Beienheims Trainer Matthias Tietz will den Aufwärtstrend gegen Aufsteiger SV Steinfurth bestätigen. Drei seiner Spieler treffen auf ihren ehemaligen Verein. FOTO: CHUC
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Beienheims Trainer Matthias Tietz will den Aufwärtstrend gegen Aufsteiger SV Steinfurth bestätigen. Drei seiner Spieler treffen auf ihren ehemaligen Verein. FOTO: CHUC

SKV-Trio trifft auf Ex-Verein

(ace). Spieltage unter der Woche sind in dieser besonderen Saison in allen Spielklassen nicht zu vermeiden, gerade nicht in der Fußball-Gruppenliga Frankfurt West mit ihrem 20 Vereine umfassenden Teilnehmerfeld. Und so gehen die Fußballer jetzt schon in ihre dritte englische Woche, was so langsam an den Kraftreserven zehrt. Der 8. Spieltag wird am Dienstag ohne Wetterauer Beteiligung mit der Partie Spvgg. Fechenheim - FV Stierstadt eröffnet. Das Gros der Vertreter aus dem Friedberger Kreis ist am Mittwochabend im Einsatz, wenn vier Begegnungen mit heimischer Beteiligung über die Bühne gehen. Abgeschlossen wird der Spieltag am Donnerstag, wenn der FC Karben bei der FG Seckbach gastiert und es zum Derby zwischen dem Türkischen SV Bad Nauheim und dem FC Olympia Fauerbach kommt (beide 20 Uhr).

Gronau muss dringend punkten

SV Gronau - SG Westend (Mittwoch, 20 Uhr):28 Gegentore und der vorletzte Tabellenrang lassen die Alarmglocken in Gronau schrillen, denn vor allem bei den hohen Niederlagen in Seckbach (1:7) und Neu-Anspach (0:8) präsentierte sich der Abwehrverbund der Bad Vilbeler Vorstädter in einem desolaten Zustand. Nun kommt mit der SG Westend ein Gegner an den Aueweg, der mit dem Rückenwind von drei Siegen in Folge anreist und sich scheinbar immer besser in der Liga zurechtfindet. An den Aufsteiger aus dem Frankfurter Gallus haben die Gronauer übrigens sehr gute Erinnerungen, denn im Juni 2019 gelang dem SVG auf dem heimischen Kunstrasen mit einem 2:0-Sieg der Aufstieg im entscheidenden Aufstiegsrundenspiel. Schon sieben Jahre davor war Westend einer der Gegner in der damaligen Viererrelegation, als den Gronauern der erstmalige Sprung in die Gruppenliga gelang. Spielausschuss-Chef Stephan Firla betrachtet die aktuelle Situation bei den Grün-Weißen angesichts der Verletztenmisere als schwierig und spricht von einer "großen Aufgabe" gegen den souveränen Meister der Kreisoberliga Frankfurt. "Auf vielen wichtigen Positionen fehlen uns Stammkräfte und wir haben ohnehin eine sehr junge Mannschaft mit einem Durchschnittsalter von rund 20 Jahren", betont Firla. Der Kader werde derzeit mit Akteuren aus der "Zweiten" aufgefüllt, die angesichts fehlender Gruppenliga-Reife automatisch Fehler produzierten. Weitere Alternativen personeller Art gebe es derzeit nicht. Womöglich setzt die Erinnerung an das Aufstiegsspiel Kräfte frei, denn damals wuchs Gronau als Außenseiter über sich hinaus.

SKV Beienheim - SV Steinfurth (Mittwoch, 20.15 Uhr):Mit sieben Punkten aus den letzten drei Partien hat sich Beienheim ins Tabellenmittelfeld abgesetzt, was Trainer Matthias Tietz freudig zur Kenntnis nimmt: "Es geht jetzt bergauf. Wir mussten uns erst finden und jetzt wird das von Training zu Training und von Spiel zu Spiel besser." Besonders das Einstudieren von zwei verschiedenen Spielsystemen mache das Beienheimer Spiel noch variabler: "Ob Dreierkette oder Viererkette, wir können flexibel reagieren." Das 2:0 gegen Königstein war in die Kategorie "souveräner Heimsieg" einzuordnen und gegen den Aufsteiger aus dem Rosendorf gilt es nun nachzulegen. Besonders motiviert dürften drei Akteure sein, die eine Steinfurther Vergangenheit haben: Ex-Trainer Maximilian Esposito, Dominik Reichardt und Darius Rienmüller. Der mit drei Punkten im Tabellenkeller stehende Aufsteiger hat nach wie vor mit Anlaufschwierigkeiten zu kämpfen, dazu kommt eine nicht abreißende Verletztenmisere. Der neue Trainer Süleyman Karaduman wird sich selbst in den Kader berufen und gegebenenfalls auch einwechseln. "Angesichts dieser Personalengpässe haben wir derzeit keine wettbewerbsfähige Mannschaft", bedauert er.

FSG Burg-Gräfenrode - DJK Bad Homburg (Mittwoch, 20.15 Uhr):FSG-Trainer Torsten Hertz ist trotz des letzten Tabellenplatzes guten Mutes und verkündet vor dem Heimspiel gegen den Tabellenelften: "Wir arbeiten weiter gut im Training und versuchen alles, um die Fehler zu minimieren. Wir verlieren hier nicht die Geduld und wissen, dass irgendwann jede Negativserie reißt." Nachholbedarf sieht der Coach angesichts von nur drei geschossenen Toren vor allem im Sturm, denn auch gegen einen keineswegs übermächtigen Gegner wie die TSG Niederrad (0:3) vergab der Aufsteiger einige gute Möglichkeiten. Die Gäste aus dem Hochtaunus-Kreis werden vom ehemaligen Torjäger Ibrahim Cigdem trainiert und mussten zuletzt zwei Niederlagen in Folge hinnehmen.

1. FC-TSG Königstein - SC Dortelweil (Mittwoch, 20.30 Uhr):Co-Trainer Julian Mistetzky wirkte beim 3:2-Sieg in Usingen mit, danach traten wieder Knieprobleme auf, sodass er im Gastspiel in Königstein aussetzen wird. Den Tabellenzweiten erwartet am Kreisel laut seiner Gegneranalyse "ein tief stehender Gegner, der trotz des Tabellenstandes schon überzeugende Heimspiele abgeliefert hat. Wir dürfen nicht überheblich sein und müssen Mentalität zeigen."

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