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Sporthalle made in Friedberg

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Von: Redaktion

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Michael Firelinghaus ist einer, der seine Ideen auch gerne mal schnell auf einen Bierdeckel zeichnet. Auch die Vision für die neue doppelstöckige Sporthalle des Landessportbundes Hessen in der Frankfurter Otto-Fleck-Schneise entstand nicht am Schreibtisch des Architekten in Friedberg. »Das war 2012, bei einem Sommerfest des Landessportbundes«, erinnert sich Frielinghaus. Sechs Jahre später ist aus der Idee fast schon Realität geworden. Seit dieser Woche hängt der Richtkranz über dem Rohbau, im nächsten Herbst soll das neue Schmuckstück des Landessportbundes fertig sein.

Michael Firelinghaus ist einer, der seine Ideen auch gerne mal schnell auf einen Bierdeckel zeichnet. Auch die Vision für die neue doppelstöckige Sporthalle des Landessportbundes Hessen in der Frankfurter Otto-Fleck-Schneise entstand nicht am Schreibtisch des Architekten in Friedberg. »Das war 2012, bei einem Sommerfest des Landessportbundes«, erinnert sich Frielinghaus. Sechs Jahre später ist aus der Idee fast schon Realität geworden. Seit dieser Woche hängt der Richtkranz über dem Rohbau, im nächsten Herbst soll das neue Schmuckstück des Landessportbundes fertig sein.

48 Meter lang, 46 Meter breit, mehr als 15 Meter hoch: Viel Beton ist für die neue Halle auf dem Areal zwischen der Heinz-Lindner-Halle des Landessportbundes und der angrenzenden Geschäftsstelle des Deutschen Fußball-Bundes verbaut. Nicht nur, dass zunächst die auf dem Gelände stehende, 45 Jahre alte Vorgängerhalle abgerissen werden musste. Auch die Enge in der Otto-Fleck-Schneise gleich in der Nachbarschaft zur Fußballarena lässt erahnen, dass die Planungen nicht einfach waren. Allein die 28,50 Meter langen Träger an Ort und Stelle zu bringen, sei eine Herausforderung gewesen, sagt Frielinghaus. Die größte Schwierigkeit: »Die neue Halle in das bestehende, begrenzte Areal einzufügen und trotzdem das Maximum an Sportfläche zu erreichen«, erklärt der Architekt aus der Wetterau.

Halle Teil von Investitionsoffensive

Zwei Drei-Felder-Hallen – beide mit Tageslicht – hat er aufeinander gepackt, dazu kommen Funktionsräume aller Art. Kosten des Projekts: Rund 12 Millionen Euro. Die muss der Landessportbund Hessen aber nicht alleine stemmen. Unterstützung kommt vom Land Hessen (3,2 Millionen Euro), vom Bund (1,5 Millionen Euro) und von der Stadt Frankfurt (1 Million Euro). Der Hallenbau ist der vorläufige Schlusspunkt hinter eine Reihe von Investitionen, wie Landessportbundpräsident Dr. Rolf Müller erklärt. »Seit Anfang der 1990er Jahre haben wir mehr als 40 Millionen Euro verbaut.« Für Müller setzt die neue Halle Maßstäbe. »Wir investieren in die Zukunft. Nicht nur für uns selbst, auch für Vereine, Verbände und alle, die zu uns kommen.« Wie es derzeit aussieht, können die Kosten eingehalten werden, und auch der Zeitplan ist im Soll. Besser noch, sagt Müller: »Wir sind den Planungen über sieben Wochen voraus.«

Nicht nur Übungsleiter aus den rund 7700 Vereinen des Landessportbundes Hessen sowie aus vielen Fachverbänden werden künftig in der neuen Halle aus- und fortgebildet. »Gold wert« sei die Halle auch für den Olympiastützpunkt Hessen, sagt dessen Leiter Werner Schaefer. 350 bis 400 Athleten aus der Region, dazu etwa 300 Athleten aus verschiedenen Nationalmannschaften werden am Stützpunkt betreut. Für sie stehen von Herbst nicht nur mehr Trainingszeiten zur Verfügung, sondern im Tiefgeschoss auch Bereiche für Athletiktraining und Diagnostik. Schaefer freut es: »Die Kombination aus zusätzlichen Hallenkapazitäten plus der Trainingsdiagnostik macht eine ganze Menge aus.«

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