Ein Sonntag zum Vergessen

(fmm). Die TG Friedberg geriet am Sonntag bei der TG Kastel mit 13:33 unter die Räder und erlebte einen Landesliga-Auftakt zum Vergessen. Noch vor der Partie gab sich Tomasz Jezewski, Trainer der Handballer aus der Kreisstadt, noch positiv: "Ich habe ein sehr gutes Gefühl. Wir haben die letzten drei Monate hart gearbeitet und wollen uns heute dafür belohnen."

Im Spiel wurde allerdings schnell klar, dass eine Belohnung für die Friedberger ausbleiben würde: Man erwischte einen schlechten Start und konnte erst in der sechsten Minute den ersten Treffer erzielen (Zinnel, 4:1). Danach fanden die Kreisstädter keinen Anschluss mehr, und der Gastgeber zog davon (Klein, 10:3/16.). Grund dafür war ein inkonsequentes Angriffsspiel, geprägt von vielen technischen Fehlern und einer miserablen Quote im Abschluss. Oft scheiterte man auch am Torhüter der Gegner. Aber auch die Abwehr funktionierte nicht so, wie sie in den letzten Wochen erarbeitet wurde. Es fehlte die Absprache.

Kastel machte fast alles besser und nutzte die Unsicherheit der Gäste zum eigenen Vorteil aus. Es fielen viele leichte Tore, und schnell war klar, dass es besonders gut lief für die Gastgeber. Zwar schien sich das Friedberger Team kurz vor Ende der ersten Hälfte zu fangen, das Halbzeitergebnis von 16:6 sprach jedoch für sich.

Auch in der zweiten Spielhälfte fanden die Gäste nicht ins Spiel, und Kastel konnte seine Führung verteidigen (Klein, 18:8/37.). Auch einige taktische Änderungen aufseiten der Friedberger brachten keinen Erfolg, und nach einem 7:0-Lauf der Gastgeber erzielte Friedberg erst wieder in der 50. Minute ein Tor (Cadar, 26:10). Die Mannschaft aus Friedberg verlor schnell die Hoffnung und schaffte es nicht, ihr Konzept erfolgreich anzuwenden. Oft kam der Abschluss zu überhastet und wurde mühelos vom Torhüter entschärft oder man verlor den Ball an eine starke Abwehr der Gegner. Dadurch kassierte man immer mehr leichte Gegentore. In der Abwehr versuchte Friedberg erfolglos dagegenzuhalten. Und so endete die Partie mit 20 Treffern Vorsprung für die Mainzer.

So groß die Freude aufseiten der Gastgeber war, so groß war die Enttäuschung für die Gäste. "So etwas habe ich sowohl als Spieler, als auch als Trainer noch nicht erlebt. Ohne Worte", kommentierte ein enttäuschter Friedberger Übungsleiter Jezewski die Begegnung. Über die gesamte Spielzeit hinweg fehlte eine klare Linie in Angriff und Abwehr. Kastel dominierte von Anfang an die Partie.

TG Kastel: Schiebeler, Dresen; Fischer (1), Hohmann (1), Holtkötter (2), Jungblut (1), Panzer (2), Krause (3), Grzeschik (1), Fischer (5), Klein (10/4), Munck (1), Reese (3), Wykypiel (3).

TG Friedberg: Balazs, Merten; Durchdewald, Zinnel (3), Merten (1/1), Ploner (1), Jonscher, Schmidt, Reeb, Petrosanec (2), Cadar (2), Seibert (3), Vlad, Kiel.

Stenogramm: Schiedsrichter: Mischo/Radewald. - Zuschauer: 150. - Zeitstrafen: 2:10 Minuten. - Siebenmeter: 4/4:1/3.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare