Quo vadis Löwen? Trainer und Sportdirektor Franz-David Fritzmeier steuert mit den Frankfurtern der nächsten Spielpause entgegen. FOTO: IMAGO
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Quo vadis Löwen? Trainer und Sportdirektor Franz-David Fritzmeier steuert mit den Frankfurtern der nächsten Spielpause entgegen. FOTO: IMAGO

Schon wieder aussetzen

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(mka). Den Dienstagabend hätte Franz-David Fritzmeier eigentlich gerne in Bayreuth verbracht, hinter der Bande. Schließlich waren der neuerdings auch als Trainer eingesprungene Sportdirektor und seine Frankfurter Löwen gerade erst aus der Quarantäne heraus und voller Tatendrang zurück auf dem Eis, da wurden sie schon wieder von Corona ausgebremst.

Nachdem ein positiver Schnelltest den Verdachtsfall bei einem namentlich nicht genannten Spieler des Eishockey-Zweitligisten bestätigt hatte, musste die Partie bei den Bayreuth Tigers verschoben werden, wie es die Richt-linien der DEL 2 vorsehen. "Sehr schade", bedauerte Fritzmeier, denn: "Wir wären richtig bereit gewesen."

Am Mittwoch wurde klar: Bei der einen Spielabsage wird es nicht bleiben: Die kommenden Partien der Löwen bei den Eispiraten Crimmitschau (8. Januar) und gegen die Bietigheim Steelers (12. Januar) müssen aufgrund eines weiteren bestätigten Corona-Falls im Team der Mainstädter gemäß DEL 2-Richtlinien abgesagt und verlegt werden. Auch das Derby gegen den EC Bad Nauheim (17. Januar) muss aufgrund von Quarantänemaßnahmen bei den Kurstädtern (siehe Artikel auf dieser Seite) abgesagt und verlegt werden.

Dabei waren nach einer Covid-19-Diagnose bei Coach Marko Raita schon die letzten beiden Partien des alten sowie die erste des neuen Jahres abgesagt worden. Sechs Tage hatten sich die Löwen in Quarantäne begeben, erst einmal freiwillig, aber schon in Abstimmung mit dem Frankfurter Gesundheitsamt.

Beim gesamten Team wurden zudem PCR-Tests vorgenommen, mit zwei positiven Ergebnissen: bei Stürmer Martin Buchwieser und Christian Obu, die daraufhin in Quarantäne bleiben mussten. Der Rest durfte am Samstag das Training wieder aufnehmen, in der Vorbereitung auf den Neustart in einem eigentlich vollgepackten Januar - um nun, nach der nächsten Corona-Diagnose, die nächste Notbremsung vorzunehmen. Listen mit den am Training Beteiligten mussten an das Gesundheitsamt geschickt werden, die Betroffenen wieder in Quarantäne.

Viel Zeit für Telefonanalysen

Die Absagen ziehen sich durch die gesamte Liga, die Löwen aber hat es inzwischen besonders heftig erwischt. "Wir waren vorher schon drei, vier Spiele hintendran", erinnert Fritzmeier. "Jetzt wird es richtig knackig." Und der Kalender mit weiteren Nachholterminen richtig voll. "Nicht optimal" findet das der Sportdirektor, ebenso wie die Auswirkungen auf den Übungsbetrieb: Eine neuerliche Zwangspause macht auch die Ausbesserungsarbeiten in seinem neuen Zweitjob als Trainer nicht einfacher.

Am 19. Dezember, am Morgen nach der desaströsen 0:7-Niederlage bei den Kassel Huskies als Tiefpunkt einer bedenklichen Entwicklung, hatte sich der Klub von Headcoach Olli Salo getrennt, das war unumgänglich. Fritzmeier übernahm auch diesen Posten und leitete prompt einen Aufwärtstrend ein. Mit drei Siegen in Serie zwischen dem 20. und 26. Dezember und mit deutlich gesteigerten Teamleistungen.

"Wir haben an ein paar Stellschrauben gedreht, und die Mannschaft hat sehr gut mitgezogen", urteilt Fritzmeier. Die erste Quarantäne nutzte er dann, um sich noch tiefer in die Aufgaben des Trainers einzuarbeiten - was er nun gerne hinter der Bande umgesetzt hätte. Stattdessen ist jetzt noch mehr Zeit für lange Videostudien und ungezählte Telefonanalysen mit den Kollegen. "Wir waren jetzt richtig drin. Aber was willst du machen? Wir haben das nun einmal in der Welt", bedauert Franz-David Fritzmeier. "Damit müssen wir umgehen und versuchen, das Beste daraus zu machen."

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