Seckbach akzeptiert Entscheidung gegen Aufstieg

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(rst). Fußball-Gruppenligist FG Seckbach war bis Donnerstag noch immer mit der Aufstiegsrunde zur Verbandsliga Süd beschäftigt. Dort hatte der Hessische Fußballverband (HFV) ja erst fälschlicherweise einen Aufsteiger ausgerufen und dann den Fehler begangen, das eigentlich fällige Entscheidungsspiel zwischen zwei punkt- und torgleichen Konkurrenten aus der Gruppenliga nicht austragen zu lassen.

Die Seckbacher erhoben Einspruch gegen die fehlerhafte Wertung der Runde, doch nach dem Verbandsspielausschuss und dem Präsidium hat nun auch das Regionalsportgericht die Beschwerde der FG abgewiesen. Heißt: Seckbach bleibt in der Gruppenliga Frankfurt-West, die Relegationskonkurrenten JSK Rodgau und VfB Ginsheim II spielen in der neuen Saison Verbandsliga Süd.

In der Begründung der Ablehnung heißt es, eine andere Anwendung der Vorschriften scheide aus, weil "keine Regelungslücke besteht". Eine Lücke in Form des Rückzuges des Hessenligisten FSC Lohfelden und des damit verbundenen nachträglichen Aufstiegs von Hanau 93 aus der Verbands- in die Hessenliga hatte aber dazu geführt, dass ein zusätzlicher Platz in der Verbandsliga frei geworden war. Das hatte der Verbandsspielausschuss dazu genutzt, umdas versäumte Entscheidungsspiel zu kompensieren. Und eben das war aus Seckbacher Sicht - die Frankfurter waren sportlich, obwohl ebenfalls punktgleich, nur Dritter in der Dreierrunde geworden - nicht in Ordnung. Ihr Argument: Keine Mannschaft habe daher satzungsgemäß das Aufstiegsrecht erworben.

Dass sich die FG Seckbach anwaltlich vertreten ließ, half ihr gegen die mantraartig wiederholte Argumentation des HFV nicht. Immer wieder wunderte man sich bei den Verantwortlichen des Vereins außerdem, dass der Verband nicht einmal das Gespräch gesucht habe, wie Joachim Nareike vom Spielausschuss bestätigt. Denn rechtlich, davon sei ihr Anwalt auch jetzt noch überzeugt, sei der Spruch des Verbandes nicht haltbar. Nareike hält es nach Rücksprache mit dem Vereinsanwalt für möglich, dass ein ordentliches Gericht bei einem Eilantrag sogar den gesamten Spielbetrieb hätte stoppen können.

Doch die Entscheidung lautet anders: "Wir hören an dieser Stelle auf, auch wenn es mich und die gesamte FG Seckbach vom Tiefsten her stört und auch enttäuscht, wie der Verband mit dieser bedeutenden Angelegenheit umgegangen ist. Wir alle freuen uns nun auf die neue Saison und hoffen für den Fußball, dass kein Verein zukünftig in eine vergleichbare Situation gerät."

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