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Steinfurths Spielertrainer Maxi Esposito hat mit seiner Mannschaft im August vier Siege aus vier Spielen geholt.

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Das sind die drei heißesten Augustler im Wetterauer Fußball

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Der SV Steinfurth gewinnt in der Kreisoberliga alle vier Spiele, der FV Bad Vilbel bleibt in der Hessenliga ungeschlagen und ein Spielertrainer aus der A-Liga gewinnt den Torjäger-Cup im August.

Ein A-Liga-Spieler, der reichlich in die Vollen traf, sowie Vereine aus der Hessen- und Kreisoberliga sorgten im August mit starken Leistungen für Schlagzeilen.

FV Bad Vilbel auf Höhenflug: Lässt man ausschließlich die im August absolvierten Pflichtspiele Revue passieren, konnte dem FV Bad Vilbel, der die Auftakt-Niederlage Ende Juli gegen Hessen Dreieich locker wegzustecken verstand, nach zehn von maximal zwölf erreichbaren Punkten in punkto Effektivität keiner der Hessenliga-Rivalen das Wasser reichen. Erst das 2:2 beim FC Hanau, dann die Siege in Dreieich (2:1), gegen Dietkirchen (4:0) sowie am letzten Samstag beim FSV Fernwald (3:0): Die Grün-Weißen haben das Gesamtklassement der hessischen Elite-Liga von hinten aufgerollt und rangieren mittlerweile auf Position vier. FV-Coach Amir Mustafic, der auf dem Niddasportfeld im achten Jahr Regie führt und die unter seiner Obhut beste Platzierung der Brunnenstädter gewiss mit Stolz registrieren dürfte, findet das alles weit weniger überraschend. "Wir haben eine prima Mischung aus altgedienten Spielern, auf die ich mich verlassen kann, und neuen Leuten, die beweisen wollen, was in ihnen steckt. Dadurch kann ich personelle Ausfälle, mit denen man stets rechnen muss, eins zu eins ersetzen", sagt er. Zugänge, die diese These stützen, gibt’s jede Menge: Einsatzzeiten für Hiroto Tochihara und Misaki Saso in der Defensive, Ernad Dananovic und Davor Babic im Mittelfeld sowie für Farid Affo, Zino Zampach, Aljoscha Atzberger und Alexandr Railean im Angriff endeten durchgehend mit guten bis sehr guten Bewertungen. Angst vor den vermeintlichen Titelkandidaten aus Kassel, Stadtallendorf oder Fulda/Lehnerz? "Respekt ja, aber keine Angst. Meines Erachtens sind wir in der Lage, jedem Hessenliga-Konkurrenten auf Augenhöhe zu begegnen", antwortet der 44-Jährige im Brustton der Überzeugung.

SV Steinfurth mit offensiver Power: Kenner der Kreisoberliga-Szene, die in Sachen Titelambitionen vorwiegend den FC Ober-Rosbach und Türk Gücü Friedberg II auf ihrer Rechnung hatten, müssen den Kreis der Kandidaten wohl erweitern. Der SV Steinfurth legte furioser als alle anderen Klubs los. Deutliche Siege über Bad Vilbel II (7:1), den VfB Friedberg (4:1), Burg-Gräfenrode (3:0) und jüngst über den SV Nieder-Wöllstadt (5:0) lassen jedenfalls erahnen, dass den Rosendörflern unter den Fittichen von Spielertrainer Maximilian Esposito der Sprung in die Gruppenliga durchaus zuzutrauen ist. Esposito selbst macht auch gar keinen Hehl daraus, mit der Bürde, ein Meisterschaftsaspirant zu sein, ganz bequem umgehen zu können. "Warum nicht? Wir haben letzte Saison eine starke Rückrunde gespielt. Für uns ist die Chance, ganz vorne mitzuspielen, so groß wie seit langer Zeit nicht mehr." Wichtigste Voraussetzung für diesen optimistischen Ausblick ist inklusive der neuen Leute Joshua Schwer, Daniel Beul, Hagen Dörner und Marius Berting ein 18 Spieler umfassender Kader, der dem 35-jährigen Übungsleiter genügend Spielraum lässt, auf alle Eventualitäten angemessen zu reagieren. Spieler, die "Maxi" Esposito für unersetzlich hält, haben demnach Seltenheitswert und beschränken sich allenfalls auf Kapitän Marius Milek und Jan Eiser, die Doppelsechs im Mittelfeld. "Im Training herrscht Hochbetrieb", berichtet Esposito, der in der Abwehr-Dreierkette auf der linken Bahn die Stellung hält. Geht’s ums Toreschießen, herrscht beim aktuellen KOL-Zweiten ohnehin kein Mangel. Die Offensiv-Kräfte Pascal Marx (6 Treffer), Philipp Landvogt (5), Denis Ehrlicher (3) und Daniel Walter (1) wissen genau, wo der gegnerische Kasten steht.

Christian Teschner außer Kontrolle: Ob im Berufsleben als Kripo-Beamter oder sportlich betrachtet als Stürmer und Spielertrainer des A-Ligisten TFV Ober-Hörgern: Sich durch überraschende Aktionen, mit denen die Rivalen nicht rechnen, Respekt zu verschaffen, gehört für Christian Teschner zum Tagesgeschäft. Auf den Fußball bezogen gelang dem 32-jährigen B-Lizenz-Inhaber ein Coup der besonderen Art, denn im Rahmen des "Wetterauer Torjäger-Cups" gewann er die erste von sieben Monatswertungen und damit den "Goldenen Torjäger" der Saisonmonate Juli/August.

Zehn Treffer, erzielt gegen Ockstadt (4), Hoch-Weisel (1), Kaichen (2) und Ilbenstadt (3) ergaben exakt 20 Wertungspunkte. Das reichte, um die Gruppenliga-Torjäger Salih Yasaroglu (TSV Bad Nauheim) und Ante Paradzik (SKV Beienheim) knapp hinter sich zu lassen. Auch Im vierten Jahr seines Engagements im kleinsten Stadtteil von Münzenberg peilt Christian Teschner überschaubare Ziele an: "Die A-Liga halten, ist das Wichtigste. In Ober-Hörgern wird kein Geld gezahlt, und ich kann mir nicht vorstellen, dass sich daran etwas ändert."

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