Sekt steht schon kalt

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(phk). Grund zur Freude haben aktuell die Fußballmannschaften im Kreis Friedberg, die am oberen Ende der Tabelle stehen. Denn durch den fast gesicherten Klassenerhalt des FC Olympia Fauerbach in der Gruppenliga Frankfurt-West ergeben sich weiter "unten" Konstellationen, die die Sektkorken bereits am Wochenende richtig zum Knallen bringen könnten.

Seit 2014 ist im Fußballkreis Friedberg in den Ligen auf Kreisebene die Zahl der Mannschaften pro Liga variabel, da die Vereine sich seinerzeit für feste Auf- und Abstiegsplätze entschieden hatten - anders als in den höheren Spielklassen, die mit Richtzahlen arbeiten und entsprechend die Zahlen der Auf- und Absteiger während der Runde verändern können. Bleibt nun mit Fauerbach auch der vierte Wetterauer Verein in der Gruppenliga, steigt niemand in die Kreisoberliga ab. Die verringert sich durch einen festen Aufsteiger und zwei feste Absteiger, zwei Aufsteiger kommen aus der A-Liga. Bedeutet: Die Liga würde nur 15 statt normalerweise 16 Klubs beheimaten. Die Lösung: Die Relegation zwischen dem A-Liga-Dritten und dem Drittletzten der Kreisoberliga entfällt. Schafft es der Zweite der Kreisoberliga via Relegation sogar in die Gruppenliga, würde die Liga in der kommenden Saison trotzdem mit 15 Teams spielen - und 2019/20 wieder aufgefüllt werden.

Das Wegfallen der Relegation hat aber auch Einfluss auf die A-Liga. Denn auch die ist normalerweise mit 16 Teams bestückt, drei steigen auf, zwei ab und die beiden B-Liga-Meister wiederum auf. Die Lösung: Aus der Relegationsrunde der beiden B-Liga-Zweiten spielen kommende Saison zwei der drei Teams in der A-Liga. Das wiederum hat zur Folge, dass die beiden B-Ligen, ebenfalls standardmäßig mit 16 Teams besetzt, zusammengenommen ein Team "zu wenig" haben, weshalb die beiden C-Liga-Meister und die beiden C-Liga-Zweiten ihrerseits direkt aufsteigen. Das angedachte Entscheidungsspiel zwischen den beiden Zweiten würde damit entfallen. Ganz im Gegensatz zum Entscheidungsspiel zwischen den beiden B-Liga-Vorletzten. Sie müssen gegeneinander spielen, der Sieger ist gerettet, der Verlierer muss in die C-Klasse.

Die beiden untersten Spielklassen sind die "Leidtragenden", wobei hier ohnehin erst nach Meldeschluss am 10. Juni feststeht, wer überhaupt am Spielbetrieb teilnimmt - so stößt etwa die SKG Albanischer Verein Wetterau Friedberg als neuer Verein dazu.

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