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Bis zu sechs Direktabsteiger kann es erwischen

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Befürchtungen, die Gruppenliga-Rückrundenbesprechung werde sich über Gebühr in die Länge ziehen, bestätigten sich am Samstagvormittag in Frankfurt-Heddernheim nicht.

Zwar tagten im Restaurant »Sandelmühle« unter der Federführung von Klassenleiter Harald Vorndran (Frankfurt), der mit Verbandsfußballwart Jürgen Radeck, Ex-Eintracht-Präsident Rolf Heller (Vorsitzender Regionalsportgericht), dessen Stellvertreter Alfred Schülli, Einzelrichter Holger Handge, Thorsten Mürell (Regionalbeauftragter Lehrwesen) sowie den Kreisfußballwarten Thorsten Bastian (Friedberg), Andreas Bernhardt (Hochtaunus), Rainer Nagel (Frankfurt) und Gerhard Pfeifer (Gelnhausen) eine ganze Reihe von weiteren HFV-Funktionsträgern begrüßen konnte, die Vertreter der Klubs aus den Gruppenligen Ost und West erstmals gemeinsam, zeitliche Verzögerung gab es allerdings keine.

Den Vereins-Delegierten kam es vielmehr sehr entgegen, nach exakt 90 Minuten wieder nach Hause fahren zu dürfen, weil nahezu alle anstehenden Fragen im Schnellverfahren abgewickelt wurden. Dabei ergab sich beim wichtigsten Tagesordnungspunkt, der Terminierung der noch ausstehenden Partien der Saison 2012/2013, für die Vereine der Gruppenliga Frankfurt-West folgende Konstellation: Los geht’s am 17. Februar mit vier Nachhol-Begegnungen, während der letzte Spieltag definitiv am 26. Mai absolviert werden soll.

In diesem Zusammenhang von Bedeutung: Es kann bis zu sechs Direktabsteiger geben, während jener Klub, der die Relegationsrunde bestreiten muss, diesbezüglich am 30. Mai (2. KOL Friedberg – 2. KOL Frankfurt in Steinbach, 2. KOL Hochtaunus – Gruppenliga-Vertreter in Wehrheim), am 2. Juni (2. KOL Friedberg – 2. KOL Hochtaunus, 2. KOL Frankfurt – Gruppenliga-Vertreter) und am 6. Juni (2. KOL Hochtaunus – 2. KOL Frankfurt, Gruppenliga-Vertreter – 2. KOL Friedberg) gefordert ist.

31 Rote Karten im Westen

Beim obligatorischen Rückblick auf den bisherigen Saisonverlauf stellte der Sportgerichtsvorsitzende Rolf Heller, der gegen Frankfurter Gruppenligisten bislang noch nichts zu verhandeln hatte, den Vereinen ein gutes Zeugnis aus. Klassenleiter Harald Vorndran ging anschließend ins Detail, berichtete von 34 Roten Karten im Osten sowie deren 31 (plus eine nachträgliche Sperre) im Westen.

Eindringlich appellierte er an die Vereine, in Sachen Passwesen exakter zu verfahren. Bislang habe man, so Vorndran, in diesen Angelegenheiten auf die Aussprache von Verwaltungsstrafen verzichtet, aber im neuen Jahr werde sich das mit Sicherheit ändern. Des Weiteren bemängelte er die Ungeduld einiger Klubs bei der Erstellung von Einzelrichter-Urteilen. Die Tatsache, dass bei der Beurteilung der Schiedsrichter-Leistungen aus den Vereinen so gut wie keine Klagen zu hören waren, sei hingegen als positives Zeichen zu werten.

Nach Ansicht von Harald Vorndran nicht zu verstehen: »Kürzlich ist ein Spieler wegen einer rassistischen Beleidigung mit dem gleichen Sperransatz abgeurteilt worden wie ein anderer Spieler, der sich zu einer Beleidigung der eher harmlosen Art hinreißen ließ. Da stimmt die Relation nicht«.

Und auch in einer anderen Sache redete der Klassenleiter Klartext, denn den Vorwurf, er habe den Frankfurter Vereinen in Zusammenhang mit dem Frankfurter Sparkassen-Cup und dem dadurch verspäteten Saisonstart der Gruppenliga-West »Extrawürste« braten wollen, wies er von sich. Sicher ist: Nach Absprache mit dem Verbandsspielausschuss wird der Saisonstart der Gruppenliga Frankfurt-West 2013 letztmals um eine Woche verschoben.

Für die Gruppenliga-Mannschaften ebenfalls von wichtiger Bedeutung: Die Wahrscheinlichkeit, ab der Saison 2013/2014 von der Gruppenliga an aufwärts nur noch lizenzierte Trainer (C-Lizenz oder besser) beschäftigen zu dürfen, nimmt nach Auskunft von Thorsten Mürell (Regionalbeauftragter Lehrwesen) mehr und mehr konkrete Formen an.

Auch im Verbandsspielausschuss verfolgt man Innovatives: Erstens möchte man ab der Saison 2015/2016 die Klassengröße auf einheitlich 16 Klubs beschränken, um dadurch zweitens den Mannschaften schon vor dem Rundenstart die exakte Anzahl von Direktabsteigern nennen zu können. Dies würde bedeuten: Gleitklausel ade. Vorbei die Zeiten, in denen auf der Regionalliga-Bühne entschieden wird, wie viele Teams in der Kreisoberliga absteigen müssen.

Der Start 2013

Nachfolgend die ersten Spiele der Gruppenliga Frankfurt-West im neuen Jahr:

Sonntag, 17. Februar: Germania Enkheim – TuS Merzhausen, SV Nieder-Wöllstadt – SG Ober-Erlenbach, FG Seckbach – FC Kalbach, Türk Gücü Friedberg – SG Hausen/Westerfeld (alle 14.30 Uhr).

Samstag, 23. Februar: Viktoria/Preußen Frankfurt – SG Bornheim/GW (17 Uhr).

Sonntag, 24. Februar: Germania Enkheim – DJK Bad Homburg, Türk Gücü Friedberg – SV Nieder-Wöllstadt, FC Ober-Rosbach – SG Westend Frankfurt, SV Gronau – FG Seckbach, SG Ober-Erlenbach – SV Nieder-Weisel, Spvgg. 05 Bad Homburg – Spvgg. 02 Griesheim, TuS Merzhausen – FC Kalbach, SG Hausen/Westerfeld – Vatanspor Bad Homburg (alle 14.30 Uhr).

Mittwoch, 27. Februar: FC Ober-Rosbach – Vatanspor Bad Homburg (20 Uhr).

Donnerstag, 28. Februar: SG Westend Frankfurt – Spvgg. 05 Bad Homburg (19.30 Uhr), SG Hausen/Westerfeld – SG Bornheim/GW, Spvgg. 02 Griesheim – FG Seckbach (belde 20 Uhr).

Sonntag, 3. März: SG Hausen/Westerfeld – TuS Merzhausen, FG Seckbach – SG Ober-Erlenbach, SG Westend Frankfurt – SV Gronau, SV Nieder-Wöllstadt – FC Ober-Rosbach, Viktoria/Preußen Frankfurt – Türk Gücü Friedberg, DJK Bad Homburg – SG Bornheim/GW, Vatanspor Bad Homburg – Germania Enkheim, Spvgg. 02 Griesheim – FC Kalbach, SV Nieder-Weisel – Spvgg. 05 Bad Homburg (alle 15 Uhr).

Uwe Born

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