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Tim Schütz schießt FCO Fauerbach vom Thron

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(hei/we/jms) Wachablösung an der Spitze der Kreisoberliga: Da der FC Olympia Fauerbach bei der Verbandsliga-Reserve des KSV Klein-Karben mit 1:2 den Kürzeren zog und der bis dato punktgleiche SKV Beienheim den FC Nieder-Florstadt mit 6:1 abfertigte, liegen die Mannen aus dem Reichelsheimer Ortsteil nun mit drei Punkten bei einem Spiel mehr vorne.

Der VfB Petterweil hat trotz des 2:1-Sieges gegen den SV Ockstadt weiter fünf Punkte Rückstand auf Rang eins. Durch die erneute Niederlage und die gleichzeitigen Siege des Traiser FC (2:1 beim VfR Ilbenstadt) und des SV Bruchenbrücken (1:0 gegen Schlusslicht TSV Dorn-Assenheim) rückt der Abstieg für die Germanen in die A-Liga bei zehn Zählern, die zum rettenden Ufer fehlen, immer näher. Für die SG Oppershofen (16 Punkte Rückstand bei nur noch fünf Spielen) steht dieser nach dem 3:4 beim SV Assenheim seit gestern auch rechnerisch fest.

Torwart Fischer rettet Punkt für Gäste

FV Bad Vilbel II – FC Hessen Massenheim 2:2 (0:2): Die erste Hälfte verschliefen die Gastgeber ein wenig und liefen in zwei Massenheimer Konter: Niklas Baum verwertete den ersten eiskalt (15.), bevor Timo Hofmann mit einem 25-Meter-Sonntagsschuss in den Winkel das 0:2 markierte (45.). Vor dem zweiten Gegentreffer hatte Erkan Uslu die große Ausgleichschance durch einen an Ben Neticha verschuldeten und von Steven Fischer glänzend gehaltenen Foulelfmeter vergeben (35.). Nach dem Seitenwechsel spielte die technisch versierte und nie aufsteckende Verbandsliga-Reserve auf ein Tor. Uslu sorgte mit einer energischen Einzelaktion gegen vier bis fünf Gegenspieler für den frühen Anschlusstreffer (47.

); anschließend brachte Massenheims Fischer den Gegner schier zur Verzweiflung und rettete teilweise spektakulär, so dass Sembene, Uslu, Rasevic und Alempic entweder an ihm oder dem eigenen Unvermögen scheiterten. Nach einem Johnson-Freistoß war jedoch auch der FC-Keeper gegen Thomas Weiss machtlos, der den verdienten 2:2-Ausgleich sicherstellte (75.). Mit viel Glück verteidigten die Gäste das Remis.

FV Bad Vilbel II: Orband, Ben Neticha, Metin Damar, Murat Damar, Weiss, Abu, Johnson, Alempic, Rasevic, Erkan Uslu, Sembene, Kayoua, Nozal. – FC Hessen Massenheim: Fischer, Till Baum, Kratz, Hahn, Netopil, Braun, Kühn, Lazzaro, Galik, Hofmann, Niklas Baum, Grey, Germeroth, Reitzammer. – Tore: 0:1 (15.) N. Baum, 0:2 (45.) Hofmann, 1:2 (47.) Uslu, 2:2 (75.) Weiss. – Bes. Vorkommnis: Vilbels Erkan Uslu scheitert mit einem Foulelfmeter an FC-Keeper Steven Fischer (35.). – Schiedsrichter: Philipp Obert (Neu-Isenburg).

Partie innerhalb von sechs Minuten gedreht

SKV Beienheim – FC Nieder-Florstadt 6:1 (3:1): Der Favorit sah sich schnell in Rückstand, denn gegen Hakan Belges Schuss aus halbrechter Position von der Strafraumkante ins lange Eck war für Christiansen kein Kraut gewachsen (13.). Dabei blieb es bis zur 24. Minute; sechs Minuten danach hingegen war die Partie praktisch gelaufen: Jannik Wolf mit einem nicht unhaltbaren 20-Meter-Freistoß durch die Mauer (24.) und Volkan Kirim mit einem weiteren Freistoß aus ähnlicher Position (28.) sorgten für die Beienheimer Führung, die erneut Wolf auf Rückpass von Matthias Pircek aus zehn Metern ausbaute (30.). Florstadt warf nach dem Wechsel alles nach vorne und lief in einen Konter, den Pircek, nachdem Seidel gut pariert hatte, im Nachschuss abschloss (55.). Harsch, Vogeler und Friede vergaben weitere Möglichkeiten für den SKV, Höller tat dasselbe für den FC. Der eingewechselte Maurice Böker sorgte mit einer schönen Einzelaktion gegen zwei Gegenspieler für das 5:1 (76.), dem Sven Harsch nach Querpass von Daniel Friede den 6:1-Endstand folgen ließ (85.).

