Handball-Bezirksoberliga

Mit Schützenhilfe: HSG Mörlen wieder auf Platz zwei - Tor-Festival bei Florstadt/Gettenau

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Die HSG Mörlen hat bei der HSG Kleenheim/Langgöns mit 26:25 gewonnen. Eine Führung reichte.

Neuer (alter) Zweiter der Handball-Bezirksoberliga ist die HSG Mörlen, die mit viel Glück das Gastspiel bei der HSG Kleenheim-Langgöns II siegreich beendete und davon profitierte, dass die MSG Dutenhofen/Münchholzhausen III bei der MSG Florstadt/Gettenau mit 36:37 unterlag. Die HSG Wettertal löste die Aufgabe gegen Schlusslicht HSG Pohlheim II beim 29:21 souverän.

MSG Florstadt/Gettenau – HSG Dutenhofen/Münchholzhausen III 37:36 (20:13):

Zwei wichtige, aber auch nicht unbedingt erwartete Punkte für die MSG, die sich mit diesem Sieg weiter von den Abstiegsplätzen entfernt hat, während Dutenhofen/Münchholzhausen III den zweiten Platz an die HSG Mörlen abtreten musste. "In der ersten Halbzeit haben wir sehr stark gespielt", freute sich MSG-Trainer Christian Sachs über den Auftritt seiner Mannschaft in den ersten 30 Minuten.

Bis zum 4:4 (8.) konnten die Gäste noch mithalten, mussten dann aber Florstadt/Gettenau davonziehen lassen, 6:4 hieß es nach neun Minuten, 10:8 nach 16 Minuten, ehe Lukas Peppler (2), Bela Stewen und Daniel Kuntze innerhalb von drei Minuten die Florstädter Führung auf 14:8 ausbauten. 15:12 führten die Gastgeber nach 23 Minuten und zogen nach dem Wechsel auf 20:13 davon. MSG-Trainer Sacks konnte mit dem Auftritt seiner Mannschaft in diesem Abschnitt hochzufrieden sein. Dagegen musste Gästecoach Torben Wegner wieder einmal feststellen: "Die erste Halbzeit haben wir total verpennt. Die haben uns regelrecht überrannt."

Nach der Pause stellte sich bei den Gästen eine gewisse Besserung ein. "In die zweite Hälfte sind wir sehr schlecht gestartet", sagte Sachs, dessen Mannschaft Dutenhofen immer näher herankommen lassen musste. So führten die Gastgeber nach 40 Minuten nur noch mit 24.22, das Spiel war wieder offen. In dieser Phase bewahrten die beiden Florstädter Torhüter Marc Popp und Louis Korn ihre Mannschaft vor Schlimmerem. Die MSG fing sich wieder und lag gut sechs Minuten vor dem Ende mit 33:27 vorn. Doch auch dieser Vorsprung geriet wieder in Gefahr. So stellten die Gäste nach 58 Minuten durch Tobias Schmidt den 34:35-Anschluss her. Doch die Florstädter blieben cool und lagen 40 Sekunden vor dem Ende wieder mit zwei Toren vorn. Zwar gelang der HSG in den Schlusssekunden noch der Anschluss zum 36:37, doch den Gleichstand schafften die Gäste nicht mehr. – Tore, Florstadt/Gettenau: Lehr (10/4), Peppler (7), Stewen (5), Wagner, Baumgartl (je 4), Wenisch (3), Kuntze (2), Starck, Greife (je 1). – Dutenhofen/Münchholzhausen III: Daniel Müller (14/9), Lukas Wallwaey (7), Becker (5), Rompf, Tobias Schmidt (je 3), Alexander Agel (2), Dennis Agel, Unger (je 1).

HSG Kleenheim/Langgöns – HSG Mörlen 25:26 (14:11):

Ein knapper Sieg für die HSG Mörlen, die während der gesamten Partie nur einmal in Führung lag – mit 26:25, und das war auch der Endstand der Bezirksoberliga-Partie bei der HSG Kleenheim/Langgöns II. "Wir waren in der ersten Halbzeit kopflos und haben keine gute Abwehr gespielt", räumte hinterher Mörlens Trainer Philipp Petriesas ein. Und das kam auch in den Spielständen zum Ausdruck: Die Gastgeber lagen nach knapp fünf Minuten mit 4:1 vorn, nach 16 Minuten hieß es sogar 9:4. Wenige Sekunden vor dem Halbzeitpfiff führten die Kleenheimer mit 14:10, ehe die Mörler in Unterzahl durch Max Breitenfelder noch zu ihrem elften Treffer kamen und sich damit noch ein paar Optionen für die zweite Halbzeit offenließen.

"Meine Mannschaft hat Moral bewiesen und sich zurückgekämpft", freute sich Petriesas über den Einsatz seiner Spieler. Zwar erzielten die Hausherren kurz nach Wiederbeginn das 15:11, doch in der Folgezeit kamen die Wetterauer immer näher heran. Dabei spielte Max Breitenfelder "hinten wie vorn überragend", wie Petriesas befand. Auch sein Bruder Nick, der 45 Minuten lang zwischen den Pfosten stand, wurde ebenso wie Torhüterkollege Edwin Braun vom Mörler Trainer lobend erwähnt. Nach 40 Minuten stand es 19:21 aus Mörler Sicht, doch dann setzten sich die Hausherren wieder etwas ab. In der 47. Minute traf Daniel Schier zum 25:21, eine deutliche Führung. Allerdings gelang den Kleenheimern in den verbleibenden 13 Minuten kein Treffer mehr.

Die Folge: Mörlen holte auf, stellte nach 53 Minuten durch Sebastian Bischof den Gleichstand zum 25:25 her. Exakt fünf Minuten vor dem Ende warf Philipp Möbs mit dem 26:25 für Mörlen die erste Gästeführung in dieser Partie heraus. Geschwächt durch eine Zeitstrafe blieb die Kleenheimer Oberliga-Reserve in der verbleibenden Zeit torlos. "Wir hätten auf jeden Fall einen Punkt verdient gehabt", konstatierte Kleenheims Trainer Micha Wiener. "Wir haben mehrmals deutlich geführt und dann viele Bälle verworfen." In der Schlussphase habe es noch zwei Schiedsrichterentscheidungen gegeben, mit denen Wiener überhaupt nicht einverstanden war. "Ich will die Niederlage aber nicht allein an diesen Entscheidungen festmachen", sagte Kleenheims Coach.

HSG Wettertal – HSG Pohlheim II 29:21 (15:9):

Ein wichtiger Sieg für die Wetterauer. "Wir haben uns schwer getan", musste Wettertals Trainer Sven Tauber hinterher einräumen, konnte sich dann aber doch darüber freuen, dass seine Mannschaft endliche wieder eine positive Punktebilanz vorweisen kann. Auf der andere Seite war sein Trainerkollege Michael Zehner mit der Leistung seiner Mannschaft durchaus zufrieden, in einem entscheidenden Punkt allerdings nicht: "Wir haben acht ›Freie‹ vergeben", monierte er und rechnet vor: "Wenn wir die genutzt hätten, lägen wir zur Halbzeit mit zwei Toren vorn." So aber hatte Wettertal ein Sechs-Tore-Polster mit in die Pause genommen.

Die Ergebnisstationen von 5:1 (7.), 9:4 (17.), 10:7 (22.) und 12:9 (26.) zeigen, dass es den Gästen mehrfach gelungen ist, in Schlagdistanz heranzukommen, richtig gefährlich werden konnten sie den Wettertalern allerdings nicht. "Wir sind dem Rückstand immer wieder hinterhergelaufen. Und als wir einmal auf vier Tore herangekommen waren, unterliefen uns im Angriff zwei blöde Fehler", berichtete Michael Zehner. Im zweiten Durchgang sorgten die Wettertaler schnell für klare Verhältnisse. 20:12 lautete der Spielstand nach 40 Minuten, 23:19 zehn Minuten vor dem Ende. "Wir haben im Angriff viele technische Fehler gemacht", nennt Sven Tauber einen Grund, warum die Gäste noch einmal herankommen konnten.

In einer Auszeit klärte der Wettertaler Coach die Dinge, und so zog seine Mannschaft innerhalb von gut vier Minuten auf 27:19 davon – die Entscheidung war gefallen. Während Michael Zehner seine Spieler für ihren Einsatz lobte, hob Sven Tauber die Leistung der Torhüter Tim Großmann und Julian Schremmer hervor. Dennoch war sein Fazit durchwachsen: "Eine biedere Mahlzeit." – Tore, Wettertal: Metzger, Raab (je 6), Yannick Kreuzer, Kielich (je 4), Bergemann (2/1), Großmann, Mengel, Andreas Boller (je 2), Tobias Kreuzer (1). – Pohlheim II: Kreß (7/2), Wenzel (7), Hahn, Dönicke (je 2), Laiacker, Ohly, Kaus (je 1).

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