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Sommerpause: Rote Teufel feiern Klassenerhalt

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Trainer Daniel Heinrizi und sein »Co« Marcus Jehner haben endlich das Saisonziel erreicht und jubeln ausgelassen.
Trainer Daniel Heinrizi und sein »Co« Marcus Jehner haben endlich das Saisonziel erreicht und jubeln ausgelassen. © Andreas Chuc

(mn) Ende, aus, vorbei – endlich: Der EC Bad Nauheim hat im letzten und damit alles entscheidenden Playdown-Spiel der Deutschen Eishockey-Liga 2 den erforderlichen vierten Sieg gegen die Eispiraten Crimmitschau eingefahren und sich die Relegation als Ehrenrunde erspart.

Vor 2832 Zuschauern im Colonel-Knight-Stadion verabschiedeten sich die Roten Teufel am Dienstagabend mit einem 3:2 (2:0, 0:0, 1:2)-Erfolg in die Sommerpause. Daniel Oppolzer (6.), Matt Beca (14.) und Marcus Götz (42.) trafen zur trügerischen Drei-Tore-Führung, doch musste bis zur Schlusssekunde gezittert werden, ehe die letzte Eishockey-Party des Winters 2013/14 gefeiert werden konnte.

RT-Trainer Daniel Heinrizi hatte den Kader gegenüber dem Sonntag-Spiel nicht verändert. Michael Dorr blieb draußen. Taylor Carnevale tauschte innerhalb seiner Reihe die Position mit Kyle Helms und agierte als Center.

Die Roten Teufel ließen von der ersten Minute an den Willen erkennen, die Saison unbedingt beenden zu wollen. Tief im Eispiraten-Drittel wurden die Gäste mit hoher Laufbereitschaft beschäftigt, der Aufbau im Ansatz gestört, der eroberte Puck schnell und zielstrebig in Richtung Ryan Nie gebracht. Als Marcus Götz den Puck ins Gewühl vor dem Tor geschlenzt hatte, hielt Daniel Oppolzer den Schläger rein und beruhigte mit dem RT-Führungstreffer die Nerven (6.).

Der Funke war zwischen Eis und Tribüne schnell übergesprungen, und auch das zuletzt vermisste Scheibenglück stellte sich ein. Eine Unterzahl-Befreiung der Roten Teufel wurde abgefälscht, erwischte Andre Schietzolg als »letzten Mann« der Gäste auf dem falschen Fuß, und als auch Nie sein Tor zu forsch verlassen hatte und von Matt Beca umkurvt worden war, traf der »Goldhelm« zum 2:0 – von stehenden Ovationen begleitet.

Im zweiten Abschnitt wurde den Gastgebern die Möglichkeit zur Vorentscheidung auf dem Silbertablett serviert. 43 Sekunden lang standen die Hessen mit zwei Spielern mehr auf den Eis (24.), fanden aber keine Lücke. Kevin Lavallee marschierte zu diesem Zeitpunkt in die Kabine, nach einem Check von Dominik Walsh war die Partie für ihn beendet (Handverletzung).

Zwei Unterzahl-Situationen (27./32.) sorgten anschießend in einer zunehmend rassigen Begegnung für eine emotionale Achterbahnfahrt, auf der die Hausherren mit Geschick und diesmal auch dem nötigen Scheibenglück einen Anschlusstreffer verhindern konnte.

Mit Beginn des Schlussabschnitts traf Marcus Götz nach einem Konter zum 3:0 – die Party konnte beginnen (42.). Doch, denkste: T.J. Fast erzielte postwendend den Anschluss, und als Scott Pitt 7:21 Minuten vor der Sirene auf 2:3 verkürzt hatte, begann der bittere Kampf gegen die Zeit, den die Roten Teufel letztlich für sich entscheiden konnten.

EC Bad Nauheim: Guryca – Versteeg, Ringwald, Ketter, McMonagle, Baum, Götz – Beca, Helms, Carnevale, Reimer, Lange, Strauch, Pinizzotto, Oppolzer, Lavallee, Schlicht.

Eispiraten Crimmitschau: Nie – Kirschbauer, Fast, Heider, Hüfner, Thomson, Tramm – Schietzold, Heinisch, Reed, Walsh, Campbell, Pitt, Kimmel, Forster, Bucheli, Kronawitter, Kabitzsky.

Steno: Tore: 1:0 (6.) Oppolzer (Götz), 2:0 (14.) Beca (Versteeg, Ringwald – 4-5), 3:0 (42.) Götz (Pinizzotto), 3:1 (44.) Fast, 3:2 (52.)

Pitt (Campbell). – Schiedsrichter: Ralph Bidoul. – Strafminuten: Bad Nauheim 10, Crimmitschau 6. – Zuschauer: 2832.

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Weiter spielten: ESV Kaufbeuren – Heilbronner Falken 1:4.

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