SKV Beienheim: Christiansen, Schnell, Pircek, Dural, Daniel Friede, Kirim, Williams, Harsch, Wolf, Dali, Vogeler, Böker, Endmann. – FC Nieder-Florstadt: Seidel, Kern, Boris Weber, Östreich, Hachenburger, Huber, Blumenstock, Silberzahn, Belge, Höller, Hilß, Romain Weber, Ruf. – Tore: 0:1 (13.) Belge, 1:1 (24.) Wolf, 2:1 (28.) Kirim, 3:1 (30.) Wolf, 4:1 (55.) Pircek, 5:1 (76.) Böker, 6:1 (85.) Harsch. – Schiedsrichter: Alexander Stoler (Frankfurt/M.).

Gäste mit knapper Niederlage gut bedient

VfB Petterweil – SV Germania Ockstadt 2:1 (0:0): Schon im torlosen ersten Durchgang hatten die Platzherren weit mehr vom Spiel. Die besten Möglichkeiten bestanden in Begovics Weitschuss, den Kostwein hervorragend parierte (13.), sowie Dalhoffs Kopfball aus kurzer Distanz, den er über das Gehäuse setzte (39.). Nach dem Wechsel verlagerte sich das Geschehen noch mehr in die Germanen-Hälfte, allerdings ohne dass der VfB zu eindeutigen Gelegenheiten kam. Eine Ausnahme leitete Wittig mit einem Pass aus dem Mittelfeld ein, den Gianluca Campagna mit dem Rücken zum Tor annahm und per Drehschuss aus 16 Metern flach zum 1:0 ins Eck beförderte (54.

). Christopher Voss war es vorbehalten, den Diagonalball von Goek in den Lauf ebenfalls per Flachschuss ins lange Eck abzuschließen (68.). Zwei Minuten später hatte Ockstadt seine einzige gefährliche Aktion – und hier war VfB-Keeper Puth gegen den Sonntagsschuss aus 25 Metern in den Winkel von Blasius Stachowiak chancenlos, doch mehr zeigte Ockstadt nicht.

VfB Petterweil: Puth, Rosini, Wittig, Goek, Kemen, Campagna, Szoerny, Aydinli, Begovic, Voss, Dalhoff, Müller. – SV Germania Ockstadt: Kostwein, Engelhaupt, Weck, Kern, Yilmaz, Stachowiak, Kramer, Osman, Linhart, Hosenseidl, Hoinka, Scheld, Ginter, Vieth. – Tore: 1:0 (54.) Campagna, 2:0 (68.) Voss, 2:1 (70.) Stachowiak. – Schiedsrichter: Oliver Hof (Gedern).

Turbulente Schlussphase

TuS Rockenberg – SV Staden 1:1 (0:0): »Wir haben mit dem letzten Aufgebot gespielt«, sagte Rockenbergs Spielausschussvorsitzender Torsten Liebig: »Aber unsere Mannschaft hat sich sehr gut aus der Affäre gezogen.« Gegen die spielerisch besseren Teutonen hatten Marc-André Henn in der Anfangsphase und Marius Wetz kurz vor der Pause die besten Chancen für den TuS.

Beide Male ging eine scharfe Eckballhereingabe voraus. »Nach der Pause hat Staden weiter vorne angegriffen«, berichtet Liebig. Dadurch konnten die favorisierten Gäste die Rockenberger Mannschaft in der eigenen Hälfte festmachen. Dennoch gingen die Gastgeber durch einen sehenswerten Bittner-Freistoß in der 88. Minute in Führung. »Das war ein Traumtor. Der Torwart der Stadener war absolut chancenlos«, meinte Liebig. Doch Staden nutzte ein Fehlverhalten der Gastgeber, die plötzlich viel zu offensiv verteidigten, aus. Nach einem Konter und einer scharfen Hereingabe aus dem rechten Halbfeld traf der eingewechselte Thomas Wirsing volley am kurzen Pfosten.

TuS Rockenberg: Marvin Benk, Miller, Decher, Raab, Herbert, Dobner, Henn, Bittner, Wetz, Spörl, Richter, Thielmann. – SV Staden: Kling, Müller, Dielmann, Matthias Hetmanczyk, Scheibner, Schütz, Weber, Fich, Riess, Martin Hetmanczyk, Dombrowsky, Stürtz, Feick, Wirsing. – Tore: 1:0 (88.) Bittner, 1:1 (90.) Wirsing. – Schiedsrichter: Martin Koch (Heuchelheim).

