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Smolka und Haselhorst überragen

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(web). Souveräne Hessenmeistertitel in den Disziplinen Wurf und Lauf haben in der U 14 Valerie Hercek (TV Rendel) und Noel Freder (VfL Altenstadt) am Wochenende von den Landesmeisterschaften aus Flieden mit in die Wetterau genommen. Jonas Smolka (LG ovag/TSV Friedberg-Fauerbach) stellte neben der hessischen Goldmedaille im Block Sprint/Sprung in der M 15 einen Kreisrekord auf. Benedikt Michel - ebenfalls im blau-weißen Trikot der Kreisstädter unterwegs - und die Friedbergerin Mia Haselhorst (LG Eintracht Frankfurt) feierten in der U 15 im Block Wurf den Triumph. Die Blockmehrkampfmeisterschaften besitzen in der U14 den höchsten Stellenwert, da hier noch keine Einzel-Meisterschaften ausgetragen werden.

LG Ovag TSV Friedberg-Fauerbach: Einen überragenden Wettkampf lieferte Jonas Smolka ab. Im Block Sprint/Sprung der Altersklasse M 15 sammelte er 3016 Punkte. Damit steht er in der Deutschen Bestenliste, auch wenn es noch früh in der Saison ist, ganz oben und hat zugleich den alten Kreisrekord des Ex-Friedbergers Nils Müller (2997 Punkte) aus dem Jahr 2002 pulverisiert. In allen fünf Disziplinen stellte Smolka eine neue Bestleistung auf. Über die Sprintdistanzen 100 Meter und 80 Meter Hürden steigerte er sich beachtlich auf 11,73 bzw. 11,36 Sekunden und knackte damit auch die Norm für die Deutschen Nachwuchsmeisterschaften. Im Weitsprung landete er den ersten Sechs-Meter-Sprung seiner noch jungen Karriere auf 6,02 Meter. Nach 1,72 Meter im Hochsprung folgten überragende 46,99 Meter mit dem Speer. Hier stand seine alte Bestmarke bei 39,88 Metern. Smolka, der auch im Handball ein großes Talent ist, lieferte sich einen engen Fight mit der Konkurrenz und triumphierte am Ende.

Im Block Wurf der M 15 kam der Sieger auch vom TSV. Benedict Michel verbesserte sich auf insgesamt 2844 Punkte und lag am Ende deutlich vor der Konkurrenz. Vor allem in den Wurfdisziplinen hat dem Talent aus der Kreisstadt keiner etwas vorgemacht. Der Diskus flog mit 48,84 Metern wieder nah ran an die 50-Meter-Marke. Damit bestätigte Michel nebenbei auch noch einmal seine Quali für die "Deutschen". Im Kugelstoßen lag der TSVler mit elf Metern vorne. Über 100 Meter steigerte er sich um fast eine halbe Sekunde auf 12,46 Sekunden. Dasselbe gilt für seine Hürdenzeit von 12,35 Sekunden. Auch im Weitsprung leuchtete mit 5,58 Metern am Ende ein "PB" auf. Smolka und Benedict Michel haben mit ihren Leistungen in Flieden die Qualifikation für die Deutschen Blockwettkämpfe in Lage geschafft.

In der M15 war zudem Johan Natalio im Block Lauf am Start. Nach einem super Ballwurf auf 60,50 Meter, der schnellsten Hürdenzeit aller Teilnehmer in diesem Block (11,53 sec.), 12,62 Sekunden über 100 Meter und 5,10 Metern im Weitsprung war der TSVler auf dem besten Weg zu einer Medaille. Den abschließenden 2000-Meter-Lauf musste Natalio wegen Kreislaufproblemen aber abbrechen. Die Punkte fehlten am Ende, sodass der zehnte Platz herauskam.

Mit der Mannschaft landete der TSV aufgrund der fehlenden Laufpunkte auf dem zweiten Platz, hauchdünn hinter dem ASC Darmstadt, auf Platz zwei.

Schneeberger erzielt Bestleistung

Die Einzelmedaille geschafft hat hingegen Ben Gerlach im Block Sprint/Sprung der M 13. Mit 2511 Punkten freute sich Gerlach über Bronze. Er blieb in allen Disziplinen nur knapp unter seinen Bestwerten. Über die 75 Meter finishte er in 10,05 Sekunden, über 60 Meter Hürden in 11,0 Sekunden. Im Weitsprung war Gerlach mit 5,16 Metern der Beste, im Hochsprung kamen 1,46 Meter dazu, den Speer schleuderte er auf 44,84 Meter.

Bei den Mädchen gelang Helena Schneeberger ein guter Wettkampf im Block Sprint/Sprung der W 14. Sie wurde gegen große Konkurrenz Fünfte mit insgesamt 2476 Punkten - neue Bestmarke. Über die 100 Meter sprintete sie nur knapp in 13,51 Sekunden an einer Bestzeit vorbei, die aber über die Hürdenstrecke mit 13,53 Sekunden folgte. Im Weitsprung landete Schneeberger auf 4,62 Meter, sprang dazu 1,44 Meter hoch. Im Speerwurf erzielte sie mit 28,20 Metern die beste Weite - insgesamt also Rang fünf.

Teamkollegin Julia Odermatt ging im Block Wurf der W 14 an den Start. Hier wurde sie mit 2147 Punkten Neunte. Vor allem im Kugelstoßen konnte die TSV-Athletin eine immense Steigerung von 5,83 Metern auf 7,75 Meter vorweisen. Das Ergebnis vom ersten Diskuswurf mit der 1kg-Scheibe: 17,75 Meter. Im Weitsprung landete Odermatt das erste Mal über der Vier-Meter-Marke (4,15m). Und die Sprintdisziplinen 100 Meter bzw. 80 Meter Hürden finishte sie in 13,90 bzw. 13,95 Sekunden.

