Spitzenreiter eine Nummer zu groß

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In der Handball-Bezirksoberliga der Damen konnte die HSG Wettertal am vergangenen Wochenende mit 29:27 (14:15) bei der HSG Marburg/Cappel gewinnen. Auch die FSG Gettenau/Florstadt setzte ein Ausrufezeichen und gewann das Heimspiel gegen den TuS Waldernbach mit 33:25 (17:14). Einzig die HSG Mörlen kassierte eine Niederlage und musste sich dem starken Tabellenführer von der HSG Wettenberg II mit 21:26 beugen.

In der Handball-Bezirksoberliga der Damen konnte die HSG Wettertal am vergangenen Wochenende mit 29:27 (14:15) bei der HSG Marburg/Cappel gewinnen. Auch die FSG Gettenau/Florstadt setzte ein Ausrufezeichen und gewann das Heimspiel gegen den TuS Waldernbach mit 33:25 (17:14). Einzig die HSG Mörlen kassierte eine Niederlage und musste sich dem starken Tabellenführer von der HSG Wettenberg II mit 21:26 beugen.

HSG Mörlen – HSG Wettenberg II 21:26 (10:16): Gegen den souveränen Tabellenführer führte Mörlen schnell mit 2:0 (Juliane Wagner/5.) und hielt auch beim 3:3 (10.) gut mit, ehe die Oberliga-Reserve aus Wettenberg sich langsam steigerte und nach 16 Minuten mit 8:4 führte. Vor allem gegen die starke 5:1-Abwehr der Gäste tat sich Mörlen schwer und hatte zudem mit der Manndeckung gegen Juliane Wagner zu kämpfen. Folgerichtig wurden beim Stand von 10:16 die Seiten getauscht. Auch in der zweiten Halbzeit drückte Wettenberg dem Spiel seinen Stempel auf. Vor allem Spielmacherin Luisa Rückel fand immer wieder Lücken in der Mörlener Abwehr. Über die Stationen 13:19 (37.) und 18:25 (52.) siegten die Gäste verdient mit 26:21, wobei Ann-Kathrin Kieninger im Tor der Heim-HSG in der Schlussphase mit einigen schönen Paraden eine höhere Niederlage verhinderte. "Gegen den Spitzenreiter hätte es noch mal eine Leistungssteigerung gebraucht, um etwas Zählbares mitzunehmen. Da wir uns nicht steigern konnten, geht die Niederlage gegen starke Wettenbergerinnen in Ordnung. Nächste Woche steht das Derby gegen die HSG Wettertal auf dem Programm. Dann müssen wir vor allem an der Chancenverwertung arbeiten", resümierten HSG-Vorsitzender Siggi Bläsche und Trainer Frank Weidenauer auf Mörlener Seiten unisono.

HSG Mörlen: Hahn, Kieniger; Juliane Wagner (7/2), Heil (3), Kloppenburg (3), Franziska Dietz (2/1), Vetter (2/1), Katharina Dietz (2), Hickel (1), Schneider (1), Bühler.

FSG Gettenau/Florstadt – TuS Waldernbach 33:25 (17:14): Nach dem schwachen Spiel gegen Hüttenberg nahmen Daniel Ginter und sein Team einige Änderungen vor, die sogleich den gewünschten Effekt brachten. Mit einer offensiven Abwehr zwang die FSG die Gäste von Beginn an zu Fehlern und führte somit nach zwölf Minuten mit 6:4. Fünf Minuten später hatte man die Führung auf 9:5 aufgebaut, musste den Gegner aber wieder bis auf ein Tor herankommen lassen (12:11/24.). Bis zur Pause gab Gettenau/Florstadt dann noch einmal richtig Gas und ging mit 17:14 in die Halbzeitpause. Nach Wiederanpfiff entschied das Team von Daniel Ginter innerhalb von drei Minuten die Partie für sich. Durch vier Tore infolge lag die FSG in der 34. Minute mit 21:14 vorne und sicherte sich über die Stationen 25:17 (44.) und 30:21 (53.) einen mehr als verdienten Heimsieg. "Heute hat die Mannschaft das erste Mal über 60 Minuten ihre Qualitäten als Mannschaft umgesetzt. Alle Spielerinnen haben Spielanteile erhalten. Einziges kleines Manko ist noch die Chancenverwertung. Ich hoffe, dass die Mannschaft in den nächsten Spielen die gezeigte Leistung bestätigen kann", blickte Daniel Ginter voraus.

FSG Gettenau/Florstadt: Brockhoven, Kappes; Laura Müller (14/3), Freiter (7), Ginter (7), Stiefel (2), Mogk (1), Glaub (1), Ende (1), Schmeißer, Leonie Müller, Borst.

HSG Marburg/Cappel – HSG Wettertal 27:29 (14:15): Die Gäste starteten gut in die Partie und lagen nach zehn Minuten mit 6:4 in Front. Hiernach leistete sich das Team von Trainer David Siegel einige Unkonzentriertheiten, die die Gastgeberinnen erst ausgleichen und dann die Führung übernehmen ließen (6:7/13.). Dieser Zwei-Tore-Vorsprung hatte bis zum 12:10 in der 20. Minute Bestand, danach legte Wettertal wieder eine Schippe drauf, glich drei Minuten später zum 12:12 aus und führte zur Pause mit 15:14 knapp. Nach dem Seitenwechsel verschlief die Siegel-Sieben die ersten fünf Minuten, und die Heim-HSG setzte sich auf 18:16 ab (35.). Die Wetterauerinnen berappelten sich, glichen aus und hatten beim 22:21 (50.) erneut die Führung inne. In den letzten Minuten drehten die Gäste noch mal richtig auf und setzten sich trotz Unterzahl auf 26:22 (55.) ab. Das Heimteam verkürzte zwar seinerseits noch mal, konnte an der Niederlage aber nichts mehr ändern. "Wir haben heute über 60 Minuten eine gute Abwehr gespielt. Vorne haben wir wenige technische Fehler gemacht und geduldig gespielt. Ein Sonderlob geht an Katha Exner, die ihre Sache auf der rechten Seite sehr gut gemacht hat", freute sich David Siegel nach der abwechslungsreichen Begegnung.

HSG Wettertal: Heller, Marsteller; Weil (6), Brückel (6), Wolfner (5), Exner (4), Bayer (3), Reinhold (2), Reif (2), Klein (1), Rettig, Kunzelmann.

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