Im Fokus der HSG Gedern/Nidda ist vor allem die erste Damenmannschaft, die am Samstag in Staffel D der 3. Liga gegen die HSG Lumdatal in die neue Saison startet.
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Im Fokus der HSG Gedern/Nidda ist vor allem die erste Damenmannschaft, die am Samstag in Staffel D der 3. Liga gegen die HSG Lumdatal in die neue Saison startet.

Handball / 3. Liga Frauen

Schwierige Rückkehr in den Spielbetrieb für die HSG Gedern/Nidda

  • Philipp Keßler
    VonPhilipp Keßler
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Die HSG Gedern/Nidda startet wieder in den Spielbetrieb. Im Fokus sind wie gewohnt die Drittliga-Frauen, die sich mit verjüngter Mannschaft einem schwierigen Modus stellen müssen.

»Die Verbundenheit mit der HSG hat uns tief berührt. So viel Loyalität hätten wir uns nie zu träumen gewagt«, sagte Martin Schindler. »Das Umfeld ist sensationell.« Der Vorsitzende der HSG Gedern/Nidda war sichtlich froh, dass er am Donnerstagabend nach einjähriger Pause und zum fünften Mal insgesamt einer Tradition frönen konnte, die das Selbstverständnis des höchstklassigsten Wetterauer Handballvereins beschreibt: ein Abend für Fans und Sponsoren in lockerer Atmosphäre.

HSG Gedern/Nidda veranstaltet Kinderfest zum Restart in den Spielbetrieb

Auf dem Auenhof in Dauernheim standen unter Moderation von Uta Schmidt (Hitradio FFH) aber nicht nur fröhliche Themen im Fokus: Die Coronavirus-Pandemie hat im Amateursport ihre Spuren hinterlassen, auch in einigen Jugendmannschaften der HSG hätten sich die Reihen gelichtet, zudem würde man sich dort über weitere Übungsleiter nicht beschweren.

Genau hier soll am heutigen Samstag wieder angesetzt werden. Zum Saisonauftakt der Drittliga-Frauen, dem HSG- Flaggschiff, das wie schon zum Auftakt der abgebrochenen Saison 2020/21 gegen die HSG Lumdatal in die Runde startet (Anwurf: 18 Uhr), ist auf dem Park- und dem neuen Bolzplatz vor der Halle des Niddaer Gymnasiums ein Kinderfest geplant. Ebenso sollen die Zuschauer der HSG, ein Aushängeschild in der dritthöchsten deutschen Spielklasse, auf ihre Plätze zurückkehren - natürlich unter den allseits bekannten 3-G-Regeln und bei namentlicher Registrierung beim Ticket-Kauf im Online-Shop (www.hsg-gn.de) oder an der Tageskasse.

Drittliga-Frauen der HSG Gedern/Nidda haben Platz sechs als großes Ziel

Die Unterstützung des handballbegeisterten Publikums im Osten der Wetterau dürfte das Team von Trainer Christian Breiler, der in seine zwölfte Saison bei der HSG geht, auch nötig haben, denn die Handballerinnen aus Gedern und Nidda haben in der insgesamt 70 Mannschaften und sechs Staffeln umfassenden Liga in Gruppe D ein ausgeglichenes Feld erwischt, in dem es wenige Top-Teams aber auch wenige Abstiegskandidaten gebe. Wer nach der Vorrunde um den Aufstieg in die zweite Liga mitspielen will, muss mindestens Zweiter werden, ab Platz sieben abwärts geht es in die Abstiegsrunde - und die soll unbedingt vermieden werden.

Auf dem Auenhof in Dauernheim stellt die HSG Gedern/Nidda ihre Teams für die neue Saison vor.

Schindler rechnet mit einer »knüppelharten« Runde. Coach Breiler verspricht: »Wir werden alles dafür geben, auch nach dieser Saison weiter in der 3. Liga zu spielen. Aber wir haben eine junge Mannschaft, die sich entwickeln muss - und dafür müssen wir ihr Zeit geben.« Sollte das Team den Klassenerhalt - idealerweise vorzeitig - schaffen, habe man »eine überragende Perspektive« für die Zukunft, erklärte Breiler, der versprach: »Wenn wir Sechster werden, bin ich absolut zufrieden. Das feiere ich wie eine Meisterschaft.« Kapitänin Hannah Niebergall sagte: »Platz sechs muss das Ziel sein, dahinter wird es richtig hart.«

Erste Damenmannschaft der HSG Gedern/Nidda wurde weiter verjüngt

Vier neue Gesichter hat er im Vergleich zum Vorjahr in seinem Kader - allesamt Spielerinnen, die per Doppelspielrecht auch noch in der A-Jugend eingesetzt werden können. Bereits vor Beginn der vergangenen Saison waren vier junge Spielerinnen zur HSG gekommen. »Wir werden immer jünger«, sagte Breiler und brachte mit einem Augenzwinkern gleich ein Beispiel: »Da muss man im Training als 22- oder 23-Jährige schon mal im ›Team Alt‹ spielen.« Schindler erklärte, dass es das Ziel sei, junge Spielerinnen aus der Region möglichst früh im Drittliga-Kader mittrainieren zu lassen, um sie so etwa an das Niveau aber auch an Besonderheiten wie den Harz-Einsatz zu gewöhnen.

Für den ersten Auftritt vor Zuschauern seit Faschingssamstag 2020 soll ein Heimsieg her - auch um die anschließend übliche »Vorraum-Party« coronakonform in der eigenen Lounge abzuhalten. Immerhin: Für die Mannschaft ist Corona (fast) kein Thema mehr. Bis auf eine Spielerinnen seien alle durchgeimpft, erklärte Schindler. Zudem würde weiterhin - entsprechend den Vorgaben des Deutschen Handballbundes - mit zwei Schnelltests pro Woche gearbeitet. Trainiert werden durfte bereits seit vergangenem Jahr - dank Ausnahmeregelung für den Profisport in Hessen - »eineinhalb Stunden Normalität« (Breiler) inmitten der Pandemie, deren schwere Zeiten mit dem Restart abgeschüttelt werden sollen.

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