VfL Altenstadt: Der Lauf-Blockwettkampf der männlichen Altersklassen M 12 und M 13 bestand aus einem 75-Meter-Lauf, 60-Meter-Hürden, Weitsprung, Ballwurf und einem abschließenden 800-Meter-Lauf. In der M13 stellte Kjell Jona Credner in allen fünf Disziplinen Bestleistungen auf. 75 Meter in 10,32 Sekunden, 60 Meter Hürden in 10,86 Sekunden, im Ballwurf erzielte er 40 Meter, im Weitsprung ging es über 4,82 Metern weit und über 800 Meter standen 2:23,90 Minuten auf der Uhr. Insgesamt bedeutete das 2252 Punkte, zwei Punkte fehlten zu Platz drei.

Jamie Knaus belegte in der M 12 mit 1792 Punkten Platz neun mit 11,30 Sekunden über 75 Meter, 12,72 Sekunden über 60 Meter Hürden, 4,11 Metern im Weitsprung, 33 Metern im Ballwurf und 2:42,30 Minuten über 800 Meter. Für Lasse Rohrssen sprang mit 1576 Punkten der 20. Rang heraus.

In der M14 stellte Noel Freder Bestleistungen im Ballwurf (44 Meter), über 100 Meter (12,53 Sekunden), über 80 Meter Hürden (12,54 Sekunden) und im Weitsprung (5,46 Metern) auf. Den abschließenden 2000 Meter-Lauf absolvierte er an der Spitze in 6:34,23 Minuten. Mit 2532 Punkte qualifizierte er sich für die "Deutschen", den Hessischen Meistertitel gab obendrauf.

Punktlandung für Gold

TV Rendel: Valerie Hercek ist neue Hessenmeisterin in der U 14, Luca Wörner gewann in der selben Altersklasse Bronze bei den Jungs.

Hercek reichten gute 11,12 Sekunden über 60-Meter-Hürden, im Weitsprung erreichte sie mit 4,33 Metern eine persönliche Bestleistung. Im Ballwurf und im 75-Meter-Sprint spielte Hercek mit 33,00 Metern bzw. hervorragende 10,58 Sekunden (1. Platz) ihre Stärken aus. Das Polster von 15 Sekunden vor der Zweitplatzierten brachte sie mit einer Punktlandung ins Ziel und sicherte sich den Hessentitel.

Wörner stellte im ersten 60 Meter-Hürdenlauf des Tages gleich seine erst ein paar Tage vorher in Gelnhausen erzielte Bestleistung von 10,63 Sekunden ein. Im Weitsprung folgte die persönliche Bestweite von 4,47 Metern. Die sehr gute Speerwurf-Weite von 24,14 Metern und schnelle 10,72 Sekunden im 75-Meter-Sprint verschafften ihm eine gute Ausgangsposition für den Hochsprung. Die Bestleistungshöhen 1,30 Metern und 1,34 Metern überwand der Maintaler im jeweils dritten Versuch und sicherte sich nach fünf Bestleistungen Bronze.

Für Annalena Gerke ging es nach Verletzungspause im Vorfeld der Meisterschaften lediglich darum, erste Hessenmeisterschaftsluft zu schnuppern. Dies tat sie als 32. des Blockmehrkampfes Sprint/Sprung der Altersklasse W 13 nach persönlichen Bestleitungen im Hürdensprint und Hochsprung achtbar mit 1 752 Punkten.

Nur Olympia-Teilnehmerin besser

SV Fun-Ball Dortelweil: Für die 13-jährige Natalie Scrivener war es die erste Teilnahme an hessischen Blockmeisterschaften (Mehrkampf). Im Blockwettkampf "Lauf" gelang ihr zunächst im Weitsprung eine Weite von 4,36 Meter, anschließend 27,50 Meter beim Ballwurf. Persönliche Bestzeiten lief sie über 100 Meter (13,56 Sekunden), 80 Meter Hürden (13,42 Sekunden) und über 2000 Meter (7:34,46 Minuten; schnellste Zeit ihrer AK). All das reichte für 2346 Punkte, Platz vier und die Qualifikation.

Andere Vereine: Die Friedbergerin Mia Haselhorst (LG Eintracht Frankfurt) machte nachhaltig auf sich aufmerksam und holte sich im Blockmehrkampf Wurf in souveräner Manier den Titel. Mit 2867 Punkten siegte die 15-Jährige und liegt deutschlandweit hinter Alina Sophia Vollert (LAC Erdgas Chemnitz) mit gerade einmal 26 Punkten Rückstand an zweiter Stelle. Haselhorst stellte damit nicht nur eine persönliche Bestleistung auf, sondern erreichte eine Bestmarke, die in Hessen bislang in der ewigen Bestenliste nur von der deutschen Mehrkampfmeisterin und Olympia Teilnehmerin Carolin Schäfer (LG Eintracht Frankfurt) überboten wurde. Mit dieser Punktzahl hat sie sich auch für die deutschen Meisterschaften in Lage qualifiziert.

In vier der fünf Disziplinen ging der Sieg an Haselhorst, die lediglich über 100 Meter trotz einer persönlicher Bestzeit von 13,11 Sekunden als Zweite ins Ziel einlief. Im Kugelstoßen mit 13,08 Metern und im Diskuswerfen mit 36,02 Metern erreichte sie persönliche Bestleistungen. Hier wird sie übrigens von Wolfgang Scheunemann, Trainer legende des LSC Bad Nauheim, betreut. Aber auch die 12,02 Sekunden über 80 Meter Hürden und die 5,27 Meter im Weitsprung können sich sehen lassen.

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