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Das Sportschützenteam Wetterau (v. l.: Kathrin Winter, Luc Dingerdißen, Julian Justus, Julia Oberholzer, Franziska Möndel, Max Ohlenburger und Natascha Hiltrop) ist Meister der Luftgewehr Hessenliga. Foto: stp

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Sportschützenteam Wetterau verteidigt Titel

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Das Sportschützenteam Wetterau hat den Meistertitel der Luftgewehr Hessenliga verteidigt.

(stp). Das Liga-Finale wurde erneut in der Mehrzweckhalle Kirch-Pohl-Göns ausgetragen. Das Team Wetterau ging als ungeschlagener Spitzenreiter in den letzten Wettkampf gegen Meckbach und etzte sich mit 5:0 Punkten ganz klar durch. Über 300 Zuschauer verfolgten die spannenden Duelle in der zu einem Schießstand umfunktionierten Halle und bekamen hervorragenden Luftgewehrsport zu sehen.

Für das Team Wetterau musste zuerst der Münzenberger Luc Dingerdißen auf der Setzposition fünf ran. Mit 379:354 Ringen hatte er keine Mühe, sich gegen den Meckbacher Hannes Schröder durchzusetzen, der mit 14 Jahren der jüngste Schütze des Finales war. Der an Nummer vier gesetzte Max Ohlenburger (Heftrich) besiegte anschließend Anne Appel klar mit 386:377 Ringen. Dieser zweite Einzelpunkt war schon die halbe Miete zum Gesamtsieg. Paralympic-Nationalmannschaftsschützin Natascha Hiltrop (Wiesbaden) ging für die Wettrau in das Rennen und machte mit ihrem Duellsieg gegen Pascal Appel mit 392:378 Ringen den Sack schon zu. Das Team Wetterau stand vorzeitig als Meister mit weißer Weste fest. Hiltrop begann das Match mit einer 97-er Serie für ihre Verhältnisse nicht ganz optimal. Es folgten 99 Ringe und dann ein kleiner Durchhänger mit 96 Ringen. Als erste Schützin des Finales schoss sie anschließend eine 100er-Serie aus, wofür es einen Sonderpreis in Form einer Flasche Sekt gab.

Auf Position vier beim Team Wetterau konnte sich Yasmin Schulze (Frankfurt) danach in ihrem Duell gegen Samantha Rauch mit Serien von 96, 97, 97 und 98 nicht wie gewohnt in Szene setzen. Dennoch gewann sie das Match deutlich mit 388:379 Ringen. Es folgte der Höhepunkt des Finaltages, das Aufeinandertreffen der bislang treffsichersten Schützinnen und Schützen. Beim Team Wetterau stand Nationalmannschaftsmitglied Julian Justus aus Homberg/Ohm auf der Spitzenposition. Er lieferte mit Serien von 100, 99, 99 und 100 das beste Ergebnis des Finales ab und siegte damit deutlich mit 398:388 Ringen gegen die Meckbacherin Karin Schade. Diese konnte nur in der ersten Serie mit 99 knapp mithalten, fiel dann durch 96, 97 und 96 Ringe immer weiter zurück.

Fürth steht als Absteiger fest. Sulzbach muss in die Relegation. Die Siegerehrung nahm im Anschluss an den letzten Durchgang mit Tanja Frank (Baunatal) die neue Präsidentin des Hessischen Schützenverbandes zusammen mit Sportleiter Otmar Martin vor. Das Sportschützenteam Wetterau nimmt im Februar 2020 am Aufstiegskampf zur 2. Luftgewehr Bundesliga in Dortmund zusammen mit Vizemeister Erdbach teil.

Die Saison-Einzelwertung sicherte sich Roxana Sidi vom Team Wetterau mit einem Wettkampfschnitt von 397,75 Ringen vor Svegard Nodhagen (397,5/Mengshausen). Beide konnten berufsbedingt nicht am Finale teilnehmen. Dritter wurde Julian Justus (396,29/Team Wetterau). Weiter gingen für das Team Wetterau auf Ringejagd: Yasmin Schulze (392,4), Natascha Hiltrop (392,33), Max Ohlenburger (391,17), Kathrin Winter (386,75) und Luc Dingerdißen (383,67).

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