+
Die Fauerbacher DM-Einzelmedaillengewinner (v. l.): Gunnar Habl, Jutta Stopka, Bernd Lachmann, Ulrike Steinhaus und Mario Büchter. FOTO: PM

Sieben Streiche

  • schließen

(mw/web). Sieben Goldmedaillen, viermal Silber, ein Hessischer Rekord und ein Doppelsieg. Das zehnköpfige Team der LG ovag Friedberg-Fauerbach hat sich bei den deutschen Leichtathletik-Meisterschaften der Senioren unter 110 Vereinen zum erfolgreichsten Klub aufgeschwungen. Rund 1100 Athleten waren in der Erfurter Halle am Start, und die LG sorgte für einige Glanzlichter.

Allen voran Gunnar Habl, der in der M 40 bei drei Starts dreimal ganz oben auf dem Treppchen stand. Mit einer halben Sekunde Vorsprung siegte er über 200 Meter in 23,96 Sekunden. Doppelte Distanz, doppelter Vorsprung - so lautete die Formel bei seinem Sieg über 400 Meter in 54,14 Sekunden. Eng wurde es nur über 60 Meter Hürden, nach 9,08 Sekunden hatte er vier Hundertstelsekunden zwischen sich und seinen ärgsten Verfolger gelegt.

Eine Klasse für sich war Mario Büchter über 60 Meter in der M 50. 7,48 Sekunden bedeuteten einen deutlichen Erfolg für den neuen Mann im blauen Dress. Auf der Hallenrunde gab es einen Fauerbacher Doppelsieg. Büchter setzte sich in 24,03 Sekunden vor Bernd Lachmann (24,17 sec) durch. Lachmann, schon Weltmeister gewesen, holte sich seine Goldmedaile über 400 Meter mit über drei Sekunden Vorsprung (54,31 sec). Büchter und Lachmann führten später die M 50-Staffel der Kreisstädter zu einem hessischen Rekord. Gemeinsam mit den frischen "Fünfzigern" Andreas Mack und Rainer Ringel benötigten sie 1:41,16 Minuten und waren damit rund 1,5 Sekunden schneller als die Teamkollegen vor fünf Jahren.

Vor vier Wochen hatte sich Jutta Stopka (W 55) einen Muskelfaserriss im Oberschenkel zugezogen. Doch auch diese Verletzung konnte sie nicht stoppen. Zweimal Silber bezeichnete sie als "kleines Wunder" nach jeweils zwei Wochen ohne sowie mit alternativem Training. Über 60 Meter verpasste sie in 8,76 Sekunden nur ganz knapp Rang eins, über 200 Meter blieb sie unter einer halben Minute (29,27 sec).

Ihr erstes Jahr in der W 65 begann Ulrike Steinhaus mit Silber über 400 Meter in 81,00 Sekunden, nachdem sie zuvor zwei vierte Plätze erreicht hatte - über 60 (9,99 sec) und 200 Meter (34,07 sec).

Das starke Ergebnis komplettierten Jörg Czekalla als Fünfter im Weitsprung der M55 mit 5,25 Meter (dazu Zehnter über 400 m in 63,71 sec) sowie Rupert Klopsch in seinem ersten und Werner Waschbüsch in seinem letzten M60-Jahr. Klopsch wurde Achter über 200 Meter in 27,92 Sekunden, Waschbüsch kam auf Rang elf in 28,75 Sekunden. Über 60 Meter verpasste er in 8,59 Sekunden nur um vier Hundertstelsekunden den Finaleinzug - Rang neun.

Stewens gewinnt drei Medaillen

Vier Starts und drei Medaillen für den Zehnkämpfer Thomas Stewens vom SV Fun-Ball Dortelweil bei den deutschen Meisterschaften der Spezialisten in Erfurt am vergangenen Wochenende klingt zunächst erfolgreich: Doch die Ergebnisse waren gemischt. Der erste Start im Stabhochsprung mit einem Ergebnis von 4,15 Meter in einem begeisternden Duell gegen den Stabhochsprung-Spezialisten und deutschen Meister Christian Bludau (4,33) vom VfL Gladbeck übertraf alle Erwartungen und wurde mit Silber belohnt. So hoch war Stewens seit seiner aktiven Zeit nicht mehr gesprungen. Im anschließenden Hochsprung klappte dann nichts, fehlender Anlaufrhythmus und kein Gefühl im Absprung ließen Stewens schon bei 1,68 m scheitern. Die erzielten 1,65 m reichten immerhin noch für Bronze, höhengleich mit dem Zweitplatzierten Marc Gogol und drei cm hinter dem Sieger Wolfgang Scheffler von der LG Breisgau. Am nächsten Tag schnitt Stewens mit 5,40 m und einem siebten Platz im Weitsprung-Finale noch schwächer ab. Er konnte sich dann aber für den 60-m-Hürdenlauf noch mal motivieren und errang Silber mit 9,07 Sekunden, 33. Hundertstel hinter dem Goldmedaillengewinner und neuen deutschen Rekordhalter Andreas Schulze vom TV Herkenrath. Für Stewens war dies eine persönliche Bestleistung in der M 50.

Die betreuende Trainerin des SV Fun-Ball, Amaliya Sharoyan, fasste den Wettkampf so zusammen: "Die Platzierungen bei den Spezialisten sind, auch aufgrund der Tatsache, dass Thomas nächstes Jahr schon in der M 55 starten wird, in Ordnung. Im Weit- und Hochsprung müssen wir die Schwächen analysieren und bis zum Zehnkampf in Stendal die technischen Probleme beseitigen. Dann sollte einer starken Punktzahl nichts mehr im Wege stehen"

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare