Skyliners brauchen Geduld

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(tt). Gleich doppelt bat Trainer Sebastian Gleim sein Team am Wochenende zum Mannschaftstraining. Nachdem alle Spieler, Trainer und Betreuer der Frankfurt Skyliners innerhalb einer Woche zweimal negativ auf das Coronavirus getestet wurden, konnten die Basketballer am Samstag so richtig mit der Vorbereitung auf die kommende Saison loslegen. "Das Training war intensiv und die Atmosphäre ist gut", berichtet Gleim.

Was dem Cheftrainer noch eine Weile fehlen wird, ist jedoch ein komplettes Team. Flügelspieler Richard Freudenberg ist nach seiner Schleimbeutelentzündung in der Achillessehne im Aufbautraining und kann aktuell nur werfen. "Wenn er zwei Testspiele bis zum ersten Pokalspiel machen kann, wäre es gut", sagt Gleim. Das ist am 17. oder 18. Oktober. Konstantin Klein hat nach seiner Schulteroperation zumindest einmal komplett mittrainiert und ist fit. Die bislang einzigen ausländischen Neuzugänge Jon Axel Gudmunddson und Ra-sheed Moore müssen erst in das System von Gleim integriert werden.

Drei Ausländer können die Skyliners noch verpflichten, ob sie das tun, ist offen. Kein anderer Bundesligist agiert auf dem Transfermarkt bislang so konservativ. "Der Spielermarkt wird in zwei bis drei Wochen wieder ganz anders sein. Wir müssen Geduld haben", sagt Gleim. Gunnar Wöbkes Credo lautet: Lieber die Strukturen im Klub und in der Jugendarbeit erhalten, als jetzt viel Geld in die Hand zu nehmen, wenn er nicht weiß mit welchen Rahmenbedingungen er planen kann. Der geschäftsführende Gesellschafter geht davon aus, dass die 5000 Fans fassende Ballsporthalle nicht voll ausgelastet werden kann.

Aktuell prüft die Stadt Frankfurt die Situation der Arena und will darauf ein Gesamtkonzept für alle möglichen Veranstaltungen erarbeiten. "Danach werden wir unser eigenes Hygienekonzept entwickeln", sagt Wöbke. Stand heute ist noch völlig unklar, ob und wenn ja wie viele Fans zum Bundesligastart ab dem 6. November kommen können. Auch ist es offen, inwiefern die Skyliners vom Nothilfepaket des Bundes profitieren können. Maximal kann jeder Profiklub 800(000 Euro erhalten.

Gleim steht jedenfalls voll hinter seinem Chef. Wöbke mache keine falschen Versprechungen und sorge dafür, dass die Mitarbeiter im Klub ihre Lebensgrundlage weitererhalten können.

Am Sonntag steht der erste Test gegen die BG Göttingen an.

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