Luftkampf: Edvin Hamzic (hinten) und Visar Gashi wollen mit dem FV Bad Vilbel punkten, um in der hinteren Tabellenhälfte durchatmen zu können. FOTO: JAUX
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Luftkampf: Edvin Hamzic (hinten) und Visar Gashi wollen mit dem FV Bad Vilbel punkten, um in der hinteren Tabellenhälfte durchatmen zu können. FOTO: JAUX

Fussball-Hessenliga

Im Soll, aber in der Krise

(ace). Erneut steht in der Fußball-Hessenliga unter der Woche ein kompletter Spieltag auf dem Programm. Die Mannschaften eilen weiter von Spiel zu Spiel und kommen immer seltener zur Regeneration. Die beiden Vertreter des Kreises Friedberg absolvieren am Mittwochabend parallel zueinander ihr nächstes Heimspiel. Türk Gücü Friedberg erwartet dabei am Ober-Rosbacher Eisenkrain um 19 Uhr den Vorjahresaufsteiger TuS Dietkirchen, während am Niddasportfeld der Anpfiff erst um 19.30 Uhr ertönt. Dann tritt Aufsteiger und Schlusslicht 1. FC Erlensee beim FV Bad Vilbel an.

Türk Gücü Friedberg - TuS Dietkirchen (Mittwoch, 19 Uhr):Nach fünf Pflichtspielen ohne Sieg war bei den Friedbergern nicht die sportliche Situation das Hauptthema, sondern die Trainerfrage. Ob Carsten Weber gegen Dietkirchen an der Seitenlinie stehen wird, sollte sich bei einem Gespräch zwischen dem Vorstand und dem ambitionierten Coach am Dienstagabend entscheiden. Am späten Abend dann die Nachricht vom Klub: Weber bleibt - trotz der Tatsache, dass die von ihm auf der Pressekonferenz nach der 2:3-Pleite gegen Fernwald vorgetragenen Kritikpunkte beim Türk-Gücü-Vorstand für wenig Begeisterung gesorgt hatten. Im Gegenteil: Pressesprecher Selim Karanfil stellt am Dienstag nochmals deutlich klar: "Das sind interne Angelegenheiten, die nicht in die Öffentlichkeit gehören." Eine Trennung hätte Karanfil aber nach eigenen Angaben bedauert, denn der Verein sei mit Webers Arbeit sehr zufrieden und man befinde sich mit 16 Punkten und Rang fünf voll im Soll. Auch nach dem Aus im Hessen-Pokal in Zeilsheim (0:1), wodurch dem Club das lukrative Heimspiel im Achtelfinale gegen Drittligist SV Wehen Wiesbaden entgeht, habe man dem Trainerteam keine Vorwürfe gemacht. Für das Dietkirchen-Spiel fordert Karanfil "90 Minuten Konzentration". Es dürfe nicht noch einmal passieren, dass man wie gegen Fernwald nach einer komfortablen 2:0-Führung "komplett zusammenfällt".

Türk Gücü Friedberg: Koob (Hinterkopf) - Scheffler, Eren, Usic, Printemps, Fukuhara, Dudda, Weigand, Jan-Philipp Häuser, Michel, Schorr (Biber, Auer, Tahirovic, Janis Häuser, Lee, Kilic).

FV Bad Vilbel - 1. FC Erlensee (Mittwoch, 19.30 Uhr):Das Tor des Tages fiel gegen Zeilsheim spät. Pressesprecher Alexander Juli sprach nach dem Last-Minute-Gegentor von "einem Nackenschlag." Der erste Heimdreier seit Ende August 2019 lässt damit weiter auf sich warten. Vollbracht werden soll der jetzt vor heimischer Kulisse gegen Aufsteiger Erlensee. Fehlen wird dabei Außenverteidiger Rodrigo Tiago nach der Gelb-Roten Karte vom Freitag. Das Schlusslicht kommt mit zwei Zählern weniger, ein Vilbeler Erfolg hätte befreiende Wirkung.

FV Bad Vilbel: Steinbrecher (Orband) - Saso, Gashi, Knauer, Cichutek, Malkiewicz, Emmel, Biehrer, Thielmann, Safaridis, Tochihara (Dogan, Bouembe, Toskovic, Yildirim, Pandza, Lahchaychi).

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