KSV spielt den Tabellenführer schwindelig

KSV Klein-Karben II – FCO Fauerbach 2:1 (1:1): KSV-Coach Alexander Jörg war überrascht: »Den Tabellenführer hätte ich stärker erwartet. Wir hätten sechs Tore erzielen müssen. Fauerbach hatte keine zwingenden Möglichkeiten – selbst das Tor zum 1:1 war eher Zufall.« Nach einer scharfen Eckballhereingabe war Jannik Müller in der 34. Minute zur Stelle und netzte zum zwischenzeitlichen 1:1 ein. Nur fünf Minuten zuvor hatte der KSV die Führung bejubelt. Nach einem Freistoß von Gramowski köpfte Torsten Wellmann ein. »Wir hatten Chancen im Minutentakt«, war Jörg nach dem Spiel fassungslos. Unter anderem scheiterte Pierce am Pfosten (82.) und Steffen Janke per Alleingang. Der hochverdiente Siegtreffer gegen den chancenlosen Gast fiel nach exakt einer Stunde. Nach einer Pierce-Flanke schoss der am kurzen Pfosten positionierte Tim Schütz zum 2:1 ein.

KSV Klein-Karben: Kubera, Klatt, Genc, Leonhardi, Wellmann, Goronzy, Courtial, Gramowski, Janke, Schütz, Bakanhan, Pierce, Wienbeuker. – FCO Fauerbach: Kornmesser, Hausner, Michel, Walther, Richly, Kilian, Florian Müller, Jannik Müller, Büchner, Wischtak, Matic, See, John. – Tore: 1:0 (29.) Wellmann, 1:1 (34.) Jannik Müller, 2:1 (60.) Schütz. – SR: Schuierer (Bad Camberg).

Brück lässt Bruchenbrücken weiter hoffen

SV Bruchenbrücken – TSV Dorn-Assenheim 1:0 (1:0): Durch den goldenen Treffer von Alexander Brück, der eine Kopfballverlängerung von Manuel Riess in der achten Minute im Tor unterbrachte, hat Bruchenbrücken weiter Chancen auf den Klassenerhalt. »Aber sonst gab es wenige Aufreger. Wir sind sehr zufrieden mit dem Sieg. Vor allem in der zweiten Halbzeit war es ein Spiel ohne echte Höhepunkte«, sagte Bruchenbrückens Frank Schäfer, der im ersten Durchgang und in der Endphase zittern musste. Zunächst scheiterten die TSV-Spieler Lars Kempf und Bünjamin Kocatürk mit besten Chancen.

SV Bruchenbrücken: Mehnert, Izzi, Dukes, Adams, Sieber, Brück, Schmidt, Mück, Kuhl, Riess, Bickert, Schlichting, Meyer, Krätschmer. – TSV Dorn-Assenheim: Christopher Ess, Freitag, Patrick Ess, Ibrahim Kocatürk, Winkler, Benjamin Kocatürk, Jan Kempf, Armbrüster, Kai Kempf, Lars Kempf, Hagenow, Rubin. – Tor: 1:0 (8.) Brück. – Schiedsrichter: Farr (Gelnhausen).

Ilbenstadt enttäuscht nach der Pause

VfR Ilbenstadt – Traiser FC 1:2 (1:1): In einer ausgeglichenen ersten Hälfte hatte Ümit Karpuz den VfR nach Vorarbeit von Wolf in Führung geschossen (12.). Trais kam unmittelbar vor der Pause nach einem Abpraller zum Ausgleich durch Björn Lauber. Nach dem Wechsel lief bei den saft- und kraftlosen Gastgebern gar nichts mehr zusammen. Dies sei ein spielerischer Offenbarungseid gewesen, hieß es bei den enttäuschten Gastgebern. Die Gäste dagegen starteten Angriff auf Angriff, und der VfR hatte Riesenglück, dass es nach 85 Minuten immer noch 1:1 stand. Zu diesem Zeitpunkt hatten Lotz, zur Löwen und Scheel eine ganze Reihe guter Chancen ausgelassen. Dann fiel das überfällige 1:2: Nach einem schnellen Gegenstoß setzte Lotz Christian Scheel in Szene, dem der Siegtreffer für die kämpferisch überzeugendere Mannschaft gelang.

VfR Ilbenstadt: Celikkanat, Thorn, Fatih Altuncicek, Tufan Altuncicek, Raczkowski, Fröhlich, Karpuz, Thomas, Rüzgar, Cue, Wolf, Yigin, Schmidt. – Traiser FC: Block, Bell, Marc Krämer, Beier, Grossmann, Grot, Halberg, zur Löwen, Lotz, Patrice Krämer, Scheel, Wörner, Lauber. – Tore: 1:0 (12.) Karpuz, 1:1 (45.) Lauber, 1:2 (85.) Scheel. – Schiedsrichter: Zijad Gibic (Dietzenbach).

VfB verschläft die Anfangsphase

VfB Friedberg – SV Steinfurth 0:3 (0:3): Nach 20 Minuten begann der VfB wach zu werden, doch da war die Partie bereits so gut wie gelaufen. In der zweiten Minute war ein Rienmüller-Freistoß zwar geklärt worden, doch der landete vor den Füßen von Marcel Müller, der kein Problem hatte, zum 0:1 ins Tor zu treffen. Fiedlers vielversprechende Freistoßmöglichkeit vereitelte Daniel Laboy mit guter Reaktion (15.). Ein Ballverlust nach einem VfB-Freistoß ermöglichte Steinfurth den schnellen Gegenstoß über Rienmüller. Den Querpass verwandelte Marcel Müller zum 0:2 (19,).

Bereits der nächste Konter führte zum dritten Gegentreffer: Philipp Landvogt traf ins lange rechte Eck, wenngleich aus abseitsverdächtiger Position (20.). Mit einem Pfostenschuss hatte Fedler die letzte Gelegenheit vor der Pause. Nach dem Wechsel verhinderte Denis Fiedler einen weiteren Steinfurther Treffer gegen Rienmüller und Blagojevic. Doch Steinfurths Keeper ließ sich durch Fedler und Schäfer ebenfalls nicht überwinden.

VfB Friedberg: Denis Fiedler, Wladarz, Krank, Becker, Maouche, Fedler, Schäfer, Mauckner, Daniel Fiedler, Breitbach, Mayer, Haase, Schütz. – SV Steinfurth: Laboy, Blockus, Herbert, Russ, Buttgereit, Rienmüller, Beutnagel, Müller, Landvogt, Reichardt, Blagojevic, Micelotta, Stachelroth, Devantier. – Tore: 0:1 (2.) Müller, 0:2 (19.) Müller, 0:3 (20.) Landvogt. – SR: Enrico Telcke (Gießen).

Drei Pfeil-Treffer reichen nicht

SV Assenheim – SG Oppershofen 4:3 (0:1): Nachdem Lohse und Stranczyk die Assenheimer Führung bereits auf dem Fuß hatten, traf auf der Gegenseite Pierre Pfeil nach einem Konter (32.). Patrizio Sorbillo bewahrte seine Mannschaft vor einem weiteren Gegentreffer nach einem Alleingang von Schmidt (40.). In der 50. Minute traf Christ zunächst die Latte, doch den Nachschuss versenkte Ertan Sen zum 1:1. Wiederum hielt Patrizio Sorbillo seine Elf nach einer Rettungstat gegen Pfeil im Spiel (53.). Das 2:1 resultierte aus einem Löffler-Freistoß, nach dem Stranczyk Lars Christ bediente, der volley ins Tor traf (67.). An der Führung konnten die Gastgeber sich nicht lange erfreuen. Nur zwei Minuten später gelang erneut Pierre Pfeil nach einem Alleingang aus abseitsverdächtiger Position das 2:2. Eine Flanke von Löffler beförderte Ertan Sen zum 3:2 in die Maschen (75.). In der 78. Minute erwies sich die Assenheimer Abwehr beim dritten Treffer von Pierre Pfeil zum 3:3 als nicht sattelfest. Am Ende wurde es ein glücklicher Sieg nach guter kämpferischer Leistung: Gordon Musa legte quer zu Adrian Stranczyk – 4:3 (85.).

SV Assenheim: Sorbillo, Dolze, Rosini, Lohse, Löffler, Christ, Wünsche, Dänner, Adrian Stranczyk, Sen, Neugebauer, Musa, Trebels, Kozljan. – SG Oppershofen: Marianayagam, Padberg, Alexander Müller, Bell, Bellersheim, Dimmer, Schmidt, Suchantke, Pfeil, Christoph Müller, Riegert, Pfeffer, van Egmond. – Tore: 0:1 (32.) Pfeil, 1:1 (50.) Sen, 2:1 (67.) Christ, 2:2 (69.) Pfeil, 3:2 (75.) Sen, 3:3 (78.) Pfeil, 4:3 (85.) Stranczyk. – Schiedsrichter: Adriatik Kaba (Egelsbach).

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