SV Schwalheim gewinnt die Turnier-Premiere

Klein, aber fein: So oder ähnlich kann man die Rahmenbedingungen bezeichnen, denen das "1. Herbert-Dimmer-Gedächtnisturnier" unterlag. Die Idee, sich mittels eines Fußball-Turnieres alljährlich an den mit 40 Jahren viel zu früh an Krebs verstorbenen Herbert Dimmer zu erinnern, feierte von Donnerstag bis Samstag auf dem Bruchenbrückener Sportplatz Premiere. Und man muss konstatieren: Es hat sich gelohnt. Die Auswahl des Kreisoberligisten SV Schwalheim durfte sich dabei besonders freuen: Sie rangierte nach sechs Turnier-Partien auf dem Siegertreppchen oben.

Sehr lobenswert und zur Nachahmung durchaus eine Empfehlung wert: Die Veranstalter verzichteten darauf, mit dem Reinerlös des dreitägigen Meetings die eigene Klubkasse aufzufrischen. Man entschloss sich vielmehr dazu, das "Familienzentrum für krebskranke Kinder Gießen" zu unterstützen. Somit gab’s zwei Sieger: Auf der sportlichen Bühne den SV Schwalheim und auf ideeller Ebene die Gießener Kinderkrebsstation.

Mit dem ausrichtenden SV Bruchenbrücken, dem FSV Dorheim, und dem SV Schwalheim starteten neben dem KSV Bingenheim drei Vereine, mit denen "Herby" Dimmer früher als Trainer oder Spieler irgendwie verbandelt war. Es fehlten eigentlich nur der TSV Dorn-Assenheim, der FC Hessen Massenheim und der nicht mehr am Spielbetrieb teilnehmende VfB Södel – dann wäre die Reihe der "Ex-Herbert-Dimmer-Klubs" komplett gewesen. "Dorn-Assenheim und Massenheim mussten aus terminlichen Gründen absagen. Im nächsten Jahr werden wir versuchen, auch diese Mannschaften in das Turnier einzubinden", versprach Bruchenbrückens Turnierleiter Reiner Schmidt.

Die Begegnungen an sich boten den täglich rund 120 Zuschauern abwechslungsreichen Fußball. Nicht immer auf gewünschtem Niveau, weil doch zahlreiche Stammkräfte fehlten, aber stets fair geführt und garniert mit reichlich interessanten Szenen.

Dass am Ende Jan Hofmann, der Kapitän des SV Schwalheim, den Wanderpokal und eine weitere Sieges-Trophäe mit nach Hause nehmen konnte, ärgerte die übrigen Teilnehmer keineswegs, denn aus den Händen von Bruchenbrückens Vorsitzenden Helmut Kreich und "Herbys" Bruder Harald Dimmer gab’s bei der Siegerehrung für Bruchenbrücken (2.), Bingenheim (3.) und Dorheim (4.) ebenfalls schmucke, aber dem entsprechend kleinere Pokale. – Die Resultate im Überblick:

Donnerstag: SV Schwalheim – FSV Dorheim 1:0, SV Bruchenbrücken – KSV Bingenheim 0:2.

Freitag: FSV Dorheim – SV Bruchenbrücken 0:4 (0:0): 0:1 Andreas Scheld, 0:2 Alexander Brück, 0:3 Stefan Schneider, 0:4 Henry Schmidt. – SV Schwalheim – KSV Bingenheim 2:1: 1:0 Eigentor Hakki Demirci, 1:1 Benjamin Ruppel, 2:1 René Steinhorst.

Samstag: FSV Dorheim – KSV Bingenheim 4:3 (2:0): 1:0 Alexander Pieh, 2:0 Jürgen Regner, 2:1 Dan Eckley, 3:1 Gjezair Testena, 3:2 Thomas Jockumsen, 3:3 Benjamin Ruppel, 4:3 Jonas Stein. – SV Schwalheim – SV Bruchenbrücken 2:2 (2:0): 1:0 David Russ, 2:0 Jens Düvel, 2:1 Jan-Hendrik Rupp, 2:2 Sebastian Schlichting.

Endstand: 1. SV Schwalheim 5:3 Tore/7 Punkte; 2. SV Bruchenbrücken 6:4/4; 3. KSV Bingenheim 6:6/3; 4. FSV Dorheim 4:8/3.

Uwe Born

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