausieren.

»Ich habe im Oktober gleich viele Spielanteile bekommen. Das in mich gesetzte Vertrauen möchte ich dem Verein zurückgeben.« Ihre beiden im Herbst ausgetragenen Saisonspiele hatten die Wetterauerinnen gewonnen.

Am 10. April sollen nun wieder Spiele stattfinden. Gedern/Nidda hat nicht für die Aufstiegsrunde gemeldet, nimmt stattdessen an einem Liga-Cup teil. »Das sind professionelle Freundschaftsspiele gegen andere Drittligisten. Da habe ich mega Bock drauf.« Doch schon am Freitagabend wurde aus Vorfreude und Lust auf das Handballspielen großer Frust. »Das Spielen ist für mich in weite Ferne gerückt. Ich habe mich im Training verletzt.« Im vollen Lauf knickte sie um. »Es hat geknackt«, sagt sie. Nach weiteren Untersuchungen soll eine Diagnose feststehen.

Die Demut ihrem Verein gegenüber ist groß. Es sei nicht immer einfach, den Schichtdienst bei der Polizei und höherklassigen Handball unter einen Hut zu bekommen. »Es gibt Wochen, da kann ich nur ein- oder zweimal ins Training kommen. Das ist da kein Problem. Ich bekomme hier vollen Rückhalt.«

Die Erfahrung, dass das nicht bei jedem Klub so ist, hat »Bambi«, wie sie seit Bruchköbeler Tagen genannt wird, auch schon gemacht. »Bevor ich nach Nidda bin, gab es Vereine, die mir angekündigt haben, dass ich in solchen Fällen in der zweiten Mannschaft spielen muss.«

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