Der Golfpark am Löwenhof in Ockstadt lockt mit attraktiven 27 Bahnen und atemberaubenden Blicken bis auf die Skyline in Frankfurt. FOTO: JAUX
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Der Golfpark am Löwenhof in Ockstadt lockt mit attraktiven 27 Bahnen und atemberaubenden Blicken bis auf die Skyline in Frankfurt. FOTO: JAUX

Neustart im Breitensport

Wetterauer Sportler atmen auf: So soll es jetzt weitergehen

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Der Sport- und Trainingsbetrieb im Breitensport darf im Freien und unter corona-bedingten Regeln wieder aufgenommen werden. Das sorgt für Erleichterung.

Der Bund hat den Startschuss zur Wiederaufnahme des Sport- und Trainingsbetriebs im Breiten- und Freizeitsport in Deutschland geben. Allerdings nur unter Bedingungen, auf die sich die Sportminister der Länder geeinigt haben. Als Bedingungen für die Wiederaufnahme des vereinsbasierten Sportbetriebs werden u. a. eine ausreichende Distanz von 1,5 bis 2 Metern, ein kontaktfreier Sport sowie einzuhaltende Hygiene- und Desinfektionsmaßnahmen genannt. So dürfen beispielsweise im Golf und Tennis nur eigene Bälle benutzt werden oder Kanuten und Ruderer zunächst nur im Einer trainieren. Für Mannschaftssportarten wie Fußball beginnt es mit Individualtraining, bevor Übungen in Kleinstgruppen erlaubt sein werden.

Die Sport- und Übungsplätze hierzulande werden nach Angaben der hessischen Landesregierung ab Mitte Mai wieder frequentiert werden können. Fitnessstudios sollen ab 15. Mai öffnen dürfen, aber auch hier kommt es auf das Hygienekonzept an.

"Gute Entscheidung"

Als eine "gute und umsichtige Entscheidung, die für ein erstes erleichtertes Aufatmen sorgt", hat der Präsident des Landessportbundes Hessen, Dr. Rolf Müller, die Lockerungen im Bereich des Vereinssports bezeichnet. Mit dem Beschluss sei der organisierte Sport zwar noch weit vom gewohnten Alltagsbetrieb entfernt. "Aber in einem vertretbaren Rahmen gemeinsam wieder Sport treiben zu können ist gut für die Psyche, für die Gesundheit und für das soziale Miteinander, das wir alle in der letzten Zeit schmerzlich vermisst haben", so Müller.

Noch fehlen die Netze: Auf der Tennisanlage in Ober-Mörlen soll der Spielbetrieb aber rasch aufgenommen werden. FOTO: JAUX

Tennis:"Wir haben mit dieser Entscheidung gerechnet", sagt Michael Otto vom Hessischen Tennisverband, "fraglich war nur noch, ob es sofort oder erst in den kommenden Tagen losgehen würde. Wir haben bereits die Vereine informiert und eine Info-Broschüre herausgegeben. Wir wissen jetzt, wie der erste Schritt aussieht und warten jetzt die weitere Entwicklung ab. Wir haben ohnehin erst ab Mitte Juni die Medenrunde geplant. Die ersten Eckpunkte stehen, es kommen immer mehr Puzzleteile zusammen. Am schönstens ist es erst einmal, wieder auf den Platz gehen und aktiv sein zu können." Die Wetterauer Tennisspieler brennen darauf, wieder aufzuschlagen, die Plätze sind flächendeckend vorbereitet.

Golf:In der Geschäftsstelle des Hessischen Golf-Verbandes steht das Telefon in diesen Tagen nicht still. Die immer wiederkehrende Frage: Warum darf in Rheinland-Pfalz seit fast drei Wochen gespielt werden, hier in Hessen aber nicht? Warum sind Spaziergänge zu zweit auf grüner Wiese erlaubt, nicht aber das Schlagen eines Golfballs? "Ich verstehe einerseits den Wunsch nach einer gesamtsportlichen Lösung. Andererseits sind in unserem Fall die unterschiedlichen Wege nicht zu vermitteln", sagt Marc vom Hagen. Man sei nun "sehr erleichtert". Die Klubs seien gut aufgestellt, ist der einstige deutsche Amateur-Meister überzeugt. "Die Zeit der Vorbereitung wurde genutzt; allein schon im Interesse der eigenen Mitglieder." Und der DGV als Dachverband habe in puncto Informationspolitik einen "guten Job" erledigt.

Im Bad Nauheimer Waldstadion darf bald wieder Fußball gespielt werden - wenn auch unter strengen Auflagen. FOTO: NICI MERZ

Fußball:Thorsten Bastian hebt die soziale Komponente hervor. "Wichtig ist es, sich nicht nur virtuell, sondern auch ganz real wieder auf den Sportplätzen sehen zu können. Damit kehrt zumindest ein Stück Vereinsleben in die Gesellschaft zurück; wenn auch noch sehr eingeschränkt. Inwiefern eine Trainingseinheit unter den erforderlichen Abstandsregeln wirklich etwas bringt, ist eine andere Sache. Besonders freut es mich aber für die Kinder und Jugendlichen, die sich natürlich bewegen wollen", sagt der Regionalbeauftragte und Kreisfußballwart Friedberg. Bastian spricht bezüglich des Fußballs von einer "Vorstufe, keinesfalls von einem Durchbruch."

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