Oster-Camp

Spiel und Spaß im Fußballcamp des FCO Fauerbach

Ein Fußballcamp trotz Corona - fünf Tage kicken, sich auspowern, Spaß haben. Bis vor wenigen Wochen unvorstellbar. Doch der FCO Fauerbach will ein Stück Normalität zurück auf den Platz bringen.

Vom 6. bis 10. April plant der FCO Fauerbach das »1. JSG Kids Camp« für Jungen und Mädchen im Alter von sechs bis zehn Jahren, für das noch Plätze frei sind. Das Camp richtet sich nicht nur an Spieler der JSG Friedberg, sondern auch an Nicht-Mitglieder. Im Interview sprechen FCO-Jugendleiterin Uta Lindner sowie Mitorganisator und FCO-Spieler Jamel Atkinson über Ziele und Herausforderungen.

Wann und wie kam die Idee auf, ein Fußballcamp trotz Corona zu veranstalten?

Uta Lindner: Dass wir ein Camp anbieten wollen, beschäftigt uns schon länger. Mit dem Zeitpunkt der Osterferien haben wir uns im Lockdown letztes Jahr damit auseinandergesetzt. Als dann im Januar der Lockdown verlängert wurde, war es für mich gedanklich erst einmal wieder weit weg. Mit den Lockerungen zum 8. März kam das dann wieder hoch und drei Tage später stand es bereits auf der Internet-Seite.

Jamel Atkinson: Durch meinen Beruf als Erzieher sehe ich auch, welche großen sozialen Nöte die Jugendlichen und Kinder zurzeit haben. Sie sehnen sich nach Sport, nach Angeboten, nach Bewegung, nach sozialen Kontakten. Da habe ich einfach das Gefühl gehabt, dass wir als Verein unserer sozialen Verantwortung gerecht werden müssen.

Ist das ihre Premiere bei der Veranstaltung eines solchen Events?

Atkinson: Ja, eine sehr schöne Premiere obendrein. Weil einfach der soziale Aspekt eine Rolle spielt, aber auch der Schwund an Jugendspielern generell. Gerade weil sich der Fokus in so einer Krise oftmals verschiebt. Er fällt auf die modernen Medien, und das Kicken an der frischen Luft rückt in den Hintergrund. Wir wollen einfach die Kinder und Jugendlichen wieder abholen und zeigen, dass Fußball nicht nur an der Konsole Spaß macht.

Wo liegen darüber hinaus die Ziele des Camps?

Lindner: Ich glaube, es ist ganz wichtig, dass wir zeigen, dass wir als Verein da sind, dass wir den Kindern eine Anlaufstelle bieten und die Kids ihrem Lieblingssport nachgehen oder ihn kennenlernen können. Das hat sich auch letzte Woche gezeigt, als wir das Training wieder begonnen haben. Die Kinder haben sich so gefreut, endlich wieder kicken zu können und die anderen zu sehen. Das hat allen gut getan.

Wie haben sie in der Zeit ohne Training Kontakt gehalten?

Lindner: In den jüngeren Jahrgängen sind wir mit den Eltern über WhatsApp in Kontakt. Diesen haben wir in der D- und C-Jugend am Anfang mit einer Challenge aufrechterhalten, bei der die Kinder Sportaufgaben bekommen haben. So etwas motiviert den einen oder anderen, nutzt sich mit der Zeit aber auch ab. Und man muss ganz klar sagen: Das ersetzt das Fußballspielen nicht.

Wieder zum Camp: Wie beurteilen sie das Risiko bezüglich Infektionen?

Atkinson: Also ein Infektionsrisiko sehe jetzt ich durch das Camp nicht. Es ist an der frischen Luft, und wir halten das Hygienekonzept ein. Wir werden je nach Teilnehmerzahl feste Gruppen bilden. Wir haben auch einen Hygienebeauftragten vom Verein, mit dem wir in Kontakt sind.

Mit wie vielen Kindern plant der Verein?

Lindner: Wir planen mit maximal 20 Kindern. Das ist letztendlich auch der Situation geschuldet, da wir kein Risiko eingehen wollen. Wir haben auch das Alter auf sechs bis zehn Jahre eingeschränkt und halten dadurch die Gruppe sehr klein. Die Einhaltung der Hygienevorgaben werden wir beachten und natürlich Sorge tragen, dass sich die Kids die Hände waschen und Abstände eingehalten werden.

Wie gestalten sich die Inhalte des Camps?

Atkinson: Es wird verschiedene Trainingsinhalte geben, die sich mit Technik beschäftigen wie dribbeln, passen und Torabschlüsse, aber auch viel Spielerisches, da können die Kinder einfach mal Kind sein. Das Essen wird ebenso coronakonform über die Bühne gehen. Zum Abschluss des Camps wird es ein DFB-Fußballabzeichen geben. Zudem haben wir Rewe als Partner, die die Aktion »Torhunger« anbieten, bei der den Kindern spielerisch gesunde Ernährung vermittelt wird. FOTOS: PM/UC

Jamel Atkinson
Es geht wieder los: Der FC Olympia Fauerbach bietet ein Fußballcamp an.

Rubriklistenbild: © Andreas Chuc

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare