Softe Gießen 46ers gehen unter

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Die Playoffs waren bereits vor dem Spiel so gut wie außer Reichweite, dennoch zeigten die Gießen 46ers beim 85:117 (43:59) bei den EWE Baskets Oldenburg eine erschreckend schwache Leistung. 46ers-Trainer Ingo Freyer zählte seine Spieler öffentlich an.

Die Playoffs waren bereits vor dem Spiel so gut wie außer Reichweite, dennoch zeigten die Gießen 46ers beim 85:117 (43:59) bei den EWE Baskets Oldenburg eine erschreckend schwache Leistung. 46ers-Trainer Ingo Freyer zählte seine Spieler öffentlich an.

Etwas mehr als eine Minute war noch auf der Uhr, da machte Rasid Mahalbasic den Deckel drauf. Nicht auf den Sieg seiner EWE Bask ets Oldenburg – der stand da schon lange fest. Nein, der Center erzielte per Dreier seine Punkte acht, neun und zehn und sicherte sich damit ein Triple-Double: Zehn Punkte, zehn Rebounds, elf Assists. Es war das dritte für den Österreicher in den vergangenen 14 Spielen. Und um zu verstehen, wie unglaublich das ist, muss man wissen, dass sämtliche anderen Spieler in der Basketball-Bundesliga in den letzten 21 Jahren zusammen gerade einmal sechs Triple-Doubles geschafft haben.

Ironie des Schicksal, dass diese Leistung fast an fehlenden Punkten gescheitert wäre – denn an Oldenburger Punkten mangelte es am Dienstagabend nun wirklich nicht. 117 Stück schenkten die Hausherren den Gießenern ein, und damit ist das meiste über das Spiel bereits gesagt: Außerhalb Chinas und der NBA ist es äußerst unwahrscheinlich, dass ein Team so viele Punkte kassiert und trotzdem noch gewinnt. Dabei sind die 46ers so zusammengestellt, dass es bei ihnen klappen könnte, doch vor den 6000 Zuschauern in der EWE Arena erreichte offensiv neben John Bryant (23 Punkte) und David Bell (15) kaum jemand sein offensives Normalniveau.

Stattdessen blieben Spieler wie Larry Gordon (vier Zähler), Brandon Thomas (fünf Punkte) und Jared Jordan (drei Punkte, vier Vorlagen) weit unter dem, was sie im Angriff eigentlich zu zeigen vermögen, von der schwachen Defensivleistung der gesamten Mannschaft ganz zu schweigen. Ingo Freyer war nach Spielende jedenfalls bedient. "Wenn du im ersten Viertel erst nach neun Minuten dein erstes Foul hast, wenn du zu soft spielst gegen eine Oldenburger Mannschaft, die hart spielt, dann geht das halt so aus, wie es ausgegangen ist", sah auch der Cheftrainer der 46ers kaum Gegenwehr.

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