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Skaterhockey: Erfolgsserie der Rhein-Main Patriots hält

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Kaum zu stoppen: Alexander Krafczyk (links) erzielt sechs der sieben Treffer des TSV Schwabmünchen in Assenheim, wo Florian Schneider (rechts) mit den gastgebenden Rhein-Main Patriots aber einen 9:7-Erfolg feiert.	(Foto: Chuc)
Kaum zu stoppen: Alexander Krafczyk (links) erzielt sechs der sieben Treffer des TSV Schwabmünchen in Assenheim, wo Florian Schneider (rechts) mit den gastgebenden Rhein-Main Patriots aber einen 9:7-Erfolg feiert. (Foto: Chuc) © Andreas Chuc

(mn) Zu Hause ungeschlagen. Inzwischen viermal in Folge siegreich. Die Rhein-Main Patriots haben zum Rückrundenauftakt der 2. Skaterhockey-Bundesliga mit Tabellenführer Merdingen nach Punkten gleich gezogen, belegen Rang drei, haben allerdings auch nur drei Zähler Vorsprung auf Position fünf, den ersten Nicht-Playoff-Rang.

»Endlich unter den Top Vier«, freute sich Patric Pfannmüller am Samstagabend. Vor 150 Zuschauern in Assenheim konnten die Gastgeber den TSV Schwabmünchen mit 9:7 (2:4, 2:1, 5:2) bezwingen. 40 Minuten lang hatten die Hausherren den quantitativ dünnen, qualitativ aber ausgezeichnet besetzten Kader der Gäste müde gespielt und mit vier Treffern binnen drei Minuten im Schlussabschnitt die Wende herbeigeführt. »Der TSV hatte schon starke Individualisten dabei. Das war ein hartes Stück Arbeit. Am Ende hat es sich ausgezahlt, dass wir mit drei Reihen angetreten waren«, sagt Sven Schlicht. Zusammen mit seinem Bruder Dennis (3) kam er auf insgesamt fünf Treffer für die Patriots, zudem trafen auch Tim May und Axel Wichter jeweils doppelt.

»Wir wussten, dass der TSV früher oder später kräftemäßig einbrechen würde«, sagt Pfannmüller, der nun voller Optimismus auf das Restprogramm schaut. »Wenn wir am kommenden Wochenende drei Zähler aus unseren beiden Spielen in Bayern mitbringen und zu Hause weiter gewinnen, dann bin ich überzeugt, dass dies für die Playoffs reicht.

« Um den direkten Wiederaufstieg zu realisieren, müssen sich die Patriots dann gegen die Nordvereine, hier führen Crefeld und Iserlohn das Klassement an, durchsetzen.

Krafczyk überragt

Überragend am Samstag: Alexander Krafczyk, der Topscorer der Gäste. Er alleine erzielte sechs der sieben Treffer seiner Mannschaft, zudem traf der Ex-Assenheimer Nico Becker, der vor den Toren Augsburgs inzwischen heimisch geworden ist. Neben Krafczyk (spielt Eishockey in Memmingen) hatte der TSV mit Dominik Hägele und auch Patrick Zimmermann (einst SC Riessersee) weitere Spieler mit Erfahrungen aus der vierten Eishockey-Liga in seinen Reihen.

Die Gastgeber führten durch Tim May zwar mit 1:0, liefern dann aber über weite Strecken der Partie einem Rückstand hinterher; erschwert durch anfängliche Unsicherheiten von Torwart Felix Dombrowsky, der im Laufe des Spiel zur gewohnten Stärke fand, wie auch durch unnötige Strafzeiten, teils wegen Reklamierens, die der Aufholjagd immer wieder den Schwung nahmen. Zudem agierte Schwabmünchen dank seiner Routine clever und effektiv im Powerplay. Die Schlicht-Brüder mit je einem Treffer und Wichter brachten Assenheim bis zum zweiten Seitenwechsel auf 4:5 heran.

Die Gäste, die nur sieben ihrer acht Feldspieler und damit nicht einmal zwei komplette Blöcke zum Einsatz brachten, waren darum bemüht, das Tempo aus dem Spiel zu nehmen und den Ball laufen zu lassen. Mit einem Überzahltor zum Ausgleich leitete Dennis Schlicht die Wende ein (46.). Wichter traf 49 Sekunden später im Nachschuss, Sven Schlicht und May erhöhten auf 8:5 (49.). Bei Schwabmünchen, das nach dem neunten Gegentreffer den Torhüter tauschte, war die Luft raus. Die beiden Gäste-Treffer in der Schlussminute waren aus Sicht der Hausherren, die denen Sebastian Aletter (Knie) verletzungsbedingt ausschied, nur Schönheitsfehler.

Rhein-Main Patriots: Dombrowsky; Blum, Dennis Schlicht (3), Sven Schlicht (2), May (2), Gabler, Bannenberg, Aletter, Wichter (2), Florian Schneider, Lachmann, Daniel Schneider, Schäfer.

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