Sehnsucht ist groß

  • vonStephan Dietel
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(die). Die Tradition bleibt erhalten. Das Radrennen "Rund um das Stadttheater" steigt trotz Corona-Pandemie. Aber: Keine Umkleide- und Duschmöglichkeiten für die Teilnehmer, keine Verpflegung und Sitzgelegenheiten für die Zuschauer.

Die ausrichtende Radsportgemeinschaft Gießen und Wieseck stand in diesem Jahr vor einer ganz ungewohnten Art der Vorbereitung. "Alles was sonst Routine und mit einem kurzen Anruf erledigt war, ist nicht vorhanden. Wir hatten komplett neue Planungsaufgaben", sagt der Vereinsvorsitzende Torsten Günther und ergänzt: "Außerdem hätte es jederzeit sein können, dass das Rennen wegen der Entwicklung der Fallzahlen doch nicht stattfinden kann".

Der Zuschauerbereich an der Johannesstraße zwischen dem Stadttheater und der Sparkassen-Zentrale ist in diesem Jahr abgesperrt. Er kann mittels Zugangskontrolle nur von einer festgelegten Anzahl an Personen betreten werden, wenn diese sich über eine Smartphone-App namentlich registriert haben. Teilnehmer und Zuschauer sind nicht nur durch die übliche Absperrung an der Rennstrecke voneinander getrennt. Die Startaufstellung erfolgt hinter der Sparkasse.

Die gut gefüllten Starterlisten, für die es diesmal keine Nachmeldungen am Renntag gibt, belohnen diesen Einsatz. 240 Anmeldungen verteilt auf acht Rennklassen, für die alle eine Teilnehmerbegrenzung galt, lagen bei Meldeschluss vor.

Gefahren wird nach fliegendem Start auf der traditionellen 800 Meter langen Runde durch die Johannesstraße, Neuen Bäue, Südanlage und die Goethestraße. Zumindest das vermittelt ein wenig Normalität in diesen ungewöhnlichen Zeiten.

Schneidenbach am Start

Um 9.30 Uhr machen die Schüler U 15 und Jugend U 17 den Anfang. Um 12 Uhr fällt der Startschuss für die Elite der Frauen. Hier sind die Blicke auf die Fahrerinnen der heimischen Radbundesliga-Mannschaft RSG Gießen Biehler mit der Rockenbergerin Anja Schneidenbach gerichtet. Junioren und Amateure fahren ab 13:50 Uhr anders als im Vorjahr und die vorherigen Klassen nicht um den finalen Endspurt, sondern wieder um Wertungspunkte. Als "Großer Preis der Stadt Gießen" gehen dann die Elite Amateure auf die letzten 70 von insgesamt 370 Runden.

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