Die Medenrunde 2020 ist für die heimischen Tennisspieler beendet. FOTO: FRIEDRICH
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Die Medenrunde 2020 ist für die heimischen Tennisspieler beendet. FOTO: FRIEDRICH

Tennis

Spielleiter Trott: "Notplan gut angenommen"

  • Erik Scharf
    vonErik Scharf
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Landesspielleiter Hans-Günther Trott aus Butzbach zieht nach dem Abschluss der Tennis-Medenrunde ein positives Fazit.

(esa). Lange war nicht klar, ob es überhaupt eine Medenrunde geben würde. Während die Bundes- und Regionalligen auf die Saison verzichteten, fiel die Entscheidung, dass zumindest die heimischen Tennisspieler auf die Plätze gehen dürfen, erst am 11. Juni - zu diesem Zeitpunkt ist die Medenrunde normalerweise schon lange gestartet. Aber was ist in diesem Jahr schon normal…

Vier Monate später zieht Landesspielleiter Hans-Günther Trott aus Butzbach ein positives Fazit: "Grundsätzlich bin ich mit dem Ablauf der Saison sehr zufrieden. Die Vereine im Bezirk haben den Notplan gut angenommen", sagt Trott. Aus sportlicher Sicht war aufgrund der Coronavirus-Pandemie einiges entschärft worden, um den Spielbetrieb so angepasst wie möglich an die aktuelle Situation zu halten. "Mannschaften durften straffrei zurückziehen, Spiele bis 24 Stunden vor dem Beginn abgesagt werden. Es gab nur Aufsteiger, keine Absteiger", erinnert der Butzbacher an die besonderen Regelungen.

Von den Rückzügen machten auf Kreis- und Bezirksebene laut Trott aber kaum Mannschaften Gebrauch, "und wenn es Absagen einzelner Spiele gab, dann hauptsächlich ab der Altersklasse 50", sagt Trott.

Auf Landesebene, wo teilweise viel Geld in Personal investiert wird, verzichteten deutlich mehr Teams auf den Start, hier gab es auch wesentlich mehr Spielabsagen während der Medenrunde. "Gerade an den letzten beiden Spieltagen war das doch auffällig", sagt Trott. Scheinbar erstickten mancherorts anstehende Fahrtstrecken und die geklärte Tabellensituation den sportlichen Ehrgeiz.

Für Trott selbst war es auch eine besondere Saison. Schließlich musste er die im Frühjahr fertiggestellten Spielpläne komplett in den Papierkorb werfen, Gruppen neu einteilen und alles erneut terminieren. "Während der Saison war der Mehraufwand nur durch abgesagte Spiele und die Kontrolle, ob Teams schon zuvor zwei Mal abgesagt hatten, begründet. Durch die geringere Anzahl an Spielen insgesamt hat sich das aber ausgeglichen", sagt Trott.

Nun richtet er seinen Blick auf die nächsten Aufgaben. "Da es nur Aufsteiger gibt, wird der Spielbetrieb auf Landesebene überfrachtet, gleichzeitig wird es im kommenden Jahr zum vermehrten Abstieg führen. Hier wollen wir versuchen, die Regionalisierung aus ökologischen Gründen beizubehalten", sagt Trott. Einen Wunsch für das Tennisjahr 2020 hat er aber noch: "Meine Hoffnung geht dahin, dass es vielleicht eine Winterrunde gibt. Teams aus dem Bezirk Wiesbaden können sich in den Bezirken Frankfurt und Darmstadt dafür anmelden."

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