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Schafft der TSV Griedel um Constantin Jantos (Mitte) - hier gegen Christian Panzer (l.) und Sebastian Fischer von der TG Kastel - den Absprung aus der Gefahrenzone der Landesliga Mitte? Zu Gast ist der starke Aufsteiger TV Idstein. Foto: Groß

Sorgen im Tabellenkeller

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(kun/ole/tfl). Schweres Programm für die beiden Wetterauer "Kellerkinder" in der Handball-Landesliga Mitte: Während der TSV Griedel es am Samstagabend vor heimischer Kulisse mit dem starken Aufsteiger TV Idstein zu tun bekommt, muss die TG Friedberg am Sonntagabend bei der ebenfalls aufgestiegenen HSG Lumdatal ran. Unterdessen hat der weiter verlustpunktfreie Tabellenführer TV Petterweil mit den TSF Heuchelheim am Sonntag beinahe eine Pflichtaufgabe vor sich.

TSV Griedel - TV Idstein (Sa., 19.30 Uhr / Sporthalle Butzbach):Nach der desolaten Leistung vor Wochenfrist gegen den TuS Holzheim (22:39) steht für die Griedeler Handballer im Heimspiel gegen den Tabellenzweiten aus Idstein Wiedergutmachung auf dem Programm. "Der Auftritt in Holzheim hat viele Fragen aufgeworfen. Ob wir alle Antworten gefunden haben, wird sich gegen Idstein herausstellen. Im Vergleich zum Holzheim-Spiel werden wir deutlich disziplinierter auftreten müssen, wenn wir eine Chance haben wollen, denn gegen den starken Aufsteiger gehen wir als klarer Außenseiter in die Partie", sagt Griedels Teammanager Jürgen Weiß. Die Idsteiner sind die Überraschungsmannschaft der bisherigen Saison: Mit 12:4 Punkten belegen die Taunusstädter den zweiten Tabellenplatz. Die Meistermannschaft der Vorsaison ist bis auf drei Abgänge zusammengeblieben. Zudem ist es den Verantwortlichen gelungen, namhafte Neuzugänge an den Hexenturm zu holen. Königstransfer war Linkshänder Moritz Schubert, der genau wie Kreisläufer Berkan Kocak von der TG Schierstein nach Idstein wechselte. Grundlage für das hervorragende Abschneiden im bisherigen Saisonverlauf ist die bärenstarke Abwehr des Teams von Trainer Jan Welsch. Mit nur 25 Gegentoren pro Spiel verfügen die Idsteiner nach der HSG Linden über die zweitbeste Abwehr der Liga.

TG will endlich ersten Sieg

HSG Lumdatal - TG Friedberg (So., 18 Uhr):Am Sonntagabend gastiert die TG aus Friedberg beim Aufsteiger in Lumdatal. Das Team von Trainer Tomasz Jezewski wartet immer noch auf seinen ersten Erfolg, während die Lumdataler eine bisher stabile Leistung gezeigt haben und mit 9:7 Punkten gut dastehen. Nachdem die TG die letzten beiden Spiele auf einen stark verminderten Kader zurückgreifen mussten, sind mittlerweile einige Kranke und Verletzte wieder zurückgekehrt. So kann Kapitän Marco Zinnel wieder ins Geschehen eingreifen. Der Rückraumspieler fiel nach einer Verletzung am Ellenbogen einige Zeit aus. Auch Christian Schmidt kehrt nach längerer Krankheit wieder zurück und wird seine Mannschaft vor allem in der Abwehr unterstützen. Die Defensive sah zuletzt im Spiel gegen die "Zweite" aus Hüttenberg nicht wirklich gut aus und kassierte 34 Tore. Zudem besitzt der Gastgeber aus dem Kreis Gießen mit Marcel Köhler und Lorenz Heß zwei brandgefährliche Männer, deren Kreise es einzudämmen gilt. Auch wird der Überraschungs-Coup gegen den Zweitplatzierten Idstein der Mannschaft von Eike Schuchmann ein gewisses Momentum geben. Die HSG konnte sich am letzten Spieltag mit 24:25 knapp durchsetzen.

TV Petterweil - TSF Heuchelheim (So., 18 Uhr / Sporthalle Petterweil):Eine fast unheimliche Bilanz weist Spitzenreiter Petterweil auf: Sage und schreibe 16:0 Punkte stehen bereits auf dem Konto der Gelb-Schwarzen. Die Mannschaft um Trainer Martin Peschke hätte sich diese Momentaufnahme vor der Saison nicht schöner ausmalen können. Außerdem kommen nun die Wochen in denen die vermeintlichen Spitzenteams gegeneinander spielen und sich gegenseitig die Punkte abnehmen. Nichtsdestotrotz muss der TVP seine Hausaufgaben zu gewohnter Heimspielzeit gegen Heuchelheim machen. Die Kreis-Gießener, die vergangene Saison noch bis zum Ende um den Klassenerhalt zittern mussten, haben sich prominent verstärkt: Fabian Schomburg, der ehemalige Bundesliga-Torwart des TV 05/07 Hüttenberg, hat den Weg zum Team von Trainer Claus Well gewählt um etwas kürzerzutreten. "Heuchelheims große Stärke ist die Robustheit und die Wurfgewalt aus dem Rückraum. Unsere Abwehrleistung zeigt leider eine deutliche Tendenz nach unten. Diesem Trend müssen wir entgegen wirken und noch aktiver die Zweikämpfe führen", sagt Peschke. "Wenn wir keine klaren Absprachen treffen und das Zusammenspiel zwischen Rückraum und Kreis nicht unterbinden können, werden wir uns gewaltig umschauen." Ob er dabei auf Lennart Kusan und Felix Koffler bauen kann, entscheidet sich kurzfristig.

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