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TSV Södel schockt den Tabellenführer

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(jms) Diszipliniert, engagiert und kampfstark präsentierten sich die Landesliga-Handballer des TSV Södel am Samstagabend beim Tabellenführer TSG Oberursel. Dank dieser grundlegenden Attribute sicherte sich der Aufsteiger beim großen Favoriten einen verdienten Punkt. Mit 25:25 (15:14) endete die Partie in der Sporthalle der Erich-Kästner-Schule, wobei sich einige der 200 Zuschauer sicher verdutzt die Augen über eine sehr couragierte Södeler Leistung rieben.

»Wir haben gezeigt, dass wir noch leben und über weite Strecken ein sehr gutes Spiel gezeigt. Uns ist es zuzuschreiben, dass Oberursel nicht so richtig ins Spiel gefunden hat. Das haben die Jungs richtig gut gemacht«, freute sich Södels Trainer Thomas Bley über den verdienten Punktgewinn.

Vom Fleck weg präsentierte sich der Gast aus der Wetterau als bissiger und aggressiver Gegner, der nicht gewillt war dem Spitzenreiter und Aufstiegsfavoriten kampflos das Feld zu überlassen. Nach der 1:0-Führung von Thomas Semmelroth setzte sich Oberursel per Dreierpack auf 3:1 ab. Södel jedoch hatte die passende Antwort parat und profitierte von einer taktisch klugen Umstellung von Trainer Bley, der Jörn Mager ins Deckungszentrum beordert hatte. Der Linkshänder machte nicht nur in der Abwehr eine gute Figur, sondern zeigte auch vorne mit pfiffigen Aktionen seine Qualitäten. Sein wuchtiger Wurf mit der linken Klebe zum 7:7 war aller Ehren wert. Hofmanns Tor zum 10:9 für den Gast sorgte für Sicherheit. Zuvor hatte bereits Dominik Hitzel am Kreis für die 9:8-Führung gesorgt. »Das hat uns gut getan, weil wir gesehen hatten, dass eine reelle Chance besteht«, meinte Bley.

Nach der 15:14-Führung zur Pause zog Södel sogar auf 20:17 (40.) davon und erlaubte sich den Luxus, einen Tempogegenstoß fahrlässig in den Sand zu setzen. »Die Leistung war insbesondere deswegen toll, weil Thomas Roth nach 20 Minuten eine Rote Karte gesehen hatte. In einem Zweikampf ist er auf seinen Gegenspieler gefallen. Da eine Rote Karte zu geben, ist in meinen Augen eine krasse Fehlentscheidung. Dann hätte Oberursel in der zweiten Halbzeit wegen einer klaren Tätlichkeit auch bestraft werden müssen«, meinte Bley, der neben Roth auch noch auf Matthias Böhland verzichten musste. Der zweite Garant für qualitative Deckungsarbeit knickte um und konnte ab der 40. Minute nicht mehr mitspielen. Zur Folge hatte dies, dass die TSG wieder etwas mehr Spielfreude zeigte und sieben Minuten vor der Schlusssirene eine 25:23-Führung herauswarfen. Doch Lind und Hofmann trafen in der Schlussphase und sorgten für den verdienten Punkt.

TSG Oberursel: Schimanski (6/2), Patrick Heidl (5), Mauch (2), Perl (2), Sailler (2), Krmek (3), Heid (2), Reiß (3).

TSV Södel: Steube, Malik; A. Böhland (2/2), Lind (2), Hofmann (4), Weis, Semmelroth (3), Mager (4), M. Böhland (1), Roth, Boller (4), Hitzel (3), Bley (2).

Im Stenogramm: Schiedsrichter: Foucar, Molkenthin (Gelnhausen/Maintal). - Zeitstrafen: 12/6 Minuten. - Siebenmeter: 5/4 - 2:2. - Rote Karte: Roth (Södel). - Zuschauer: 250.

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