Skyliners holen Konstantin Konga zurück

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(tim). Jeden Morgen fährt Konstantin Konga zur Reha in seiner Geburtsstadt Berlin und schuftet an der Stabilität seiner Schulter. Im Mai hatte er sich operieren lassen müssen. Zwei Sehnen waren angerissen, das Labrum und der Ansatz der Bizepssehne. "Ich bin der Vorgabe des Arztes voraus und kann schon langsam, aber sicher wieder basketballspezifisch trainieren", erzählt er.

Das wird sein neuer Cheftrainer Sebastian Gleim gerne hören, der sich auf die Rückkehr von Konga zu den Frankfurt Skyliners freut, wo er bereits zwischen 2012 und 2016 spielte. Am Dienstag gab der hessische Basketball-Bundesligist die Verpflichtung des Comboguards bekannt, der zuletzt für Ligakonkurrent Riesen Ludwigsburg spielte und dort auch Kapitän war. Darüber hinaus wird Konga, der vor seiner Hochzeit noch Klein hieß, Assistenztrainer in der zweiten Mannschaft der Skyliners, die aktuell in der drittklassigen Liga Pro B spielt.

Vertrag über ein Jahr

"Ich möchte mit meiner Art und Weise ein Vorbild für die jüngeren Spieler sein und ihnen bestmöglich auf und neben dem Parkett helfen, Vollprofi zu sein", erklärt der 29-Jährige, der zunächst einen Einjahresvertrag erhält. Es habe auch andere Optionen gegeben, aber auch die Aussicht, in den Trainerberuf reinzuschnuppern, habe den Ausschlag für Frankfurt gegeben. "Ich habe Spaß daran, mit jungen Spielern zu arbeiten und ihre Entwicklung zu sehen. Aber eins ist klar: In erster Linie bin ich immer noch Spieler. Einer der Gründe, warum ich auch nach Frankfurt kommen wollte, ist, dass ich mich immer noch anderen beweisen will", sagt Konga.

Der 1,87-Meter große Spielmacher war Teil der Skyliners-Mannschaft, die 2016 bis ins BBL-Halbfinale vorstieß und den Fiba-Europe-Cup gewann, ehe er die Hessen dann in Richtung Bonn verließ und 2018 nach Ludwigsburg wechselte. Dort kam er vergangene Spielzeit auf durchschnittlich 16 Minuten Einsatzzeit und 4,2 Punkte.

Klare Kante gegen Rassismus

Größere Aufmerksamkeit wurde dem gebürtigen Berliner zuteil, weil er sich klar gegen Rassismus positioniert hat. Bei einem Spiel beim Mitteldeutschen BC in Weißenfels war er im vergangenen September wegen seines Nachnamens rassistisch beleidigt und mit Affenlauten bedacht worden. "Es müssen sich einfach mehr weiße Deutsche mit Rassismus befassen, weil er wirklich im System verankert ist", findet Konga.

Sebastian Gleim bekommt also einen Spieler, der mit seiner Meinung nicht hinterm Berg hält. "Konsti ist ein Typ, der unserer charakterlich eher ruhigen Mannschaft etwas Feuer geben wird", ist Gleim überzeugt. Das wird er ganz sicher.

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