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Für Henrik Holm und die Herren 50 des TC Bad Vilbel geht es Ende August auf eigener Anlage erneut um die deutsche Meisterschaft. Die Turniere der vier besten Teams des Landes in den vergangenen zwei Jahren wurden beide gewonnen. (Archivfoto: Jaux)

Serienmeister ist zur Stelle

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(phk/esa/mna). Vier Spiele standen zum heißen Juli-Ausklang auf dem Spielplan der heimischen Tennis-Regionalligisten. Während die Herren 50 des TC Bad Vilbel mit einem hart erkämpften 6:3 über den TC Esslingen ihre nächste Meisterschaft perfekt machten, gingen die Herren 40 bei Seriensieger TC BW Bohlsbach mit 0:9 baden.

Regionalliga Südwest, Herren 50 / TC Bad Vilbel - TC Esslingen 6:3:Die Regionalliga-Seriensieger mussten sich ordentlich strecken, um den Meistertitel vorzeitig perfekt zu machen. "Wir hatten nicht damit gerechnet, dass der Gegner, für den es eigentlich um nichts mehr geht, mit der vollen Kapelle anreist. Aber so gab es wenigstens spannende Matches", sagte TC-Kapitän Andreas Binder hinterher. Nach den Einzeln hatte es noch 3:3 gestanden. Zwar bezwang Rainer Marzenell mit einer starken Leistung den Franzosen Olivier Cayla (61:, 5:7, 10:8) und auch Mauro Elia überragte beim 6:1 und 6:1 gegen Uwe Kuballa, ebenso wie Christopher Rummel beim 6:1 und 6:2 gegen Uwe Allgaier, doch an Position eins unterlag der Schwede Henrik Holm überraschend dem Spanier Marcos Perez-Hubert (2:6, 5:7) und auch Michael Kocher musste sich in einem kräftezehrenden Match bei hochsommerlichen Temperaturen seinem Kontrahenten Michael Barth schließlich knapp 6:1, 5:7 und 8:10 geschlagen geben. Thomas Ljung hatte gegen Jörg Bader dagegen keine Chance (2:6, 2:6). Umso besser liefen dafür die Doppel: Holm/Marzenell (6:3, 6:4 gegen Barth/Kuballa), Kocher/Rummel (6:3, 7:6 gegen Perez-Hubert/Bader) und Elia/Ljung (6:2 und 6:4 gegen Cayla/Allgaier) fuhren allesamt Siege ein. "Das war ein guter Test für die Endrunde. Zunächst wollen wir nächste Woche in Pforzheim aber unsere weiße Weste bewahren", sagte Binder. Am 31. August/1. September geht es dann auf eigener Anlage gegen den TSV Sasel aus Hamburg, den Ratinger TC Grün-Weiß und den TC Rot-Weiß Landshut um den dritten deutschen Meistertitel in Folge. Es wäre der passende Abschluss der Feierlichkeiten zum 60-jährigen Jubiläum des Klubs. Ein bis zwei Wochen vorher werden die Halbfinalpaarungen für Samstag gesetzt, am Sonntag steigt dann das Finale auf der Tennisanlage an der Huizener Straße.

Ersatzgeschwächt ohne Chance

Regionalliga Südwest, Herren 40 / TC BW Bohlsbach - TC Bad Vilbel 9:0:Buchstäblich mit dem letzten Aufgebot ging es für die Brunnenstädter zum amtierenden deutschen Meister. Bestückt unter anderem mit der ehemaligen Nummer fünf der Welt, Jiri Novak, und dem ehemaligen deutschen Davis-Cup-Spieler Andreas Waske war die Partie für die nur zu fünft spielenden Gäste schnell gelaufen. Bastian Hehner (1:6, 2:6 gegen Frank Moser), Teamkapitän Alexander Scheidt (2:6, 4:6 gegen Bihdan Ulihrach) und Dorin Grigoras, der beim Stand von 0:6 und 0:3 gegen Marcus Hilpert verletzungsbedingt aufgeben musste, verloren mehr oder weniger deutlich. Die beiden weiteren Einzel von Oliver Kesper und Marco Ockermahl wurden abgeschenkt, das sechste Einzel kam nicht zustande, sodass beim Stande von 0:6 auch die Doppel kampflos dem Gegner überlassen wurden. "Sie hatten im Vorfeld gedacht, dass wir ihnen gefährlich werden könnten und daher alles aufgeboten, was sie haben. Doch für uns ist sportlich die Luft ohnehin raus und aufgrund der Dezimierung hat es für uns dann keinen Sinn gemacht, weiterzuspielen", erklärte Scheidt. "Wir haben uns entschuldigt und sind nach Hause gefahren, während die Bohlsbacher Top-Spieler den Zuschauern wenigstens noch ein Show-Doppel geboten haben." Im letzten Spiel der Runde geht es am kommenden Samstag gegen SaFo Frankfurt allerdings noch um den zweiten Tabellenplatz für den TCBV.

