Camp_2021_004_280821_4c
+
Die Camp-Teilnehmer beim TV Okarben halten nicht viel von Pausen. Immer ist irgendwo der Ball dabei. Beliebt in dem Ferienprogramm ist vor allem die olympische Drei-gegen-drei-Variante.

Schnuppern unterm Korb

  • VonJürgen Schenk
    schließen

Dribbeln, Bälle werfen, Rebounds, Korbleger - auch in diesem Jahr war das Basketball-Sommer-Camp ein Magnet für Karbener Nachwuchskorbjäger. Geleitet wurde das Ferienprogramm von zwei Spielern der Okarben Defenders.

Nach der Premiere im Vorjahr stand den Mädchen und Jungen beim Basketball-Camp des TV Okarben erneut die große Sporthalle der Kurt-Schumacher-Schule zur Verfügung. Dort konnten sie, wie im richtigen Training, Taktiken in der Offensive und Defensive, Pässe, Fastbreaks und Korbwürfe üben. Großer Beliebtheit erfreute sich die Drei-gegen-drei-Spielvariante (»3-on-3«), die kürzlich bei den Olympischen Spielen in Tokio neu im Programm war.

Die Übungsleitung übernahmen Max Kissner und Marvin Voigt vom TV Okarben. Beide sind aktive Basketballer und spielen in der ersten bzw. zweiten TVO-Herrenmannschaft. Kissner ist zugleich Jugendtrainer. Die Basketballabteilung des Vereins, genannt Okarben Defenders, war gemeinsam mit dem Jugendkulturzentrum der Stadt Ausrichter der Ferienveranstaltung.

In der zweiten Woche durften sich die U-14-Jugendlichen in der Halle auspowern. Man merkte sofort, dass die meisten von ihnen schon länger spielen - auch auf Vereinsebene. Korbversuche aus dem Stand oder aus der Bewegung heraus trafen meistens ihr Ziel. Das Zusammenspiel wirkte wie selbstverständlich. Ein Mädchen und elf Jungen waren mit dabei. Der größte Teilnehmer misst schon jetzt fast 1,90 Meter.

»Der Korb hängt auch für die Kinder und Jugendlichen in der normalen Wettkampfhöhe von knapp über drei Metern«, erklärt Trainer Marvin Voigt. »Da ist eine gewisse Größe natürlich von Vorteil. Bis auf drei Jungs spielen alle in der Jugend des TVO. So wird das Sommercamp gewissermaßen zum Vorbereitungscamp für die kommende Saison. Das ist für unseren Verein ja auch nicht so schlecht.« Und Voigt sieht noch einen weiteren Vorteil: Man müsse nicht immer wieder die Regeln neu erklären, weil sie den Jugendlichen aus dem Verein schon geläufig seien.

»Morgens starten wir mit Taktiktraining, zum Mittag und Nachmittag hin wird dann meistens gespielt. Da sind die Teilnehmer oft nicht mehr so aufnahmefähig wie zu Beginn. Natürlich bekommen alle zwischendurch genügend Pausen zum Trinken und Durchschnaufen«, sagte der junge Mann.

Zielscheibe für die Passgenauigkeit

Doch irgendwie hatte es den Anschein, dass die zwölf Mädchen und Jungen gar nicht so lange ausruhen wollten. Drei Schlucke aus der Wasserflasche, dann standen sie schon wieder auf dem Parkett und ließen ihre Bälle in Richtung Korb fliegen.

Sportbegeistert sind sie sowieso alle. Fußball, Judo, Fahrradfahren, Skateboarding, Tanzen - kaum jemand spielt »nur« Basketball. Tiana war gleich beide Wochen dabei und schwärmte: »Das Miteinander macht mir großen Spaß. Hier haben alle richtig Lust auf Basketball. Alles ist wie beim Training im Verein.« Wie fast alle spielt Tiana in der Jugend des TV Okarben. Beim Camp war sie jetzt bereits zum zweiten Mal dabei.

Spiel und Spaß stehen bei dem Ferienprogramm im Vordergrund. Besonders bei den Neun- bis Elfjährigen in der ersten Woche gehe es mehr um das Reinschnuppern in die Sportart, betonten Kissner und Voigt unisono. Viele Übungen könnten immer wieder abgewandelt werden, nichts wiederhole sich. An einer Wand der Sporthalle sah man zum Beispiel eine Art Zielscheibe, die dazu diente, die Wurf- und Passgenauigkeit der heranwachsenden Korbjäger zu trainieren. Je genauer die Bälle in der Mitte landeten, desto mehr Punkte konnte man erreichen. Nebenbei wurde so auch der sportliche Ehrgeiz gefördert, ohne den Erfolge kaum möglich sind.

Zur Teilnahme am Basketball-Camp mussten alle Kinder und Jugendlichen negative Corona-Tests vorweisen.

Die U14-Jugend des TV Okarben mit den Trainern Max Kissner (l.) und Marvin Voigt (r.). JSL

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare