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Schütz mit vier Treffern für Burg-Gräfenrode

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(hei/jms/we/sto) Trotz diverser Spielausfälle waren die sechs Topmannschaften der Kreisoberliga am Wochenende im Einsatz. Jubeln konnte allerdings nur das Spitzenduo, das sich durch Siege gegen Teams aus der Verfolgergruppe weiter absetzen konnte.

So besiegte der SV Steinfurth am Freitagabend den VfB Friedberg mit 1:0, während Tabellenführer SV Nieder-Weisel am Samstag mit dem 3:1 gegen den SV Gronau nachzog. Da auch der SV Staden (0:2 beim Türk. SV Bad Nauheim) und der SV Germania Ockstadt (1:1 beim VfR Ilbenstadt) keine Siege verbuchen konnten, dürfte einer schönen Bescherung bei den Butzbacher und Bad Nauheimer Vorstädtern nichts im Wege stehen. Bitter für Staden war auch, dass sie neben dem Spiel auch noch Christoph Gräfe durch eine rote Karte verloren. Sein Schicksal teilte der gegnerische Akteur Volkan Kirim. Im Mittefeld der Tabelle fegte derweil die FSG Burg-Gräfenrode den FC Kaichen mit 7:0 vom Platz, im Kellerderby verpassten die TSG Ober-Wöllstadt und der SV Ober-Mörlen beim 1:1-Remis einen Befreiungsschlag.

Gäste noch gut bedient

FSG Burg-Gräfenrode – FC Kaichen 7:0 (4:0): FSG-Trainer Christian Balzer sprach nach dem Spiel davon, dass die Gäste mit dem Ergebnis noch gut bedient wären. Drei Pfostentreffer durch Rico Kraut, Benjamin Schnierle und Christian Schütz sowie diverse weitere hochkarätige Chancen legen davon Zeugnis ab. Mann des Tages beim 7:0-Kantersieg war Christian Schütz, der ganze vier Tore selbst erzielte, so auch das 1:0 mittels eines Freistoßes von der Strafraumkante (10.

). Auf Vorlage von Meisinger legte Gordon Bernard mit einem satten Schuss aus 16 Metern nach (25.), bevor Schütz drei Tore am Stück erzielte, zunächst per Kopf auf Freistoß-Flanke von Schnierle (32.) und dann mit einem Knaller aus 18 Metern, der direkt im Torwinkel landete (40.). Der Pausenpfiff verhinderte einen Hattrick, denn der dritte Streich erfolgte erst in der 63. Minute durch einen erfolgreich abgeschlossenen Alleingang. Sven Meisinger war es per Doppelpack vorbehalten, das Ergebnis auf 7:0 in die Höhe zu schrauben. Mit seinem Kopfball aus 12 Metern nach einem Siebert-Freistoß machte er das halbe Dutzend voll (75.), bevor er auf Zuspiel von Kloeß den Endstand markierte (84.). Die Mannen aus dem Freigericht erspielten sich über die gesamte Distanz keine einzige nennenswerte Gelegenheit.

FSG Burg-Gräfenrode: Krause, Contic (75. Lange), Sven Kraut, Müller, Kloeß, Schütz (70. Eifler), Rico Kraut, Bernard, Schnierle (55. Fünffinger), Siebert, Sven Meisinger. – FC Kaichen: Stuy, Zaccaro, Hartmann, Dilo, Sang, Philipp, Böhm, Hendrik Fokken (15. Stephan Becker), Gerriet Fokken, Roth, Clemens (70. Strauch). – Tore: 1:0 (10.) Schütz, 2:0 (25.) Bernard, 3:0 (32.) Schütz, 4:0 (40.) Schütz, 5:0 (63.) Schütz, 6:0 (75.) Meisinger, 7:0 (84.) Meisinger. – Schiedsrichter: Zabunoglu (Bad Homburg).

Volp dreht Spiel im Alleingang

SV Nieder-Weisel - SV Gronau 3:1 (0:1): Die Bad Vilbeler Vorstädter waren in der ersten Halbzeit die bessere Mannschaft und hätten mit etwas mehr Glück mit 2:0 in die Pause gehen können. Doch Hendrik Maas im Weiseler Tor reagierte mit einem Fußreflex ganz hervorragend. Gronau führte zu diesem Zeitpunkt bereits mit 1:0, da Jonas Neumann eine tolle Kombination im Mittelfeld in der 21. Minute stark abschließen konnte. Auch im zweiten Durchgang stand das Abwehrbollwerk um den guten Libero Timo Beck gut. Erst als Individualkönner Sebastian Volp in der 75. Minute eine Wilhelm-Vorlage zum Ausgleich versenkte, drehte der Spitzenreiter so richtig auf. Nach einer schönen Volp-Einzelleistung traf Wilhelm zum 2:1 (80.). Der eingewechselte Florian Krimmel vergab nur fünf Minuten später alleinstehend die Vorentscheidung. Diese stellte dann Volp in der 86. Minute her. Nach einem Freistoßpass spielte der dynamische Angreifer zwei Spieler aus und netzte zur Vorentscheidung ein. In der Nachbetrachtung ging der Weiseler Sieg aufgrund der deutlich erkennbaren Leistungssteigerung auf dem nassen Geläuf in Ordnung. Gronaus Daniel Erbe war nicht einverstanden und handelte sich in der Schlussphase wegen Meckerns eine Rote Karte ein.

SV Nieder-Weisel: Maas, Krüger, Wanzke, Zarifoglu, Winter (60. Krimmel), Michel, Berschick, Moritz, Kremer, Volp (87. Zimmermann), Wilhelm. – SV Gronau: Jonas, Koch, Hewig, Fonte da Silva, Beck, Traut, Erbe, Pereira, Salu, Haberland, Neumann.

Tore: 0:1 (21.) Neumann, 1:1 (75.), Volp, 2:1 (80.) Wilhelm, 3:1 (86.) Wilhelm. – Rote Karte: Daniel Erbe (86./Meckern). – Schiedsrichter: Christoph Eschmann.

Vier Platzverweise im Waldstadion

Türkischer SV Bad Nauheim – SV Staden 2:0 (1:0): In der ersten Hälfte waren beide Mannschaften auf gegenseitiges Abtasten und Risikovermeidung fixiert. Dennoch hatte der Türkische SV das glücklichere Ende für sich, als Aladin Ahmetovic zwei Minuten vor dem Wechsel eine sehenswerte 30-Meter-Bogenlampe gelang, die Torhüter Schreiber keine Abwehrchance ließ. Im zweiten Abschnitt dagegen gewann die Partie an Intensität, der SV Staden setzte alles daran, den Ausgleich zu erzielen. Kontraproduktiv war da die Gelb-Rote Karte in der 65. Minute für Dennis Niedt, dennoch hatten die Gäste ihre Chancen durch Kaufmann und Weber, später auch durch Sebastian May. Entscheidend war jedoch die 83.

Minute, in der Andreas Dielmann die Gelb-Rote Karte sah und Nedim Berktas einen Strafstoß zum 2:0 versenkte. Vier Minuten später gerieten Christoph Graefe und Volkan Kirim aneinander, wofür beide die Rote Karte sahen. Großen Anteil am Sieg und an der gelungenen Revanche für die fünf Gegentreffer im Hinspiel hatte die gut gestaffelte Abwehr des Türkischen SV.

Türkischer SV Bad Nauheim: Erdem, Arslan, Taitschinov, Ahmetovic, Luc (76. Bayrak), Kirim, Kuzpinar, Pejic, Karaca (81. Koc), Pekin, Berktas. – SV Staden: Schreiber, Niedt, Dielmann, Martin Hetmanczyk, Matthias Hetmanczyk (66. Otto Weber), Graefe, Sebastian May, Feick, Östreich (80. Schoch), Kaufmann, Pierre May. – Tore: 1:0 (43.) Ahmetovic, 2:0 (84.) FE Berktas. – Schiedsrichter: Selim Karaca (Wetzlar). – Gelb-Rote Karten: Dennis Niedt (65.), Andreas Dielmann (83.). – Rote Karten: Christoph Graefe, Volkan Kirim (beide 88.).

Ertan Sen sichert den Ausgleich

TSG Ober-Wöllstadt – SV Ober-Mörlen 1:1 (0:1): Die Gäste präsentierten sich im ersten Abschnitt angriffsfreudig und es gelang, die TSG aus dem Konzept zu bringen. Die Gastgeber ihrerseits waren zunächst nur in Standardsituationen gefährlich, während Ober-Mörlen konstanten Druck durch die Mitte ausübte. Konsequenterweise gelang Philipe Heinrich, nachdem die Abwehr nicht richtig klären konnte, das 0:1 in der 40. Minute. Wesentlich bessere Aktionen sah man nach der Pause von der TSG Ober-Wöllstadt, die nun über außen Druck entfalten konnte. In der 75. Minute entschied der Unparteiische auf Strafstoß, nachdem Gull gefoult worden war. Ertan Sen ließ sich die Chance zum Ausgleich nicht entgehen. Vier Minuten später gelang Sen ein weiterer Treffer mit der Hacke, doch der wurde nicht gegeben. Auch eine schöne Kombination zwischen Sen, Sebald und Bleith blieb ohne erfolgreichen Abschluss, sodass es am Ende beim Unentschieden blieb.

TSG Ober-Wöllstadt: Dönges, Bleith (80. Amekrane), Dominkovic, During, Guthmann, Gull, Eggert (65. Fett), Feuerbach, Sebald, Bernert, Sen. – SV Ober-Mörlen: Johnigk, Micelotta, Jens Morschel, Dirk Morschel, Opper, Heinrich, Arici, Christoph Müller, Löwe, Stefan Müller, Adelmann (80. Fischbach). – Tore: 0:1 (40.) Heinrich, 1:1 (75.) FE Sen. – Schiedsrichter: Udo Becker (Dörnigheim).

Haigis und Böcher treffen

VfR Ilbenstadt - SV Ockstadt 1:1 (0:0): Auf dem Sportplatz an der Klostermauer lieferten sich beide Mannschaften ein rasantes und gutes Kreisoberligaspiel. Erst nach 70 Minuten fiel in der jederzeit ausgeglichenen Partie das erste Tor. Ilbenstadts Spielertrainer Dirk Haigis traf zum 1:0 in die Maschen. Acht Minuten zuvor hatte der Ockstädter Anhang den Torschrei schon auf den Lippen. Aber der Knaller von Mathias Linhart sprang von der Querlatte ins Feld zurück. Wenige Augenblicke nach dem 1:0 bot sich Johannes Leonhardi die große Chance, das vielleicht entscheidende 2:0 zu markieren. Sein Versuch, nach einer abgefangenen Ockstädter Ecke in Überzahl vor dem Gästetor einzuschießen, war aber nicht entschlossen genug, sodass die Gästeabwehr den Ball entschärfte.

Sven Böcher sollte in der 82. Minute der Gästetreffer zum leistungsgerechten 1:1 gelingen.

VfR Ilbenstadt: Sürer, Leonhardi, Veith, Haigis, Dennard, Raczkowski, Schmitt, Koch, Altug Rüzgar, Blagojevic, Karpuz, Cue, Rupp, Reichardt.

SV Ockstadt: Belzer, Engelhaupt, Weck, Scheibner, Löffler (52. Böcher), Füller, Drescher (85. Vieth), Debelius, Schütz, Linhart, Akyüz.

Tore: 1:0 (70.) Haigis, 1:1 (82.) Böcher. – Schiedsrichter: Tobias Panzer.

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