Regionalliga, Damen 50, Gr. 8 / TC Bad Vilbel - TC Bad Dürkheim 3:6:Doch kein Happy End bei den Damen 50 des TC Bad Vilbel. Nur mit einem Sieg hätte die Mannschaft um Kristina Pomerenke-Schön noch eine Chance auf den Klassenerhalt gehabt, im Heimspiel gegen den TC Bad Dürkheim besiegelte aber eine 3:6-Niederlage den Abstieg in die Südwestliga. "Das wäre kein Beinbruch", hatte Pomerenke-Schön schon vor der Medenrunde über einen möglichen Abstieg gesagt. Die Bad Vilbelerinnen sahen diese Saison als Abenteuer, nachdem sie seit 2016 aus der Verbandsliga kommend ohne Niederlage bis in die Regionalliga durchmarschiert waren. Topspielerin Gabriella Precup (6:3, 6:1 gegen Karin Moske) und Ulrike Lochner (7:5, 6:0 gegen Barbara Weyland) an Nummer zwei hielten die Hoffnung auf einen Sieg im abschließenden Rundenspiel am Leben. Yuko Watanabe (2:6, 2:6 gegen Bettina Wagner), Christine Wagner - die nach dem 2:6 im ersten Satz gegen Birgit Huppert verletzt aufgeben musste - verloren jedoch, und auf den hinteren Positionen hatten Anke Leder (2:6, 2:6 gegen Heike Classen) und Carolin Ernst-Teichert (0:6, 2:6 gegen Heike Türk-Fischer), die ihren ersten Einsatz in der Regionalliga hatte, ebenso keine Chance. Dafür gelang Ernst-Teichert an der Seite von Precup noch ein Punkt im Doppel (6:3, 6:1), während Watanabe/Pomerenke-Schön (4:6, 7:6, 5:10 gegen Weyland/Classen) und Leder/Lochner (2:6, 2:6 gegen Weggenman/Huppert) ihren Gegnerinnen gratulieren mussten. Selbst ein Sieg hätte womöglich in der Endabrechnung nicht gereicht, da Konkurrent TSC Mainz zum Saisonabschluss beim punktlosen Tabellenletzten Heidelberger TC antritt.

Südwestliga Nord, Damen 60, Gr. 12 / Ober-Mörler TC - TC Ludwigshafen 4:2:Der letzte Spieltag brachte den OMTC-Damen 60 um Mannschaftsführerin Roswitha Dürauer den lang ersehnten ersten Sieg. Diesen sicherten sich die Gastgeberinnen nach spannenden Einzeln schließlich in den Doppeln. Die OMTC- Punkte in den Einzeln hatten Christine Fackinger (6:4, 7:5) und Brigitte Fietze (6:3, 6:3) an den Positionen zwei und drei besorgt, während Karin Hadwinger (1:6, 4:6) und Roswitha Dürauer (1:6, 4:6) an eins und vier ihren Gegnerinnen unterlagen. Die anschließenden Doppel waren dann wie fast die gesamte Saison über die große Stärke des Heimteams, sodass sowohl Hadwinger/Fietze (7:5, 6:1) als auch Fackinger/Dürauer (6:1, 6:0) trotz der hohen Temperaturen einen souveränen Sieg einfuhren. "Mit diesem Erfolg haben wir uns den vierten Tabellenplatz, den wir schon nach dem vorletzten Spieltag erreicht hatten gesichert. Das Ziel Klassenerhalt ist damit erreicht. Wir sind zufrieden!", freute sich Dürauer hinterher.

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