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VfB Södel hat sich wieder zur Spitzenmannschaft entwickelt

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(sto) Dem VfB Södel ist in den letzten Jahren der Männerfußball abhanden gekommen. Ab der Runde 2010/11 gab es aber einen Frauen-Gruppenligisten. Es wurde jedoch eine schwierige Saison, die mit dem Abstieg aus der Gruppenliga Frankfurt endete.

(sto) Dem VfB Södel ist in den letzten Jahren der Männerfußball abhanden gekommen. Der KSV Weckesheim beschloss im Januar 2010 zum Ende der Saison, den Spielbetrieb im Frauen- und Fußballbereich einzustellen. Der Södeler Verein signalisierte Interesse, diese Abteilung in den Verein zu integrieren und damit auch ein Weiterbestehen des Vereins zu sichern. Ab der Runde 2010/11 gab es somit einen Frauen-Gruppenligisten VfB Södel. Es wurde jedoch eine schwierige Saison, die mit dem Abstieg aus der Gruppenliga Frankfurt endete.

Der Kader des Kreisoberligisten war derart dünn, dass man beim VfB nach Alternativen suchte. In der benachbarten Region Gießen wurden die Södeler fündig. Dort war eine Teilnahme in der Punktrunde mit einer Neuner-Mannschaft möglich, mit der Einschränkung einer Nichtaufstiegs-Klausel für ein Team mit neun Spielerinnen.

Die Frauen des VfB Södel bestritten ab 20. August ihre Punktspiele in der Kreisoberliga Gießen, Gruppe 2, auf Spielfeldern, die von Strafraum zu Strafraum reichten. Der Auftakt misslang. Gegen Eintracht Lollar II zog der VfB mit 0:2 den Kürzeren und unterlag eine Woche später beim FSV Dillheim in Ehringshausen 1:2.

Mit dem neuen Trainer Hubert Ott, der eine Philosophie der Mitsprache der Mannschaft bei Entscheidungen vertritt, hellte sich der Södeler Fußballhimmel auf. Waren zunächst nur fünf Spielerinnen im Durchschnitt im Training, so hat sich diese Quote verdoppelt. Auch gelang es Trainer und Vorstand, Spielerinnen, die die besseren Zeiten in Weckesheim oder sogar zuvor in Beienheim miterlebt hatten und die Schuhe an den besagten Fußballer-Nagel gehängt hatten, zu einem Wiedereinstieg zu überreden.

Der Kader vergrößerte sich so von zehn auf 17 Spielerinnen. »Dennoch stehen uns zu den Spielen in der Regel nur zwölf oder 13 Frauen zur Verfügung«, so Hubert Ott und führt als Hauptgrund die Spielzeit an den Samstagnachmittagen an, an denen zahlreiche Spielerinnen noch beruflich gebunden sind.

Nach den beiden Auftaktniederlagen bog der VfB Södel in die Überholspur ein. Dem 7:0-Kantersieg gegen den FC Allertshausen folgten vier weitere Dreier. Dazwischen befand sich das 4:4-Remis im Spiel gegen den Tabellenzweiten TSV Hungen. Die Södelerinnen, die schließlich die außer Konkurrenz ausgetragene Begegnung gegen den TSV Langgöns II mit 0:1 verloren, arbeiteten sich auf Rang drei vor.

Drei Zähler beträgt aktuell der Abstand zum Relegationsplatz zwei. Hätte der VfB eine Elfer-Mannschaft, wäre der Aufstieg ein Thema. So bleibt für die Rückrunde nur der Reiz, möglichst viele Punkte zu holen. Dass der VfB Södel auf Augenhöhe mit Spitzenreiter Eintracht Lollar II und dem Zweiten TSV Hungen agieren kann, möchte die Ott-Truppe am 31. März und am 28. April in den beiden besagten Auswärtsaufgaben beweisen.

Für den Erfolg seit Mitte September führt der Trainer die richtige Mischung aus erfahrenen und jungen Akteurinnen an. Zudem zeigt die Anzahl von elf Torschützinnen der 33 Treffer in den neun Begegnungen eine Unberechenbarkeit der Offensive. Als negativ bezeichnet Hubert Ott, dass in den Wintermonaten zum Training nur eine Stunde die Halle in Södel zur Verfügung steht. Am kommenden Freitag soll die Punktrunde in Lehnheim fortgesetzt werden. Beim Ausblick auf die Saison 2012/13 hofft Ott, mit einer Elfer-Mannschaft antreten zu können. In der Sportregion Gießen könnte er sich ein Bleiben vorstellen: »Lieber auf der Autobahn nach Dillheim als in das Zentrum von Frankfurt zu fahren«.

Aber für solche Zukunftsplanungen müssten im Verein noch Gespräche geführt werden, wobei auch die Vorstellungen der Spielerinnen entscheiden.

Die interne Torjägerliste des Tabellendritten der Kreisoberliga Gießen 2: Julia Diehlmann (6), Christina Paulencu (5), Larissa Lauber, Muriel Grimm (je 4), Ines Labitzke, Sukran Kuzuoglu, Nicole Preiß (je 3), Lisa Lung (2), Anna Feig, Sabrina Mahles, Bettina Metzger (je 1).

Die Spiele des VfB Södel – Siege: FC Allertshausen 7:0 (H), TSV Langgöns I 2:1 (H), TuS Naunheim 6:3 (A), FSG Biebertal 9:0 (H), SG Tiefenbach 4:1 (A). – Unentschieden: TSV Hungen 4:4 (H). – Niederlagen: Eintracht Lollar II 0:2 (H), FSV Dillheim 1:2 (A), TSV Langgöns II 0:1 ohne Wertung (H).

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